Bestand Niedernhall I (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigen
Hohenlohe-Zentralarchiv Neuenstein, GemA Nie 1
Landesarchiv Baden-Württemberg, Hohenlohe-Zentralarchiv Neuenstein (Archivtektonik) >> Kommunalarchive im Hohenlohekreis >> Stadt- und Gemeindearchive >> Stadtarchiv Niedernhall >> Stadtgemeinde
1488-2000
Inhalt und Bewertung
Niedernhall wird erstmals im Öhringer Stiftungsbrief von 1037 erwähnt. Im späten Mittelalter übten die Herren von Krautheim und von Dürn sowie die Grafen von Eberstein und von Flügelau Herrschaftsrechte in Niedernhall aus. 1317 und 1323 erwarben die Herren von Hohenlohe die Ebersteiner und Flügelauer Anteile, während der Dürner Anteil 1326 über das Kloster Schöntal an das Erzstift Mainz gelangte. Seit etwa der Mitte des 14. Jahrhunderts teilten sich Hohenlohe und Kurmainz die Ortsherrschaft in Niedernhall, ab dem 18. Jahrhundert in Form eines Kondominats. Bei der hohenlohischen "Hauptlandesteilung" von 1555 fiel der Niedernhaller Anteil an die Neuensteiner Hauptlinie, später an die Teillinie Hohenlohe-Oehringen. 1798 verkaufte Kurmainz seine Rechte an den Oehringer Fürsten , welcher 1805 vom Fürsten zu Hohenlohe-Ingelfingen beerbt wurde.
Niedernhall wurde bereits 1302 als "befestigter Ort" ("oppidum") bezeichnet, doch die förmliche Erhebung zur Stadt durch Kaiser Karl IV. erfolgte auf Betreiben von Kurmainz erst 1356. 1361/63 wurde die Stadt mit einer Ummauerung samt Türmen und Gräben befestigt. Die Grafen von Hohenlohe führten 1556 in Niedernhall die Reformation ein.
Im Zuge der Mediatisierung 1806 kam Niedernhall an das Königreich Württemberg. Die Stadt gehörte nacheinander zu den Bezirken der Oberämter Neuenstein, Schöntal und Ingelfingen, bis sie 1811 dem Oberamt Künzelsau zugeschlagen wurde. Aus diesem ging 1938 der Landkreis Künzelsau hervor, der 1973 im neu gegründeten Hohenlohekreis aufging.
Gliederung: 1. Urkunden, 2. Akten, 3. Bände, 4. Karten, 5. Sammlungen.
1. Geschichte Niedernhalls: Die bei Niedernhall zu Tage tretende Salzquelle ist der wichtigste Grund dafür, dass die Besiedlung des Stadtgebiets und seines Umlandes bis in frühgeschichtliche Zeit zurückreicht, auch wenn von keiner ungebrochenen Siedlungskontinuität auszugehen ist. Erstmals erwähnt wird "Halle inferiori" - das "niedere Hall" in Bezug auf die kocheraufwärts gelegene Salzquelle bei Schwäbisch Hall - im Öhringer Stiftungsbrief von 1037. Neben dem Stift Öhringen verfügte um 1100 das Kloster Komburg hier über Besitz. Im 13. und Anfang des 14. Jahrhunderts übten die Herren von Krautheim und als deren Erben die Herren von Dürn sowie die Grafen von Eberstein und von Flügelau Herrschaftsrechte in Niedernhall aus. 1317 und 1323 erwarben die Herren von Hohenlohe die Ebersteiner und Flügelauer Anteile, während der Dürner Anteil 1326 über das Kloster Schöntal, das auch später noch über umfangreiche grundherrschaftliche Rechte verfügte, an das Erzstift Mainz gelangte. Seit etwa der Mitte des 14. Jahrhunderts teilten sich Hohenlohe und Kurmainz die Ortsherrschaft in Niedernhall. Die Ortsherren setzten Schultheißen bzw. Amtmänner als Stellvertreter ein. 1361 wurden die Zuständigkeiten neu geregelt: 2/3 der Ortsherrschaft standen dem Erzstift Mainz zu, 1/3 den Herren von Hohenlohe. Bei der hohenlohischen "Hauptlandesteilung" von 1555 fiel Niedernhall an die Neuensteiner Hauptlinie, später an die Linie der Grafen bzw. Fürsten zu Hohenlohe-Oehringen. Einige Rechte, wie Hochgericht, Waffen- und Steuerrecht, wurden im 17. Jahrhundert gemeinsam ausgeübt. Im späten 18. Jahrhundert übten Kurmainz und Hohenlohe ihre Herrschaft zu Niedernhall insgesamt als ungeteiltes Kondominat aus. Zuständig waren zu diesem Zeitpunkt von Mainzer Seite der Amtsvogt zu Nagelsberg, von Hohenloher Seite der Stadtvogt von Forchtenberg. 