Kriegsschule (Bestand)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, E 276 b
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Kabinett, Geheimer Rat, Ministerien 1806-1945 >> Kriegsministerium >> Militärverwaltungsbehörden
1820-1875
Überlieferungsgeschichte
Nach Auflösung der Kriegsschule in die Registratur des Kriegsministeriums.
Inhalt und Bewertung
Enthält neben Geschäftstagebüchern Akten betr. Organisation und Verwaltung der Schule, Unterricht und Erziehung der Zöglinge sowie Personalangelegenheiten der Bediensteten der Schule
1. Zur Geschichte der Kriegsschule: Sie Geschichte der Offiziersbildungsanstalt bzw. der späteren Kriegsschule ist bei L. J. von Stadlinger, Geschichte des württembergischen Kriegswesens, 1856, S. 610 - 614, bei P. Sauer, Das württembergische Heer in der Seit des Deutschen Bundes und des Norddeutschen Bundes, 1958, S 55 f. , 98-102, 155-160, und ausführlich von B. Poten, Geschichte des Militärerziehungs- und Bildungswesens in Württemberg, 1897, beschrieben; außerdem enthält Büschel 20 des vorliegenden Bestandes darüber detaillierte Angaben. Die folgenden Bemerkungen können daher kurz gehalten werden. Im Zusammenhang mit der Heeresverminderung unter König Wilhelm I. , bei der auch zahlreiche Offiziersstellen wegfielen, war das 1805 gegründete Kadetteninstitut im Jahr 1817 aufgelöst worden. Um rechtzeitig für den Offizierersatz vorzusorgen, wurde aber bereits drei Jahre später erneut eine württembergische "Offizier-Bildungs-Anstalt" durch königliche Ordre vom 23-Juni 1820 errichtet und am 23-Oktober 1820 eröffnet. Sie erhielt dabei den Auftrag, junge Männer, die das 16. Lebensjahr vollendet hatten, in einem vierjährigen Kursus durch den Unterricht in wissenschaftlichen und militärtechnischen Fächern zu Offizieren heranzubilden. Die Organisation der Offizierbildungsanstalt entsprach anfangs den Vorschlägen des Generalquartiermeisters Generalleutnant Freiherr von Varnbüler, wurde aber in der Folgezeit verschiedentlich geändert. Von größerer Bedeutung war dabei die umfassende Neuorganisation durch die Verfügung des Kriegsministeriums vom 29-oeptember 1855 (Regierungsblatt S. 232). Die Kriegsschule, wie die Offizierbildungsanstalt seit 1852 offiziell hieß, vereinigte seitdem in sich die Einrichtungen einer preußischen Kadettenschule mit der einer preußischen Kriegsschule. Lieser doppelte Charakter wurde noch deutlicher durch die organisatorischen Bestimmungen vom 28. März 1868 (Regierungsblatt b. 155)j durch die Kriegsschule in eine Kadettenschule (mit dreijährigem Kursus) und eine Portepeefähnrichsschule (mit einem Kurs von 11 Monaten) gegliedert wurde und durch die die jeweiligen Lehrpläne denen der entsprechenden preußischen Einrichtungen angepasst wurden. Mit der Mobilmachung vom Jahr 1870 hörte die Portepeefähnrichsschule auf; außerdem nahm Württemberg infolge der Militärkonvention vom 21. / 25-November 1870 ganz an den gemeinschaftlichen militärischen Bildungsanstalten des deutschen Gesamtheeres teil. Dagegen bestand die Kadettenschule, wie die Kriegsschule in Anpassung an die tatsächlichen Verhältnisse seit dem 8. Februar 1872 amtlich benannt wurde, noch bis zum Jahr 1874 fort. Erst durch königliche Ordre vom 30 März 1874 wurde auch sie auf Ende Mai 1874 aufgelöst. Ihre