Klage der Frau Gerd Stoltenkamp, geb. Maria Lugge ./. Fleischhauer Gerhard Modersohn. Der Beklagte hatte Forderungen (siehe Anlagen) an die Kirchspiele Altahlen und Walstedde. Er ließ durch Soldaten Zwangsvollstreckung bei den Eingesessenen vornehmen; hieran beteiligte sich der Mann der Klägerin. Da die Zwangsvollstreckung unzulässig war, weil sie nicht durch die dafür bestellten Organe ausgeführt wurde, ließ der Richter in Ahlen den Mann der Klägerin festnehmen. Die Klägerin verlangt nun vom Beklagten Ersatz allen Schadens, der hierdurch entsteht; sie behauptet, ihr Mann habe im Auftrage des Beklagten gehandelt, dieser habe sich auch verpflichtet, für allen Schaden aufzukommen.
Vollständigen Titel anzeigen
Klage der Frau Gerd Stoltenkamp, geb. Maria Lugge ./. Fleischhauer Gerhard Modersohn. Der Beklagte hatte Forderungen (siehe Anlagen) an die Kirchspiele Altahlen und Walstedde. Er ließ durch Soldaten Zwangsvollstreckung bei den Eingesessenen vornehmen; hieran beteiligte sich der Mann der Klägerin. Da die Zwangsvollstreckung unzulässig war, weil sie nicht durch die dafür bestellten Organe ausgeführt wurde, ließ der Richter in Ahlen den Mann der Klägerin festnehmen. Die Klägerin verlangt nun vom Beklagten Ersatz allen Schadens, der hierdurch entsteht; sie behauptet, ihr Mann habe im Auftrage des Beklagten gehandelt, dieser habe sich auch verpflichtet, für allen Schaden aufzukommen.
B-C Civ, 1558
B-C Civ Causae Civiles (Zivilprozessakten)
Causae Civiles (Zivilprozessakten) >> 1601-1700
(1637) 1637 - 1638
Darin: Anlage 3 (Abschrift) 17.5.1637. Baurrichter Johan Brüggeman, Philipp Surman, Johan Funcke, Cordt Borbein, Johan Perseman (?), Herman Pothast, Henrich Herinckloh und Schulte Rotering aus Bauerschaft Bohrbein, altes Kirchspiel Ahlen, Schulte Brockhausen aus der Bauerschaft Brockhausen, Herman Oesthaus, Henrich Pott und Henrich Wilmes aus der Ester und Oestricher [Oesterwicker!] Bauerschaft nehmen vom Kaufhändler Gerd Modersohn 100 Rth. auf; sie wollen damit eine Assignation bezahlen, die der Leutnant Gerdt Reinhardt von Gerhard Hesseling, Rezeptor in Warendorf, erhalten hat. Als Erbherren geben ihre Zustimmung Domkelner Dietrich von Plettenberg, Godfrid von der Recke, Johan Vagedes, decanus S. Martini, u. Rembert v. Mallinkrott. Geschehen in Ahlen. Zeugen: Johan Leiffelt, Rutger Sicher u. Henrich Lickebusch. Notar: Walter Langen. Anlage 4 (Original): 18.11. 1637. Edikt der fürstl. Regierung betr. die eigenmächtige Zwangsvollstreckung. Erwähnt werden Berendt Ackerman; Hauptmann Kaspar Sprenger; die Soldaten Henrich Entrup und Gerhard Blömer; Johan to Fechtrup; Johan Torbiet; Bernard Westhove; Gerhard Freirott; Johan Brennertz; Henrich Bonekampf; Johan Nirman; Klaes Ferking; Herman Mey; Johan Uphaus; Johan Froning auf der Ludgeristraße; Henrich Schreiber; die Notare Bernard Rodorff und Johan Bockhorst; ferner aus Ahlen: Richter Johan Langen; Gerichtsschreiber Christian von Staden; Stadtsekretär Zacharias Hillebrandt.
Enthält: Anlage 1 (Abschrift): 7.9. 1637. Henrich Heringklo, Johan Funcke, Schulte Wennemar Rotering und Herman Pothast in alten Ksp. Ahlen, Bauerschaft Borbein, nehmen von Gerd Modersohn 100 Rth. auf, damit die Bauerschaft eine „Assignation“ an den Rittmeister Johan Kniphausen in Burgsteinfurt bezahlen kann. Zeugen: Notar Johan Menslage und M. Herman Rensinck. Notar: Laurenz Hundebeck. Anlage 2 (Abschrift): 27.11. 1637. Pastor Franziskus Idelius(?) Walrave, Provisor Henrich Schlüter u. Baurrichter Johan Northoff, ferner Johan Punnicks (?), Jost Behrendts, Johan Brunsterman, Berendt Mey, Jost Hesselman, Jost Jeggerman, Evert Kleykampf und Johan Buschman, alle im Ksp. Walstedde, nehmen von dem Gildemeister Gerhard Modersohn ein Darlehen von 100 Rth. auf, um Schulden des Kirchspiels (Kontributionen) zu bezahlen. Bürgschaft übernehmen Andreas Deipenbrock, Wagemeister, und Hermann Deipenbrock am Bült. Zeugen: Johan Herding und Henrich Lindeman. Notar: Theodor Brockerman.
Enthält: Anlage 1 (Abschrift): 7.9. 1637. Henrich Heringklo, Johan Funcke, Schulte Wennemar Rotering und Herman Pothast in alten Ksp. Ahlen, Bauerschaft Borbein, nehmen von Gerd Modersohn 100 Rth. auf, damit die Bauerschaft eine „Assignation“ an den Rittmeister Johan Kniphausen in Burgsteinfurt bezahlen kann. Zeugen: Notar Johan Menslage und M. Herman Rensinck. Notar: Laurenz Hundebeck. Anlage 2 (Abschrift): 27.11. 1637. Pastor Franziskus Idelius(?) Walrave, Provisor Henrich Schlüter u. Baurrichter Johan Northoff, ferner Johan Punnicks (?), Jost Behrendts, Johan Brunsterman, Berendt Mey, Jost Hesselman, Jost Jeggerman, Evert Kleykampf und Johan Buschman, alle im Ksp. Walstedde, nehmen von dem Gildemeister Gerhard Modersohn ein Darlehen von 100 Rth. auf, um Schulden des Kirchspiels (Kontributionen) zu bezahlen. Bürgschaft übernehmen Andreas Deipenbrock, Wagemeister, und Hermann Deipenbrock am Bült. Zeugen: Johan Herding und Henrich Lindeman. Notar: Theodor Brockerman.
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.12.2026, 11:26 MEZ