Tübingen W (Bestand)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 409 L
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Altwürttembergisches Archiv >> Topographische Auslesebestände und Bezirksbehörden >> Oberämter, Kellereien und Geistliche Verwaltungen >> Heimsheim - Winnenden
1512-1806 -(1827)
Inhalt und Bewertung
Darin: Akten der Kommission für die Besetzung des Ritterkantons Neckar-Schwarzwald, 1805/1806
1. Vorbemerkung von 1963: Das altwürttembergische Oberamt Tübingen bestand ursprünglich aus den im 14. Jahrhundert erworbenen Ortschaften der Pfalzgrafen von Tübingen und dem Ort Gönningen, zu denen im 15. und 16. Jahrhundert weitere Erwerbungen hinzukamen. Im 18. Jahrhundert gehörten folgende Orte zum Oberamtsbezirk: Altenburg, Altenriet, Bodelshausen, Breitenholz, Degerschlacht, Derendingen, Dörnach, Dußlingen, Entringen (mit Schloß und Gut Hohenentringen), Gönningen, Häslach, Jettenburg, Kirchentellinsfurt, Kusterdingen, Mähringen, Mössingen, Nehren, Oferdingen, Öschingen, Pfäffingen, Teile von Oberndorf und Poltringen, Rommels- bach, Rübgarten, Schlaitdorf , Sickenhausen, Talheim, Walddorf und Weilheim. Die nachstehend verzeichneten Akten entstammen der Kellerei- und der Amtsregistratur. Sie gelangten mit Ablieferungen des Oberamts Tübingen und anderer Nachfolgebehörden des altwürttembergischen Amts und der Kellerei zu verschiedenen Zeiten in das Staatsarchiv. Von Regierungsrat Dr. K.O. Müller wurde um 1930 mit der Verzeichnung der damals rd. 60 Büschel begonnen. Da dieses Repertorium in Verlust geraten ist und weitere Akten hinzugekommen sind, erwies sich eine Neubearbeitung des Bestands als unumgänglich. Im Frühjahr 1963 wurde der gesamte Bestand von der Staatsarchivinspektor-Anwärterin S. Grube unter Leitung des Unterzeichneten neu verzeichnet. Die Akten der Kommission für die Besetzung des Ritterkantons Neckar-Schwarzwald, die dem Oberamt mit Schreiben vom 22.12.1805 übergeben worden waren (vgl. Bü 277), wurden dem Bestand als Anhang beigefügt. Der vorliegende Bestand umfaßt nunmehr 281 Büschel in 2,3 lfd. m. Er zeichnet sich besonders durch die große Anzahl von Ruggerichtsprotokollen mehrerer Amtsorte aus der Zeit von 1761 bis 1805 aus (Bü 64-183). Archivalien gleicher Provenienz finden sich im Staatsarchiv Ludwigsburg im Bestand A 302 (Rechnungen der Kellerei und des Oberamts Tübingen)(1), im Hauptstaatsarchiv Stuttgart in Bestand A 409 (altwürttembergisches Oberamt Tübingen) und im Selekt der Lagerbücher (2), sowie im Archiv der Stadt Tübingen (vgl. "Württembergische Archivinventare", Heft 11, Stuttgart, Kohlhammer 1914). Ludwigsburg, Juli 1963 Dr. Facius Anmerkungen (1) Jetzt im Hauptstaatsarchiv Stuttgart (2) H 101/56 Weltliche Lagerbücher: Oberamt Tübingen
2. Vorbemerkung von 2003: Im Rahmen der Retrokonversion und im Zuge der Rückstandsbearbeitung wurden im Herbst 2003 noch diejenigen Akten aufgenommen (zwei Büschel = Bü 184a und 227a), die 1969 beim Beständeausgleich zwischen dem Hauptstaatsarchiv Stuttgart und dem Staatsarchiv Ludwigsburg unverzeichnet ins Hauptstaatsarchiv gekommen waren (Az.: H.I.11a). Dabei wurde bei der Gliederung die Rubrik "XI. Leibeigene" gestrichen, da das dort enthaltene Büschel 276a dem neu gebildeten Bestand A 409 Si Tübingen W zugewiesen wurde (Si für Sigmaringen). Außerdem wurden die Büschel 6a, 185b, 188a, 192a, 194a, 197a, 211a, 213a, 223a, 238a, 245b, 259a und 276a, die 1981 bzw. 1998 dem Hauptstaatsarchiv vom Staatsarchiv Sigmaringen aus Provenienzgründen abgegeben worden waren, dem Bestand A 409 Si zugeordnet und neu durchnumeriert (Bü 1-13). Vgl. das neue Repertorium A 409 Si. Die Neuaufnahme von A 409 L erfolgte im September 2003 mit Hilfe des Computerprogramms Midosa 95 durch Frau Gisela Filipitsch. Die online-Findbücher A 409 L und A 409 Si wurden von Diplomarchivar Johannes Renz ins Netz gestellt. Der vorliegende Bestand besteht nun aus 287 Faszikeln (Bü 1-281 und 184a, 185a, 195a, 227a, 245a sowie 260a) im Umfang von 2,8 lfd. m. Das seitherige Findbuch von S. Grube wurde in den Bestand A 605 Ältere Repertorien eingeordnet. Stuttgart, im Oktober 2003 Christine Bührlen-Grabinger
Abkürzungsverzeichnis:
Abschr. Abschrift
Ausf. Ausfertigung
Az. Aktenzeichen
Bd. Band
Bem. Bemerkung
besch. beschädigt
Bestellsign. Bestellsignatur
betr. betreffend
Bl. Blatt
Bü Büschel
bzw. beziehungsweise
Ex. Exemplare
f., ff. folgend(e)
gedr. gedruckt
geh. geheftet
Jh. Jahrhundert
L Ludwigsburg
lfd.m laufende Meter
o.D. ohne Datum
Ordnungsnr. Ordnungsnummer
Pap. Papier
Perg. Pergament
rd. rund
S. Seite
Schr. Schriftstück(e)
Si Sigmaringen
u.a. und andere, unter anderem
Ufasz. Unterfaszikel
vgl. vergleiche
z.T. zum Teil
287 Büschel (Bü 1-281 und 184a, 185a, 195a, 227a, 245a, 260a)
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:39 MEZ