Nachlass Ostermann, Hans (Bestand)
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NL Ostermann
Stadtarchiv Münster (Archivtektonik) >> Nichtamtliches Archivgut >> Nachlässe natürlicher Personen, Familien- und Hofarchive >> Nachnamen M - P
[1898-01-01/1983-12-31]
Laufzeit: 1898 - 1983 Umfang: 1034 Verzeichnungseinheiten (2,3 lfm.) Zitierung: StdAMs, Nachlass Ostermann, Nr. ... Lebensdaten: Hans Ostermann wurde am 07.06.1898 in Iserlohn geboren. Kurz darauf zog die Familie nach Münster. Nach Schule und Militärdienst im Ersten Weltkrieg begann Hans Ostermann 1919 sein Architekturstudium in Hannover, wechselte 1920 zur Technischen Hochschule Aachen, an der er 1923 die Diplom-Hauptprüfung ablegte. Im Anschluss ging er 1923-1924 nach Detroit. Als Mitarbeiter in einem Architekturbüro konnte er dort in den USA an repräsentativen Wohnbauten mitwirken. Zurückgekehrt ins heimatliche Münster gründete er 1924 zusammen mit Franz Wethmar und Johannes Nellissen eine Bürogemeinschaft. Später firmierten Ostermann und Wethmar ohne Nellissen. Es entstanden öffentliche Bauten, darunter vielfach Krankenhaus- und Kirchbauten sowie zahlreiche Privathäuser. 1930 wurde Ostermann Mitglied der 1919 gegründeten Künstlergemeinschaft Schanze. 1933 gründete er sein eigenes Büro. Nach dem Zweiten Weltkrieg beteiligte sich Hans Ostermann maßgeblich am Wiederaufbau des Prinzipalmarktes in Münster. Von 1946 bis 1948 war er für die Christlich Demokratische Partei Deutschlands (CDU) Mitglied im Rat der Stadt Münster, wo er dem Bauausschuss (bis 1952) und dem Industrie- und Hafenausschuss angehörte. Hans Ostermann war auch Mitglied der Münsteraner Antonii-Erzbruderschaft. Nach seinen Plänen entstanden allein acht Giebelhäuser am Prinzipalmarkt. Zusammen mit Büropartnern (Bernt Droste, Werner Voscort, Meinhard Hallmann) und in Kooperation mit Architekten (u. a. mit Max von Hausen, Ortwin Rave) konnte er vornehmlich in Westfalen während des Wiederaufbaus und der Nachkriegszeit zahlreiche Wohnhäuser, Geschäftshäuser, Banken, Kirchen, Schulbauten, Krankenhäuser, Verwaltungsgebäude und Industriebauten realisieren. Hierzu zählen u.a. die St. Konrad-Kirche, die Elisabeth-Kirche, die Herz-Jesu-Kirche und St. Wendelin in Bocholt. Er starb am 22.06.1990 in Münster. Bestandsgeschichte: Übergabe an das Stadtarchiv: 7/2014. Sämtliche Verzeichnungseinheiten wurden digitalisiert und sind im Lesesaal des Stadtarchivs einsehbar. Inhalt: Biographische Unterlagen (1921, 1924, 1927-1929, 1955-1956); Fotografien und Skizzen von Wohnhäuser Dritter (1930-1973); Fotografien und Skizzen des Wohnhaus Ostermann (1938-1939, 1942, 1950-1951); Fotografien, Baupläne und Skizzen von Kirchen, Kapellen und Klöstern (1918-1974); Fotografien, Baupläne und Skizzen von Krankenhäusern (1918-1965); Fotografien, Baupläne und Skizzen von Schulen und Kindergärten (1937-1965); Fotografien, Baupläne und Skizzen von Geschäften (ca. 1930er, 1945, 1948, 1952-1956, 1962 1965); Fotografien, Baupläne und Skizzen von Theatern (1951-1954); Fotografien, Baupläne und Skizzen von Verwaltungssitzen; Fotografien, Baupläne und Skizzen von Unterkünften (1928,1932,1938,1945-1960); Verschiedene Fotografien, Baupläne und Skizzen (1929,1951,1956-1957); Sammlung von Holzschnitten und Zeichnungen (1898-1924, 1928, 1933-1940, 1951-1953, 1958-1973, 1981-1983; Sammlung einer Serie Karikaturen Schanze (1937); Verschiedenes (1923, 1933). Verweise: Stadtgeschichtliche Dokumentationen, Nr. 493d: Sammlung von Bernd Löckener - Ansichten von Münster; Bruderschaft: St. Antonii-Erzbruderschaft; Nachlass Vernekohl; Sammlung Ansichten; Fotosammlung Stadtarchiv Münster; Sammlung Karten und Pläne; Sammlung Plakate; Amt 23 Liegenschaftsamt; Nachlass Rütting; Dok Niederschriften Planungs-, Bauausschuss-Sitzungen.