1798 verkaufte Kurmainz seine Rechte an den Fürsten zu Hohenlohe-Oehringen, welcher 1805 vom Fürsten zu Hohenlohe-Ingelfingen beerbt wurde. Niedernhall wurde bereits 1302 als "befestigter Ort" ("oppidum") bezeichnet, doch die förmliche Erhebung zur Stadt durch Kaiser Karl IV. erfolgte auf Betreiben von Kurmainz erst 1356. 1361/63 wurde die Stadt mit einer Ummauerung samt Türmen und Gräben befestigt, die in weiten Teilen heute noch erhalten ist. Die Stadtgemeinde wurde in Spätmittelalter und Früher Neuzeit von zwei Bürgermeistern angeführt; das Stadtgericht bestand aus zwölf von den Ortsherren gemeinsam berufenen Schöffen. Aus dem Jahr 1462 stammt ein Stadtsiegel, das den heiligen Laurentius zeigt, welcher auch das heutige Stadtwappen ziert. Das heute noch als solches genutzte Rathaus wurde 1477 erbaut. Die Laurentiuskirche, die im Kern wohl aus dem frühen 13. Jahrhundert stammt, war noch 1307 Filiale der Pfarrei Belsenberg, erhielt aber bald danach eigene Pfarrrechte. Das Patronat wurde vom Stift Öhringen ausgeübt und ging später an die Stiftsvögte, die Herren von Hohenlohe, über. Die (seit 1450) Grafen von Hohenlohe führten 1556 die Reformation ein, wobei sie sich über die Interessen von Kurmainz hinweg setzten. Ein Schulmeister findet bereits 1466 erstmals Erwähnung. Im Zuge der Mediatisierung der hohenlohischen Fürstentümer 1806 kam Niedernhall an das neue Königreich Württemberg. Die Stadt gehörte nacheinander zu den Bezirken der Oberämter Neuenstein, Schöntal und Ingelfingen, bis sie 1811 dem Oberamt Künzelsau zugeschlagen wurde. Aus diesem ging 1938 der Landkreis Künzelsau hervor, der 1973 im neu gegründeten Hohenlohekreis aufging. Niedernhall war die einzige Kommune im Landkreis, die bei der Gemeindereform der 1970er Jahre weder selbst eingemeindet wurde noch sich mit anderen zusammenschloss. Seit 1975 bildet Niedernhall zusammen mit Forchtenberg und Weißbach den Gemeindeverwaltungsverband Mittleres Kochertal und fungiert als dessen Sitz.
2. Archivbestand: Die erstmalige Ordnung und Erschließung des Stadtarchivs Niedernhall wurde von Stadtarchivar Jürgen Rauser von Anfang 1965 bis Ende 1966 durchgeführt. Bis dahin lagerten die Unterlagen zum Teil auf dem Dachboden des Rathauses, zum Teil als Depot im Hohenlohe-Zentralarchiv Neuenstein. Der neu gebildete Archivbestand umfasste die älteren Verwaltungsunterlagen bis 1945 und wurde in einem ausgebauten Raum auf dem Dachboden des Rathauses untergebracht. Die jüngeren Registraturbestände nach 1945 wurden vom älteren Bestand getrennt. Die Gesamtlaufzeit des Archivbestands umfasste damals den Zeitraum von 1488 bis 1945. Seit langer Zeit verschollene Urkunden konnten wieder aufgefunden und durch Neufunde ergänzt werden; mit insgesamt 36 Urkunden verfügt das Stadtarchiv über einen recht beträchtlichen Urkundenbestand. Als Findmittel zum Archivbestand legte Rauser eine überblicksartige Liste an. Den Umfang des Archivguts gab er mit 115 m an. Bis Ende 1978 ergänzte Rauser den Archivbestand weiter um Nachträge und die sog. "Archiv-Sammlungen". 