Abwicklung besorgte das Generalstabsdepot. Die Kriegsschule, wie im Folgenden der Kürze halber auch die Offizierbildungsanstalt und die Kadettenschule bezeichnet werden, unterstand fast die ganze Zeit ihres Bestehens hindurch dem Generalquartiermeisterstab. Nachdem sie bereits im Mai 187^ während eines Urlaubs des Generalquartiermeisters dem Kriegsministerium unterstellt worden war, wurde sie als Folge des deutsch-französischen Kriegs von Oktober 1870 bis Juli 1871 erneut diesem Ministerium direkt unterstellt. Danach trat sie nochmals kurz unter den unmittelbaren Befehl des Chefs des württembergischen Generalstabs, und schließlich im Zusammenhang mit der Neuorganisation des württembergischen Militärwesens seit 1871 in erster Instanz der Militärabteilung des Kriegsministeriums, in zweiter dem Kriegsministerium unterstellt zu werden. Auch in räumlicher Einsicht befand sich die Kriegsschule ganz in der Nähe des Generalquartiermeisterstabs , war sie doch wie dieser in Ludwigsburg, und zwar in der Hinteren Schlossstraße 24-, in späteren Gebäude des Bezirkskommandos Ludwigsburg bzw. des Regimentsstabs des Reichswehr-Infanterie-Regiments 15, untergebracht. Dem Generalquartiermeister oblag jedoch nur die obere Leitung der Schule, während die Erziehung und Unterrichtung der Zöglinge und die Verwaltung der . Schule selbst mehrere, meist dem Generalquartiermeisterstab angehörende Inspektionsoffiziere besorgten, die bei der Unterrichtung von Zivillehrern, bei der Erziehung und Beaufsichtigung der Zöglinge von Aufsehern im Unteroffiziersrang unterstützt wurden. Die eigentliche Leitung und Verwaltung der Schule versah der Älteste dieser Inspektionsoffiziere, der seit 1855 die Stellung eines Kommandanten der als Kompanie organisierten Kriegsschule hatte und dem seit 1868 die anderen Inspektionsoffiziere unterstellt waren. Als Vorstand bzw. Kommandant bzw. Kommandeur (seit Herbst 1571) der Kriegsschule fungierten: 1820-1825 Hauptmann von Härtens; 1825-1826 Hauptmann von Rüpplin; 1626-1832 Hauptmann Finkh; 1832-1855 Oberleutnant "bzw. Hauptmann von Baer; 1835-1842 Hauptmann Erhardt; 1842 Hauptmann von Baur; 1842-1851 Hauptmann Hegelmaier; 1851-1658 Überleutnant bzw. Hauptmann Th. Wundt; 1856-1861 Hauptmann L. Wundt: 1861-1886 Hauptmann von Suckow; 1866-1667 Hauptmann Triebig; 1667-1868 Oberleutnant Grimm; 1868-1870 Überleutnant bzw. Hauptmann Fleischmann; 1870-1874-Hauptmann Klett. Zwischen dem Vorstand bzw. Kommandant der Kriegsschule und dem Generalquartiermeister stand meist eine weitere Instanz: anfangs der Generalquartiermeisterleutnant, seit 1830 der Stabsoffizier an der Spitze der Taktischen Abteilung des Generalquartiermeisterstabs, ab 1652 ein Stabsoffizier bzw. Hauptmann des Generalquartiermeisterstabs und ab 1868 wiederum die Taktische Abteilung des Generalquartiermeisterstabs; erst im Juli 1871 trat die Kriegsschule unter den unmittelbaren Befehl des Chefs des württembergischen Generalstabs. Zusammen mit dem Generalquartiermeister und den Lehrern und Offizieren der Schule "bildete diese Instanz den Studienrat, der den Gereralquartiermeister in Fragen des Unterrichts zu beraten hatte später scheint diese Aufgäbe, die "Studiendirektion", der Zwischeninstanz allein oder in erster Linie übertragen gewesen zu sein.
