Am Stadtgericht in Warendorf schwebt ein Prozess des Jakob Stöve, + 22.9. 1599 in Warendorf ( geb. 1535) ./. 1. Hans Pumpe in Hamburg, Sohn des + Sander Pumpe in Warendorf, vertreten durch seinen Bruder, den Kemner Henrich Pumpe in Warendorf, 2. den Oldermann Johan Kleinewegge in Warendorf. Kläger ist der einzige Sohn und Erbe der Eheleute Eberhard Stöve (+ 1537) und der Margarete Swolle (+ 1549) in Warendorf. Er verlangt vom Beklagten zu 1. Herausgabe eines Kamps an dem Emsthor daselbst, der zwischen Kämpen des Berndt Harsebrock, Henrich Brausche und Johan Biderwandt liegt. Die Lage wird noch genauer angegeben. Er behauptet, der Kamp sei zwar Eigentum der Vikarie trium regum et Bartholomei in St. Mauritz bei M., ihm aber in Erbpacht gegeben, sein früherer Vormund Sweder Pumpe hätte ihn rechtswidrig für sich behalten. Der Kläger verlangt ebenfalls vom Beklagten zu 2. die Herausgabe eines Stückes Land. Dieser wendet ein: sein Vater habe das Land zugleich mit dem Hause „Swane“ am Markt in Warendorf von den Vormündern des Klägers gekauft.
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Am Stadtgericht in Warendorf schwebt ein Prozess des Jakob Stöve, + 22.9. 1599 in Warendorf ( geb. 1535) ./. 1. Hans Pumpe in Hamburg, Sohn des + Sander Pumpe in Warendorf, vertreten durch seinen Bruder, den Kemner Henrich Pumpe in Warendorf, 2. den Oldermann Johan Kleinewegge in Warendorf. Kläger ist der einzige Sohn und Erbe der Eheleute Eberhard Stöve (+ 1537) und der Margarete Swolle (+ 1549) in Warendorf. Er verlangt vom Beklagten zu 1. Herausgabe eines Kamps an dem Emsthor daselbst, der zwischen Kämpen des Berndt Harsebrock, Henrich Brausche und Johan Biderwandt liegt. Die Lage wird noch genauer angegeben. Er behauptet, der Kamp sei zwar Eigentum der Vikarie trium regum et Bartholomei in St. Mauritz bei M., ihm aber in Erbpacht gegeben, sein früherer Vormund Sweder Pumpe hätte ihn rechtswidrig für sich behalten. Der Kläger verlangt ebenfalls vom Beklagten zu 2. die Herausgabe eines Stückes Land. Dieser wendet ein: sein Vater habe das Land zugleich mit dem Hause „Swane“ am Markt in Warendorf von den Vormündern des Klägers gekauft.
B-C Civ, 643
B-C Civ Causae Civiles (Zivilprozessakten)
Causae Civiles (Zivilprozessakten) >> 1501-1600
(1532, 1549, 1553) 1574-1575
Darin: Anlage 1 (Abschrift): 5.8. 1532 (Montag nach vincula Petri). Heiratsvertrag zwischen Evert Stöve, Sohn des Jakob Stöve in M., und Greteken Swollinck, Tochter des Johan Swolle in Warendorf. Letztere erhält von ihrem Vater das Haus am Markt in Warendorf zwischen der Scharne auf der Nordseite, auf der Westseite eines kleinen Hauses 'up dem orde dar man geidt na de Münsterstrate', und das mit der Stallung schießt auf die Besetzung des Kordt Schiltmecker. Sie erhält ferner alle seine Kämpe an der Ems vorm Emstor neben Land des Richters Johan Wale gen. Schiltmecker. Der Vater hat mit seinen anderen Kindern Frau Johan Vasman in Hamm, Frerik, Gertrud und Anna geschichtet. Der Bräutigam erhält von seinem Vater 200 Goldgulden; mit der Hälfte soll eine Schuld an die Erben des Steffen Schrage und des Evert Glandorp bezahlt werden. Zeugen: Johan Stöve, Bruder des Bräutigams; Johan Koerdinck und dessen Sohn Ernst; Kemner Johan Sterneberg und Herman Hoier. Urkundsperson: Stadtsekretär Bernhard Pelmeker in Warendorf. Anlage 2 (Abschrift): 17.3. 