Kuhlstraße
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Gliederung
III-Bau Bauakten
Bauakten
Die Kuhlstraße trägt ihren Namen seit dem 29. November 1904 (Ratsprot. 1894-1904, S. 640). Die Stadtverordneten-Versammlung hatte wegen der Verdienste Prof. Dr. Kuhls um die Geschichte der Stadt noch zu dessen Lebzeiten die Benennung bewirkt. Die Bebauung der Straße begann im Jahr 1925. Bis dahin vielfach noch die Bezeichnung “verlängerte Schirmerstraße” in den Bauakten. Die Hausnummern steigen von der Ellbachstr. bis zur Schirmerstr. an, auf der nördlichen bzw. westlichen Seite die ungeraden Nummern. Dinstühler: seit 29.11.1904 bis > 2000 Kernstadt zuvor: Neuanlage bzw. Schwarzer Weg Dr. Joseph Kuhl (1830 – 1906), Direktor des Jülicher Progymnasiums 1863-1896, Verfasser der ersten quellengeschützten Jülicher Stadtgeschichte (in vier Bänden 1890 bis 1897 erschienen). Kuhl wurde 1897 das Ehrenbürgerrecht verliehen und er war der erste, nach dem noch zu Lebzeiten eine Straße in Jülich benannt wurde. Die Benennung erfolgte „in Anerkennung der Verdienste des früheren Progymnasialdirektors Professor Dr. Kuhl um die Geschichte der Stadt“.* - Mit der völligen Umgestaltung er Schlachthausanlage im Jahr 1907 „war eine wesentliche Vergrößerung des Schlachthofgeländes verbunden, welche durch die Zuschüttung der Künette erreicht wurde, mit der gleichzeitig die Durchführung der Kuhlstraße verbunden war.“** 1912 kam es schließlich zur Verlegung des unteren, westlichen Teiles der Kuhlstraße, wiederum „um das Schlachthausgrundstück zu vergrößern und auch für die Zukunft ausreichend groß zu gestalten.“*** 1926 ist die Straße „in ihrer jetzigen Lage ausgebaut, mit einer schweren Kiesdecke versehen und eingewalzt“ worden.° 1925/26 entstanden den Bauakten zufolge hier auch die ersten Wohnhäuser. * Stadtrat v. 29.11.1904; ** Chronik Kintzen, S. 618; *** Verwaltungsbericht 1912, S. 12; ° Chronik Kintzen, S. 275.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 12:17 MEZ