2. Zur Geschichte des Bestandes: Die sehr enge Bindung der Schule an den Generalquartiermeisterstab in allen Fragen des Personals, der Verwaltung und des militärischen Dienstes hatte zur Folge, dass wesentliche Quellen über die Schule im Schriftgut des Generalquartiermeisterstabs enthalten sind. Sie erklärt zugleich, dass die Registraturen beider Stellen heute nicht immer leicht und sicher von einander abgegrenzt werden können. Zwar reicht der vorliegende Bestand bis in die Gründungszeit der Schule, jedoch gehörte dieses frühe Schriftgut mit Sicherheit ursprünglich in die Registratur des Generalquartiermeisterstabs. Allerdings gibt es verschiedene Hinweise, dass schon bald nach Errichtung der Schule ihre Inspektionsoffiziere bzw. ihr Vorstand einzelne, für die unmittelbare Leitung und Verwaltung der Schule wichtige Schriftstücke der Registratur des Generalquartiermeisterstabs entnahmen und bei sich als Handakten aufbewahrten. Daraus entwickelte sich allmählich eine eigene Registratur, die offensichtlich nach 1855 festere Formen annahm. Die Kommandanten von Suckow und von Klett scheinen diese Entwicklung besonders gefördert zu haben. Das nur allmähliche . Entstehen der Registratur und ihr verhältnismäßig geringer Umfang dürften der Grund sein, dass ihr wohl kein Aktenplan zugrundegelegen hat. Jedenfalls ist über ihre alten Ordnung nichts bekannt. Nur die Handakten von Suckows als Kommandant der Kriegsschule (Büschel 127-133) und einige Personalakten (Büschel 121, 124, 125, 137, 139 und 140) tragen alte Signaturen, während die Signatur auf Büschel 50 von Registraturplan des Generalquartiermeisterstabs herrührt. Das Schriftgut der Kriegsschule war daher jetzt neu zu gliedern. Die Abgrenzung des Bestandes von jenem des Generalquartiermeisterstabs war dadurch erschwert, dass das Schriftgut der Kriegsschule bisher auf verschiedene Bestände verteilt war. Der ursprünglich einheitliche Bestand war nach der Auflösung der Kriegsschule in die Altregistratur des Kriegsministeriums gelangt und dort noch vor 1900 summarisch und in unsystematischer Folge verzeichnet worden (vgl. E 271 Büschel 222 Blatt 47-48). Von hier kam er wohl 1907 in das Kriegsarchiv des Kriegsministerium und 1920 als Depositum des württembergischen Staatsarchivs in die Reichsarchivzweigstelle Stuttgart. Sowohl in diesem Archiv wie im Staatsfilialarchiv Ludwigsburg, wohin das Schriftgut der Kriegsschule mit den anderen württembergischen Depositalbeständen 1930 zurückgeholt wurde, versuchte man mehrmals die Ordnung und Verzeichnung dieser Bestände. Die Arbeiten kamen Jedoch zu keinem Abschluss und hatten nur zur Folge, dass das Schriftgut der Kriegsschule wie das anderer militärischer Provenienzen aus der Zeit vor 1870/71 zersplittert und auf verschiedene, mehr oder weniger nach dem Pertinenzprinzip gebildete Bestände verteilt wurde. Erst im Zusammenhang; mit der Ordnung und Verzeichnung dieser Bestände, bei der provenienzgerechte Bestände gebildet werden sollen, konnte es jetzt wieder vereinigt werden. Sein Hauptteil (Büschel 1-6, 8, 9, 12, 14-35, 37-39, 41-49, 53-63, 68-70, 72, 73, 75, 77, 78, 80, 81, 114-116, 118-146, 152-166) war bisher Teil des in der "Gesamtübersicht über die Bestände der staatlichen Archive Württembergs" von K. O. Müller nicht aufgeführten Bestandes "Kriegsschulen"; dagegen gehörten die Büschel 82 und 147-151 zum Bestand D 64 (Offiziersstammlisten) , die Büschel 24a und 50-52 zum Bestand E 271 (Kriegsministerium), das Büschel 36 zum Bestand E 286 (Feldzugsakten 1870/71), die Büschel 79, 83-113 und 117 zum Bestand E 291 (Rechnungen der württembergischen Regimenter und sonstiger Truppenteile) und die Büschel 7, 10, 11, 13, 40, 64-67, 71, 74 und 76 zum Bestand M 1/11 (Kriegsarchiv). Der Bestand umfasst 166 Büschel und Bände (1, 8 lfd. m). Er wurde - nach Vorarbeiten des Archivangestellten. Sautter - im Sommer 1974 - von Oberstaatsarchivrat Dr. Fischer verzeichnet, der jedoch erst im Frühjahr 1976 die Überarbeitung der Titelaufnahmen und die Einrichtung des Repertoriums besorgen konnte. Stuttgart, im Juli 1976 (Fischer) Nachtrag: Nach der Seinschrift des vorliegenden Repertoriums kam bei der Neuverzeichnung eines Teils des Bestandes M 1/11 (Kriegsarchiv) im Herbst 1977 an unerwarteter Stelle weiteres Schriftgut der Kriegsschule zum Vorschein. Als Büschel 64 a-c, 66 a-d, 67 a-b, 72 a, 73 a-c, 75 a-c, 77 a-b und 134 a konnte es dem Repertorium noch vor dessen Vervielfältigung eingeordnet werden. Stuttgart, im Dezember 1977 (Fischer)
Nach Auflösung der Kriegsschule in die Registratur des Kriegsministeriums.
