Institut für Geschichte der Medizin (Bestand)
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UAT 576/
Universitätsarchiv Tübingen (Archivtektonik) >> D Universitätseinrichtungen >> Db Seminare und Institute >> Db 6 Medizin >> Institut für Ethik und Geschichte der Medizin (seit 1962)
1867-2000
Bestandsbeschreibung: 1. Geschichte des Instituts
Das Institut wurde 1961 gegründet. Erster Direktor und Ordinarius für Geschichte der Medizin war Walter Albert Leopold von Brunn (1914-1971), Sohn des Chirurgen und Medizinhistorikers Walter Albert Ferdinand von Brunn (1876-1952). Er war (bis 1965) Schriftleiter der Deutschen Medizinischen Wochenschrift und hatte seit 1957 als Privatdozent an der Universität Tübingen gearbeitet. 1968 trat er krankheitshalber vorzeitig zurück. Nach einem kommissarischen Direktorat des Naturwissenschaftshistorikers Matthias Schramm (1928-2005) wurde 1970 Gerhard Fichtner (1932-2012) auf den Lehrstuhl berufen und zum Direktor des Instituts ernannt. Er hatte Theologie und Medizin studiert und als Chirurg gearbeitet; seit 1965 war er Assistent von Brunns gewesen, aber 1968 nach der Promotion nach Freiburg gewechselt.
Das Institut war zu Beginn in der Wilhelmstr. 16 untergebracht, ab 1983 in einem angemieteten Wohnhaus in der Denzenberghalde 10 und seit 1983 im Gebäude Goethestr. 6, ehemals Wunderlich-Verlag.
Nach Fichtners Emeritierung wurde das Institut mit dem vorbestehenden Lehrstuhl für Ethik in der Medizin vereinigt zum Institut für Ethik und Geschichte der Medizin. Direktor ist Urban Wiesing (geb. 1958).
Der Bereich Ethik in der Medizin war zunächst in der Keplerstr. 15 und 17 untergebracht, dann in der ehemaligen Direktorenvilla der Frauenklinik in der Osianderstraße, seither in der Gartenstr. 47.
2. Bestandsstruktur, -geschichte:
Das im Universitätsarchiv überlieferte Material stammt maßgeblich aus zwei Bereichen des Instituts für Ethik und Geschichte der Medizin. 1. die geschäftliche Korrespondenz der Direktoren ab 1962; 2. die Sammlungstätigkeit der Medizinhistoriker Eberhard Stübler (1891-1960), Walter Leopold von Brunn (1914-1971), Gerhard Fichtner (1932-2012) und Albrecht Hirschmüller (*1947). Diese sind im vorliegenden Verzeichnis durch die Klassifikation klar voneinander unterschieden
Zwei Ordner mit Korrespondenz wurde im Jahr 2012 übernommen, einer davon probeweise erschlossen (Korrespondenzpartner mit genauen Angaben zur Tätigkeit und Adresse).
Im Juli 2022 wurden von zwei Stellen die restlichen Unterlagen in das Universitätsarchiv übernommen: Die Ordner mit den "Geschäftsakten" aus dem Gebäude Goethestraße 6, die Sammlungen aus einem aufzulösenden Magazin in der Hölderlinstraße 16. Die dort verwahrten Bestände an Bibliotheksgut (aus Kliniken und medizinischen Instituten) wurde von der Universitätsbibliothek bewertet und zum Teil übernommen.
Bei den Geschäftsakten waren unterschiedliche Ordnungsprinzipien angewandt worden: chronologische, sachthematische Ordnungen und eine Ordnung nach Korrespondenzpartnern. Die Ordner wurden nach ihrem Rückentitel aufgenommen und grob verzeichnet, sie bedürfen aber einer tieferen Erschließung.
Das überlieferte Sammlungsgut beinhaltete Splitternachlässe von Georg Clemens Perthes (1869-1927); Walter Albert von Brunn (1876-1952); Walter Leopold von Brunn (1914-1971; Carl Jacobj (1857-1944); Eberhard Stübler (1891-1960) und Wilhelm Camerer (1842-1910). Die Unterlagen, teils in Kapseln und teils in losen Büscheln übernommen, wurden im Juli 2022 bewertet, neu sortiert und vom Archivreferendar Christoph Schlemmer verzeichnet.