1983/84 wurde das Stadtarchiv Niedernhall in einen Kellerraum des neuen Anbaus am Rathaus umgelagert. Im Bestand nicht enthalten waren zunächst die meisten Güterbücher, die Kaufbücher und Unterpfandsbücher sowie einige weitere Bände zum älteren Grundbuchwesen, die vermutlich noch einige Zeit im Notariat verwahrt worden waren. Später wurden diese Bände wegen ihrer Repräsentativität über viele Jahre in Vitrinen im Rathausfoyer ausgestellt. Kreisarchivar Thomas Kreutzer verzeichnete die Bände im März 2016 und sorgte dafür, dass sie im Archivraum zum übrigen Bestand gestellt wurden. Das alte Findmittel von Rauser wurde in dieser Zeit von der Kreisarchivmitarbeiterin Agnes Lee in das Archivsystem ScopeArchiv übertragen. Ein außergewöhnliches Starkregenereignis am 29. Mai 2016 führte zum massiven Anschwellen des durch Niedernhall fließenden Forellenbachs und zur Überflutung der gesamten Innenstadt. Dabei liefen auch die Kellerräume des Rathauses, inklusive des Archivraums, bis zur Decke mit Wasser und Schlamm voll. Das gesamte Stadtarchiv und die im Keller untergebrachte Registratur wurden stark in Mitleidenschaft gezogen; Regale stürzten ein und sämtliche Unterlagen wurden durchnässt und mit Schlamm verunreinigt. Um möglichst viel Material vor der endgültigen Zerstörung zu retten, wurde in den nächsten Tagen die Restaurierungsfirma Schempp aus Kornwestheim beauftragt, die Unterlagen zu bergen und in entsprechenden Einrichtungen gefrierzutrocknen. Nach einiger Zeit wurde das Niedernhaller Archivgut aufgetaut, gereinigt und anschließend - in vier Teillieferungen von Juni 2019 bis Juni 2020 - an die Stadt Niedernhall zurückgegeben. Die in 329 Kartons angelieferten Unterlagen wurden von August 2019 bis 2020 im Auftrag der Stadtverwaltung vom Archivdienstleister Andreas Volk gesichtet, mit den bestehenden Findmitteln abgeglichen sowie in weiten Teilen neu geordnet und verzeichnet. Dabei kam heraus, dass beim Archivgut überraschenderweise kaum Totalverluste eingetreten sind; etwa 99 % des überschwemmten Materials (ohne Sammlungen!) konnte gerettet werden, soweit man das beurteilen kann. Man muss dabei allerdings in Rechnung stellen, dass einige Unklarheit darüber besteht, ob nicht vielleicht doch Archivalien abhandengekommen sind, die zuvor nicht richtig oder gar nicht erfasst worden waren. Schäden am Archivgut sind, unabhängig davon, in vielerlei Hinsicht feststellbar; unter anderem haben ausgerechnet die Urkunden Textverlust erlitten und viele Akten und Bände (von diesen etwa 1/3) sind mehr oder weniger stark beschädigt. Davon abgesehen kamen zahlreiche Unterlagen zum Vorschein, die zuvor in keinem Findmittel verzeichnet worden waren und von Volk neu erfasst werden mussten. Dafür sind mehrere Gründe anzuführen: Zum einen lagen im Archivraum offenbar viele jüngere Unterlagen, die nach 1978 bzw. 1984 im Laufe der Zeit dort abgelegt, aber nicht verzeichnet worden waren. Zum anderen hatte Rauser den Altbestand nur sehr grob erfasst, sodass viele Unterlagen im Findbuch keine oder nur ungenügende Erwähnung fanden. Weiterhin befand sich im Archivraum der frühere, noch unverzeichnete Bestand "Niedernhall II", nämlich die Rechnungsüberlieferung, die nun von Volk in den Bestand "Niedernhall I" integriert wurde (siehe dazu auch unten). Im Bereich des Sammlungsguts sind wesentlich mehr Verluste und Schäden zu beklagen. V.a. wurden so gut wie alle Fotos der "Bildsammlung" und der "Werksammlung" beschädigt bzw. unkenntlich gemacht, einige sind ganz verloren gegangen. Die "Werksammlung" hat auch ansonsten stärker gelitten als die "Facharbeitensammlung", die keine Verluste und nur wenige Schäden erlitten hat. In der "Archivbibliothek" ist es zu vielen Schäden an Einbänden gekommen, aber ebenfalls zu keinen Totalverlusten. Volks