Inhalt und Bewertung
Enthält neben Geschäftstagebüchern Akten betr. Organisation und Verwaltung der Schule, Unterricht und Erziehung der Zöglinge sowie Personalangelegenheiten der Bediensteten der Schule
1. Zur Geschichte der Kriegsschule: Sie Geschichte der Offiziersbildungsanstalt bzw. der späteren Kriegsschule ist bei L. J. von Stadlinger, Geschichte des württembergischen Kriegswesens, 1856, S. 610 - 614, bei P. Sauer, Das württembergische Heer in der Seit des Deutschen Bundes und des Norddeutschen Bundes, 1958, S 55 f. , 98-102, 155-160, und ausführlich von B. Poten, Geschichte des Militärerziehungs- und Bildungswesens in Württemberg, 1897, beschrieben; außerdem enthält Büschel 20 des vorliegenden Bestandes darüber detaillierte Angaben. Die folgenden Bemerkungen können daher kurz gehalten werden. Im Zusammenhang mit der Heeresverminderung unter König Wilhelm I. , bei der auch zahlreiche Offiziersstellen wegfielen, war das 1805 gegründete Kadetteninstitut im Jahr 1817 aufgelöst worden. Um rechtzeitig für den Offizierersatz vorzusorgen, wurde aber bereits drei Jahre später erneut eine württembergische "Offizier-Bildungs-Anstalt" durch königliche Ordre vom 23-Juni 1820 errichtet und am 23-Oktober 1820 eröffnet. Sie erhielt dabei den Auftrag, junge Männer, die das 16. Lebensjahr vollendet hatten, in einem vierjährigen Kursus durch den Unterricht in wissenschaftlichen und militärtechnischen Fächern zu Offizieren heranzubilden. Die Organisation der Offizierbildungsanstalt entsprach anfangs den Vorschlägen des Generalquartiermeisters Generalleutnant Freiherr von Varnbüler, wurde aber in der Folgezeit verschiedentlich geändert. Von größerer Bedeutung war dabei die umfassende Neuorganisation durch die Verfügung des Kriegsministeriums vom 29-oeptember 1855 (Regierungsblatt S. 232). Die Kriegsschule, wie die Offizierbildungsanstalt seit 1852 offiziell hieß, vereinigte seitdem in sich die Einrichtungen einer preußischen Kadettenschule mit der einer preußischen Kriegsschule. Lieser doppelte Charakter wurde noch deutlicher durch die organisatorischen Bestimmungen vom 28. März 1868 (Regierungsblatt b. 155)j durch die Kriegsschule in eine Kadettenschule (mit dreijährigem Kursus) und eine Portepeefähnrichsschule (mit einem Kurs von 11 Monaten) gegliedert wurde und durch die die jeweiligen Lehrpläne denen der entsprechenden preußischen Einrichtungen angepasst wurden. Mit der Mobilmachung vom Jahr 1870 hörte die Portepeefähnrichsschule auf; außerdem nahm Württemberg infolge der Militärkonvention vom 21. / 25-November 1870 ganz an den gemeinschaftlichen militärischen Bildungsanstalten des deutschen Gesamtheeres teil. Dagegen bestand die Kadettenschule, wie die Kriegsschule in Anpassung an die tatsächlichen Verhältnisse seit dem 8. Februar 1872 amtlich benannt wurde, noch bis zum Jahr 1874 fort. Erst durch königliche Ordre vom 30 März 1874 wurde auch sie auf Ende Mai 1874 aufgelöst. Ihre Abwicklung besorgte das Generalstabsdepot. Die Kriegsschule, wie im Folgenden der Kürze halber auch die Offizierbildungsanstalt und die Kadettenschule bezeichnet