Tübingen, 29. Juli 2022
Dr. Regina Keyler
Inhalt:
Korrespondenzen und Sachakten des Instituts für Geschichte und Ehtik der Medizin (UAT 576/1-71: 71 Nrn, 1962-2000)
Sammlungen des Instituts und Splitternachlässe (UAT 576/72-99: 28 Nrn, 1867-ca. 1970)
Das Institut wurde 1961 gegründet. Erster Direktor und Ordinarius für Geschichte der Medizin war Walter Albert Leopold von Brunn (1914-1971), Sohn des Chirurgen und Medizinhistorikers Walter Albert Ferdinand von Brunn (1876-1952). Er war (bis 1965) Schriftleiter der Deutschen Medizinischen Wochenschrift und hatte seit 1957 als Privatdozent an der Universität Tübingen gearbeitet. 1968 trat er krankheitshalber vorzeitig zurück. Nach einem kommissarischen Direktorat des Naturwissenschaftshistorikers Matthias Schramm (1928-2005) wurde 1970 Gerhard Fichtner (1932-2012) auf den Lehrstuhl berufen und zum Direktor des Instituts ernannt. Er hatte Theologie und Medizin studiert und als Chirurg gearbeitet; seit 1965 war er Assistent von Brunns gewesen, aber 1968 nach der Promotion nach Freiburg gewechselt.
Das Institut war zu Beginn in der Wilhelmstr. 16 untergebracht, ab 1983 in einem angemieteten Wohnhaus in der Denzenberghalde 10 und seit 1983 im Gebäude Goethestr. 6, ehemals Wunderlich-Verlag.
Nach Fichtners Emeritierung wurde das Institut mit dem vorbestehenden Lehrstuhl für Ethik in der Medizin vereinigt zum Institut für Ethik und Geschichte der Medizin. Direktor ist Urban Wiesing (geb. 1958).
Der Bereich Ethik in der Medizin war zunächst in der Keplerstr. 15 und 17 untergebracht, dann in der ehemaligen Direktorenvilla der Frauenklinik in der Osianderstraße, seither in der Gartenstr. 47.
2. Bestandsstruktur, -geschichte:
Das im Universitätsarchiv überlieferte Material stammt maßgeblich aus zwei Bereichen des Instituts für Ethik und Geschichte der Medizin. 1. die geschäftliche Korrespondenz der Direktoren ab 1962; 2. die Sammlungstätigkeit der Medizinhistoriker Eberhard Stübler (1891-1960), Walter Leopold von Brunn (1914-1971), Gerhard Fichtner (1932-2012) und Albrecht Hirschmüller (*1947). Diese sind im vorliegenden Verzeichnis durch die Klassifikation klar voneinander unterschieden
Zwei Ordner mit Korrespondenz wurde im Jahr 2012 übernommen, einer davon probeweise erschlossen (Korrespondenzpartner mit genauen Angaben zur Tätigkeit und Adresse).
Im Juli 2022 wurden von zwei Stellen die restlichen Unterlagen in das Universitätsarchiv übernommen: Die Ordner mit den "Geschäftsakten" aus dem Gebäude Goethestraße 6, die Sammlungen aus einem aufzulösenden Magazin in der Hölderlinstraße 16. Die dort verwahrten Bestände an Bibliotheksgut (aus Kliniken und medizinischen Instituten) wurde von der Universitätsbibliothek bewertet und zum Teil übernommen.
Bei den Geschäftsakten waren unterschiedliche Ordnungsprinzipien angewandt worden: chronologische, sachthematische Ordnungen und eine Ordnung nach Korrespondenzpartnern. Die Ordner wurden nach ihrem Rückentitel aufgenommen und grob verzeichnet, sie bedürfen aber einer tieferen Erschließung.
Das überlieferte Sammlungsgut beinhaltete Splitternachlässe von Georg Clemens Perthes (1869-1927); Walter Albert von Brunn (1876-1952); Walter Leopold von Brunn (1914-1971; Carl Jacobj (1857-1944); Eberhard Stübler (1891-1960) und Wilhelm Camerer (1842-1910). Die Unterlagen, teils in Kapseln und teils in losen Büscheln übernommen, wurden im Juli 2022 bewertet, neu sortiert und vom Archivreferendar Christoph Schlemmer verzeichnet.
Tübingen, 29. Juli 2022
Dr. Regina Keyler
Inhalt:
Korrespondenzen und Sachakten des Instituts für Geschichte und Ehtik der Medizin (UAT 576/1-71: 71 Nrn, 1962-2000)
Sammlungen des Instituts und Splitternachlässe (UAT 576/72-99: 28 Nrn, 1867-ca. 1970)
99 Nrn; 5,20 lfm
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
17.12.2025, 09:03 MEZ
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