Korrekturen und Ergänzungen des Rauser'schen Findmittels wurden anschließend in ScopeArchiv übertragen, wo sie mit dem bereits bestehenden Datenbestand zusammengeführt wurden. Kreisarchivar Kreutzer nahm schließlich im Frühjahr 2021 eine komplette Neuordnung des Niedernhaller Findbuchs in ScopeArchiv vor. Der Bestand Niedernhall I (Nie 1) hat nun einen Gesamtumfang von 148 lfd. m. Der Urkunden- und Aktenbestand enthält - im Prinzip - 36 Urkunden, 2137 Akten, 474 Bände und 5 Karten. Jedoch sind durch das Hochwasser, möglicherweise aber auch schon durch vorherige Entnahmen, einige Unterlagen abhandengekommen sind. Im Einzelnen fehlen: A 39, B 125, B 159, B 159/1, B 168, B 172, B 242, B 249, B 250, B 308, B 422, K 2 und K 3. Zwei Archivalien (A 76, A 77) wurden 2021 zuständigkeitshalber an das Grundbuchzentralarchiv Kornwestheim abgegeben. Im Zuge der Neuordnung wurde zudem das bislang getrennt verwahrte Sammlungsgut in den Bestand integriert. Die von Rauser gebildeten Teilbereiche Facharbeitensammlung (FS), Werksammlung (WS), Bildsammlung (BS) und Archivbibliothek beinhalten - auf dem Papier - zusammen 311 Einheiten, wobei 14 Einheiten teilweise oder vollständig verloren gegangen sind. Die Laufzeit umfasst den Zeitraum von 1488 bis 2000. Allerdings liegt der Schwerpunkt der Überlieferung dieses Bestands auf der Zeit bis 1945, in einigen Bereichen mit Ausläufern bis in die 1950/60er Jahre. Nur in Einzelfällen reichen Unterlagen bis in die 1970/80er Jahre; besondere Ausnahmen stellen die Feuerwehrakten dar, die in zwei Fällen sogar bis 1999 bzw. 2000 reichen. Die zeitlichen "Ausreißer" hängen damit zusammen, dass bei der ergänzenden Ordnung und Erschließung der nach dem Hochwasser geborgenen Unterlagen auch jüngere Dokumente mit erfasst wurden, die zwar nicht zum alten Bestand gehört hatten, aber bereits im Archiv gelagert wurden. Auf eine Zurückstellung der jüngeren Unterlagen für spätere Erschließungsarbeiten wurde aus organisatorischen Gründen verzichtet. Bereits 1996 war vom damaligen Kreisarchivar Rainer Gross der Bestand "Niedernhall III" gebildet worden, dessen Laufzeit von 1930 bis 1966 reicht. Die Bezeichnung "Niedernhall II" war für den Rechnungsbestand reserviert worden, doch wurden die Rechnungen im Zuge der Ordnungsarbeiten 2019-21 komplett in den Alt-Bestand Niedernhall I integriert. Aus diesem Grund läuft der frühere Bestand "Niedernhall III" künftig unter der Bezeichnung "Niedernhall II".
3. Quellen und Literatur: Weitere Archivquellen zur Geschichte von Niedernhall finden sich vornehmlich im Hohenlohe-Zentralarchiv Neuenstein und im Staatsarchiv Ludwigsburg. Gedruckte Quellen und ausgewählte Literatur: - Der Hohenlohekreis, hrsg. v. Landesarchiv Baden-Württemberg in Verb. m. d. Hohenlohekreis (Baden-Württemberg - Das Land in seinen Kreisen), Bd. 2, Ostfildern 2006, S. 168-187. - Hermann J. Rauser, Niedernhaller stadteigene Urkunden 1488-1828 (Hohenloher Historische Hefte 9), [Kocherstetten] 1966. - Hermann J. Rauser, Das Niedernhaller Stadtrecht während der Hohenloheschen Herrschaft 1356-1806 (Hohenloher Historische Hefte 15), [Kocherstetten] 1967. - Hermann J. Rauser, Niedernhaller Heimatbuch (Heimatbücherei Hohenlohekreis 7), Niedernhall 1981. - Württembergische Archivinventare, hrsg. v. d. Württembergischen Kommission für Landesgeschichte, Heft 3, Stuttgart 1912, S. 50-52. im Juni 2021 Dr. Thomas Kreutzer Kreisarchiv Hohenlohekreis
36 U, 2137 Bü, 474 Bde., 5 K, 311 St. Sammlungsgut (148 lfd. m)
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:39 MEZ