werden, unterstand fast die ganze Zeit ihres Bestehens hindurch dem Generalquartiermeisterstab. Nachdem sie bereits im Mai 187^ während eines Urlaubs des Generalquartiermeisters dem Kriegsministerium unterstellt worden war, wurde sie als Folge des deutsch-französischen Kriegs von Oktober 1870 bis Juli 1871 erneut diesem Ministerium direkt unterstellt. Danach trat sie nochmals kurz unter den unmittelbaren Befehl des Chefs des württembergischen Generalstabs, und schließlich im Zusammenhang mit der Neuorganisation des württembergischen Militärwesens seit 1871 in erster Instanz der Militärabteilung des Kriegsministeriums, in zweiter dem Kriegsministerium unterstellt zu werden. Auch in räumlicher Einsicht befand sich die Kriegsschule ganz in der Nähe des Generalquartiermeisterstabs , war sie doch wie dieser in Ludwigsburg, und zwar in der Hinteren Schlossstraße 24-, in späteren Gebäude des Bezirkskommandos Ludwigsburg bzw. des Regimentsstabs des Reichswehr-Infanterie-Regiments 15, untergebracht. Dem Generalquartiermeister oblag jedoch nur die obere Leitung der Schule, während die Erziehung und Unterrichtung der Zöglinge und die Verwaltung der . Schule selbst mehrere, meist dem Generalquartiermeisterstab angehörende Inspektionsoffiziere besorgten, die bei der Unterrichtung von Zivillehrern, bei der Erziehung und Beaufsichtigung der Zöglinge von Aufsehern im Unteroffiziersrang unterstützt wurden. Die eigentliche Leitung und Verwaltung der Schule versah der Älteste dieser Inspektionsoffiziere, der seit 1855 die Stellung eines Kommandanten der als Kompanie organisierten Kriegsschule hatte und dem seit 1868 die anderen Inspektionsoffiziere unterstellt waren. Als Vorstand bzw. Kommandant bzw. Kommandeur (seit Herbst 1571) der Kriegsschule fungierten: 1820-1825 Hauptmann von Härtens; 1825-1826 Hauptmann von Rüpplin; 1626-1832 Hauptmann Finkh; 1832-1855 Oberleutnant "bzw. Hauptmann von Baer; 1835-1842 Hauptmann Erhardt; 1842 Hauptmann von Baur; 1842-1851 Hauptmann Hegelmaier; 1851-1658 Überleutnant bzw. Hauptmann Th. Wundt; 1856-1861 Hauptmann L. Wundt: 1861-1886 Hauptmann von Suckow; 1866-1667 Hauptmann Triebig; 1667-1868 Oberleutnant Grimm; 1868-1870 Überleutnant bzw. Hauptmann Fleischmann; 1870-1874-Hauptmann Klett. Zwischen dem Vorstand bzw. Kommandant der Kriegsschule und dem Generalquartiermeister stand meist eine weitere Instanz: anfangs der Generalquartiermeisterleutnant, seit 1830 der Stabsoffizier an der Spitze der Taktischen Abteilung des Generalquartiermeisterstabs, ab 1652 ein Stabsoffizier bzw. Hauptmann des Generalquartiermeisterstabs und ab 1868 wiederum die Taktische Abteilung des Generalquartiermeisterstabs; erst im Juli 1871 trat die Kriegsschule unter den unmittelbaren Befehl des Chefs des württembergischen Generalstabs. Zusammen mit dem Generalquartiermeister und den Lehrern und Offizieren der Schule "bildete diese Instanz den Studienrat, der den Gereralquartiermeister in Fragen des Unterrichts zu beraten hatte später scheint diese Aufgäbe, die "Studiendirektion", der Zwischeninstanz allein oder in erster Linie übertragen gewesen zu sein.