Verwaltungsgeschichte/biographische Angaben: Hans Ostermann wurde am 07.06.1898 in Iserloh geboren. Kurz darauf zog die Familie nach Münster. Nach Schule und Militärdienst im Ersten Weltkrieg begann Hans Ostermann 1919 sein Architekturstudium in Hannover, wechselte 1920 zur Technischen Hochschule Aachen, an der er 1923 die Diplom-Hauptprüfung ablegte. Im Anschluss ging er 1923-1924 nach Detroit. Als Mitarbeiter in einem Architekturbüro konnte er dort in den USA an repräsentativen Wohnbauten mitwirken. Zurückgekehrt ins heimatliche Münster gründete er 1924 zusammen mit Franz Wethmar und Johannes Nellissen eine Bürogemeinschaft. Später firmierten Ostermann und Wethmar ohne Nellissen. Es entstanden öffentliche Bauten, darunter vielfach Krankenhaus- und Kirchbauten sowie zahlreiche Privathäuser. 1930 wurde Ostermann Mitglied der 1919 gegründeten Künstlergemeinschaft Schanze. 1933 gründete er sein eigenes Büro. Nach dem Zweiten Weltkrieg beteiligte sich Hans Ostermann maßgeblich am Wiederaufbau des Prinzipalmarktes in Münster. Von 1946 bis 1948 war er für die Christlich Demokratische Partei Deutschlands (CDU) Mitglied im Rat der Stadt Münster, wo er dem Bauausschuss (bis 1952) und dem Industrie- und Hafenausschuss angehörte. Hans Ostermann war auch Mitglied der Münsteraner Antonii-Erzbruderschaft. Nach seinen Plänen entstanden allein acht Giebelhäuser am Prinzipalmarkt. Zusammen mit Büropartnern (Bernt Droste, Werner Voscort, Meinhard Hallmann) und in Kooperation mit Architekten (u. a. mit Max von Hausen, Ortwin Rave) konnte er vornehmlich in Westfalen während des Wiederaufbaus und der Nachkriegszeit zahlreiche Wohnhäuser, Geschäftshäuser, Banken, Kirchen, Schulbauten, Krankenhäuser, Verwaltungsgebäude und Industriebauten realisieren. Hierzu zählen u.a. die St. Konrad-Kirche, die Elisabeth-Kirche, die Herz-Jesu-Kirche und St. Wendelin in Bocholt. Er starb am 22.06.1990 in Münster.
Verwaltungsgeschichte/biographische Angaben: Hans Ostermann wurde am 07.06.1898 in Iserloh geboren. Kurz darauf zog die Familie nach Münster. Nach Schule und Militärdienst im Ersten Weltkrieg begann Hans Ostermann 1919 sein Architekturstudium in Hannover, wechselte 1920 zur Technischen Hochschule Aachen, an der er 1923 die Diplom-Hauptprüfung ablegte. Im Anschluss ging er 1923-1924 nach Detroit. Als Mitarbeiter in einem Architekturbüro konnte er dort in den USA an repräsentativen Wohnbauten mitwirken. Zurückgekehrt ins heimatliche Münster gründete er 1924 zusammen mit Franz Wethmar und Johannes Nellissen eine Bürogemeinschaft. Später firmierten Ostermann und Wethmar ohne Nellissen. Es entstanden öffentliche Bauten, darunter vielfach Krankenhaus- und Kirchbauten sowie zahlreiche Privathäuser. 1930 wurde Ostermann Mitglied der 1919 gegründeten Künstlergemeinschaft Schanze. 1933 gründete er sein eigenes Büro. Nach dem Zweiten Weltkrieg beteiligte sich Hans Ostermann maßgeblich am Wiederaufbau des Prinzipalmarktes in Münster. Von 1946 bis 1948 war er für die Christlich Demokratische Partei Deutschlands (CDU) Mitglied im Rat der Stadt Münster, wo er dem Bauausschuss (bis 1952) und dem Industrie- und Hafenausschuss angehörte. Hans Ostermann war auch Mitglied der Münsteraner Antonii-Erzbruderschaft. Nach seinen Plänen entstanden allein acht Giebelhäuser am Prinzipalmarkt. Zusammen mit Büropartnern (Bernt Droste, Werner Voscort, Meinhard Hallmann) und in Kooperation mit Architekten (u. a. mit Max von Hausen, Ortwin Rave) konnte er vornehmlich in Westfalen während des Wiederaufbaus und der Nachkriegszeit zahlreiche Wohnhäuser, Geschäftshäuser, Banken, Kirchen, Schulbauten, Krankenhäuser, Verwaltungsgebäude und Industriebauten realisieren. Hierzu zählen u.a. die St. Konrad-Kirche, die Elisabeth-Kirche, die Herz-Jesu-Kirche und St. Wendelin in Bocholt. Er starb am 22.06.1990 in Münster.
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