Spender dringend gesucht - Vertrauenskrise nach dem Organspende-Skandal
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 4/023 R120092/204
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 4/023 Fernsehsendungen von SWR Fernsehen aus dem Jahre 2012
Fernsehsendungen von SWR Fernsehen aus dem Jahre 2012 >> Unterlagen
2. August 2012
In Deutschland warten 12.000 Menschen auf ein Spenderorgan, aber immer weniger sind auch bereit, selbst ein Organ zu geben. Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Spender erneut gesunken, auf genau 1.200. Das waren noch einmal gut sieben Prozent weniger als 2010. Etwa 1.000 Menschen auf der Warteliste sterben jedes Jahr. Zahlen, die für dramatische Schicksale stehen. Es geht um Hoffnung, Angst und Enttäuschung. Es geht um Leben und Tod.
Spenderorgane sind in Deutschland Mangelware. Internationaler Organhandel ist daher zu einem Markt geworden, auf dem sich viel Geld verdienen lässt. Ab 60.000 Euro gibt es auf dem Schwarzmarkt Nieren zu kaufen. Der Spender in Indien bekommt nur einen Bruchteil dieser Summe, trotzdem lassen sich viele arme Menschen dort gegen Bezahlung eine Niere oder Teile ihrer Leber entnehmen. Nach Zahlen der Vereinten Nationen werden jedes Jahr mindestens 10.000 Nieren illegal verpflanzt. Wie könnte man kriminellen Organhändlern das Geschäft erschweren? Zum Beispiel, indem man den Organhandel in Deutschland freier gestaltet, sagt etwa Professor Friedrich Breyer, Gesundheitsökonom an der Universität Konstanz. Der Gesetzgeber solle einen streng überwachten Organmarkt zulassen.
Zu Gast im Studio: Gudrun Ziegler vom Forum Organtransplantation Berlin e.V.; sie bekam 2003 eine Spenderleber. Gudrun Ziegler über ihre eigenen Erfahrungen mit dem Warten auf eine Spenderleber, die Transplantation, ihre Arbeit für das Forum Organtransplantation, mögliche neue Kontrollregeln, den internationalen Organhandel und Organschwarzmarkt, das neue Organspendegesetz und die Notwendigkeit einer Informationskampagne in Deutschland.
Spenderorgane sind in Deutschland Mangelware. Internationaler Organhandel ist daher zu einem Markt geworden, auf dem sich viel Geld verdienen lässt. Ab 60.000 Euro gibt es auf dem Schwarzmarkt Nieren zu kaufen. Der Spender in Indien bekommt nur einen Bruchteil dieser Summe, trotzdem lassen sich viele arme Menschen dort gegen Bezahlung eine Niere oder Teile ihrer Leber entnehmen. Nach Zahlen der Vereinten Nationen werden jedes Jahr mindestens 10.000 Nieren illegal verpflanzt. Wie könnte man kriminellen Organhändlern das Geschäft erschweren? Zum Beispiel, indem man den Organhandel in Deutschland freier gestaltet, sagt etwa Professor Friedrich Breyer, Gesundheitsökonom an der Universität Konstanz. Der Gesetzgeber solle einen streng überwachten Organmarkt zulassen.
Zu Gast im Studio: Gudrun Ziegler vom Forum Organtransplantation Berlin e.V.; sie bekam 2003 eine Spenderleber. Gudrun Ziegler über ihre eigenen Erfahrungen mit dem Warten auf eine Spenderleber, die Transplantation, ihre Arbeit für das Forum Organtransplantation, mögliche neue Kontrollregeln, den internationalen Organhandel und Organschwarzmarkt, das neue Organspendegesetz und die Notwendigkeit einer Informationskampagne in Deutschland.
0'16
Audio-Visuelle Medien
Ziegler, Gudrun
Mensch: Organ: Organspende
Skandal
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:25 MEZ
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