2. Zur Geschichte des Bestandes: Die sehr enge Bindung der Schule an den Generalquartiermeisterstab in allen Fragen des Personals, der Verwaltung und des militärischen Dienstes hatte zur Folge, dass wesentliche Quellen über die Schule im Schriftgut des Generalquartiermeisterstabs enthalten sind. Sie erklärt zugleich, dass die Registraturen beider Stellen heute nicht immer leicht und sicher von einander abgegrenzt werden können. Zwar reicht der vorliegende Bestand bis in die Gründungszeit der Schule, jedoch gehörte dieses frühe Schriftgut mit Sicherheit ursprünglich in die Registratur des Generalquartiermeisterstabs. Allerdings gibt es verschiedene Hinweise, dass schon bald nach Errichtung der Schule ihre Inspektionsoffiziere bzw. ihr Vorstand einzelne, für die unmittelbare Leitung und Verwaltung der Schule wichtige Schriftstücke der Registratur des Generalquartiermeisterstabs entnahmen und bei sich als Handakten aufbewahrten. Daraus entwickelte sich allmählich eine eigene Registratur, die offensichtlich nach 1855 festere Formen annahm. Die Kommandanten von Suckow und von Klett scheinen diese Entwicklung besonders gefördert zu haben. Das nur allmähliche . Entstehen der Registratur und ihr verhältnismäßig geringer Umfang dürften der Grund sein, dass ihr wohl kein Aktenplan zugrundegelegen hat. Jedenfalls ist über ihre alten Ordnung nichts bekannt. Nur die Handakten von Suckows als Kommandant der Kriegsschule (Büschel 127-133) und einige Personalakten (Büschel 121, 124, 125, 137, 139 und 140) tragen alte Signaturen, während die Signatur auf Büschel 50 von Registraturplan des Generalquartiermeisterstabs herrührt. Das Schriftgut der Kriegsschule war daher jetzt neu zu gliedern. Die Abgrenzung des Bestandes von jenem des Generalquartiermeisterstabs war dadurch erschwert, dass das Schriftgut der Kriegsschule bisher auf verschiedene Bestände verteilt war. Der ursprünglich einheitliche Bestand war nach der Auflösung der Kriegsschule in die Altregistratur des Kriegsministeriums gelangt und dort noch vor 1900 summarisch und in unsystematischer Folge verzeichnet worden (vgl. E 271 Büschel 222 Blatt 47-48). Von hier kam er wohl 1907 in das Kriegsarchiv des Kriegsministerium und 1920 als Depositum des württembergischen Staatsarchivs in die Reichsarchivzweigstelle Stuttgart. Sowohl in diesem Archiv wie im Staatsfilialarchiv Ludwigsburg, wohin das Schriftgut der Kriegsschule mit den anderen württembergischen Depositalbeständen 1930 zurückgeholt wurde, versuchte man mehrmals die Ordnung und Verzeichnung dieser Bestände. Die Arbeiten kamen Jedoch zu keinem Abschluss und hatten nur zur Folge, dass das Schriftgut der Kriegsschule wie das anderer militärischer Provenienzen aus der Zeit vor 1870/71 zersplittert und auf verschiedene, mehr oder weniger nach dem Pertinenzprinzip gebildete Bestände verteilt wurde. Erst im Zusammenhang; mit der Ordnung und Verzeichnung dieser Bestände, bei der provenienzgerechte Bestände gebildet werden sollen, konnte es jetzt wieder vereinigt werden. Sein Hauptteil (Büschel 1-6, 8, 9, 12, 14-35, 37-39, 41-49, 53-63, 68-70, 72, 73, 75, 77, 78, 80, 81, 114-116, 118-146, 152-166) war bisher Teil des in der "Gesamtübersicht über die Bestände der staatlichen Archive Württembergs" von K. O. Müller nicht aufgeführten Bestandes "Kriegsschulen"; dagegen gehörten die Büschel 82 und 147-151 zum Bestand D 64 (Offiziersstammlisten) , die Büschel 24a und 50-52 zum Bestand E 271 (Kriegsministerium), das Büschel 36 zum Bestand E 286 (Feldzugsakten 1870/71), die Büschel 79, 83-113 und 117 zum Bestand E 291 (Rechnungen der württembergischen Regimenter und sonstiger Truppenteile) und die Büschel 7, 10, 11, 13, 40, 64-67, 71, 74 und 76 zum Bestand M 1/11 (Kriegsarchiv). Der Bestand umfasst 166 Büschel und Bände (1, 8 lfd. m). Er wurde - nach Vorarbeiten des Archivangestellten. Sautter - im Sommer 1974 - von Oberstaatsarchivrat Dr. Fischer verzeichnet, der jedoch erst im Frühjahr 1976 die Überarbeitung der Titelaufnahmen und die Einrichtung des Repertoriums besorgen konnte. Stuttgart, im Juli 1976 (Fischer) Nachtrag: Nach der Seinschrift des vorliegenden Repertoriums kam bei der Neuverzeichnung eines Teils des Bestandes M 1/11 (Kriegsarchiv) im Herbst 1977 an unerwarteter Stelle weiteres Schriftgut der Kriegsschule zum Vorschein. Als Büschel 64 a-c, 66 a-d, 67 a-b, 72 a, 73 a-c, 75 a-c, 77 a-b und 134 a konnte es dem Repertorium noch vor dessen Vervielfältigung eingeordnet werden. Stuttgart, im Dezember 1977 (Fischer)
166 Büschel
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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13.11.2025, 2:39 PM CET