1553 (Freitag nach Laetari). Vor dem Offizialgericht in M. verkaufen die Vormünder des Klägers Lukas von Endhoven, Bürgermeister in Osnabrück, die Gebrüder Jakob und Johan Stöve aus Münster, als Vormünder von Vaters- und der Schwertseite, Johan Vaesmar in Hamm und Schweder Pumpe junior in Warendorf als Vormünder von Mutters- und der Spillseite, dem Johan Kleinewegge und seiner Frau Gertrud das Haus am Markt in Warendorf zwischen der Scharne und dem Hause des Friedrich Swolle, des Bruders der Margarete Swolle. Aus dem Hause sind Renten zu zahlen an die Witwe Herman Bisping und an Dirich Grüter. Die Verkäufer verpfänden 3 Kämpe und 1 Wiese des Klägers vor dem Emstor in Warendorf beim Land des Goke thor Mollen und des Christian Pagenstecker. Zeugen: Berndt Rupe und Sander Schroder, Diener des Hofs zu Münster (des Hofgerichts). Anlage 3 (Abschrift): 12.6. 1549 ( Gudenstag neigst na Pinxten). Lukas van Endhaven, Jakob und Johan Stöve, Johan Vaersmer und Sweder Pumpe, als Vormünder des Klägers, haben den Eheleuten Johan und Gertrud Kleinewegge das Haus des Klägers verkauft und treffen Vereinbarung über Zahlung des Kaufpreises. Vertrag wird geschlossen in der Jakobskirche in M. Zeugen: Kemner Johan Langerman und Frerich Schwolle aus Warendorf. Notar Gerhard Lennepp.
Enthält: Auf Antrag des Klägers, dem der Rat in Warendorf 'Kompassbriefe' ausgestellt hat, wurde im Beweissicherungsverfahren (ad perpetuam rei memoriam) durch die Deputierten des Rats in M., nämlich den Syndikus Lic. Meinhard Diethardt und die Richtherren Johan Volbert und Johan Osnabrügge in den Jahren 1574 und 1575 als Zeugen vernommen: a. Ratsherr und Weinherr Johan Langerman, 65 J. alt, Weinhändler. Die Frau des Zeugen und der Vater des Klägers waren Halbgeschwister; b. Jakob Stöve, 67 Jahre alt, Bruder des Vaters des Klägers und früher Vormund des Klägers. Erwähnt werden Richter Johan Schiltmacher 1553; Henrich Kordinck; Stadtsekretär Henrich Pelckman; Jürgen tor Möllen; Jaspar Huge, alle in Warendorf; Hof Gerichtsbote Philipp Hemmeken in M.; Johan Rokelose, 1549 Vikar an St. Mauritz.
Enthält: Auf Antrag des Klägers, dem der Rat in Warendorf 'Kompassbriefe' ausgestellt hat, wurde im Beweissicherungsverfahren (ad perpetuam rei memoriam) durch die Deputierten des Rats in M., nämlich den Syndikus Lic. Meinhard Diethardt und die Richtherren Johan Volbert und Johan Osnabrügge in den Jahren 1574 und 1575 als Zeugen vernommen: a. Ratsherr und Weinherr Johan Langerman, 65 J. alt, Weinhändler. Die Frau des Zeugen und der Vater des Klägers waren Halbgeschwister; b. Jakob Stöve, 67 Jahre alt, Bruder des Vaters des Klägers und früher Vormund des Klägers. Erwähnt werden Richter Johan Schiltmacher 1553; Henrich Kordinck; Stadtsekretär Henrich Pelckman; Jürgen tor Möllen; Jaspar Huge, alle in Warendorf; Hof Gerichtsbote Philipp Hemmeken in M.; Johan Rokelose, 1549 Vikar an St. Mauritz.
Archivale
Information on confiscated assets
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BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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09.01.2026, 12:23 PM CET