E Rep. 200-61 Nachlass Hermann Bermann (Bestand)
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E Rep. 200-61
Landesarchiv Berlin (Archivtektonik) >> E Nachlässe und personengeschichtliche Sammlungen >> E 1 Nachlässe und Personenfonds
Vorwort: 1. Biographie
Hermann Bermann wurde am 24. Januar 1900 in Berlin geboren. Nach dem Abitur am Königlichen Luisengymnasium 1918 studierte er in Rostock, Berlin und Würzburg Medizin. 1925 erhielt er die ärztliche Approbation und arbeitete anschließend als Volontär am Robert-Koch-Institut, am Rudolf-Virchow-Krankenhaus, am Hygienischen Institut in Gelsenkirchen, an der Psychiatrischen Universitätsklinik in Berlin und am Pathologischen Institut des Krankenhauses Moabit. Nach seiner Promotion 1927 übernahm er die Leitung des Medizinaluntersuchungsamtes für das Memelgebiet. 1931 bestand er die Staatsprüfung für Kreisärzte, wurde anschließend vom Preußischen Ministerium für Volkswohlfahrt zum Medizinalassessor ernannt und wirkte ab Mai 1931 als Kreisarzt in Harburg-Wilhelmsburg. Im Juni 1932 übernahm er die Stelle eines Oberassistenten am Hygienischen Institut in Landsberg (Warthe). Wegen seiner jüdischen Herkunft wurde er auf Anweisung des Preußischen Ministers des Innern am 31. Mai 1933 entlassen.
Von 1934 bis 1945 praktizierte er als niedergelassener Arzt. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs trat er der SPD bei. Er war Amtsarzt in Berlin-Charlottenburg und dort hauptsächlich mit der Seuchenbekämpfung befasst. Bermann organisierte den Ärzteverein im britischen Sektor.
Im selben Jahr übernahm er die Leitung der Abteilung VIII Hygiene und Seuchenbekämpfung in der Deutschen Zentralverwaltung für das Gesundheitswesen in der sowjetischen Besatzungszone. Im Januar 1947 schied er dort aus und war im Anschluss bis 1949 im Bezirk Tiergarten als Bezirksrat für Gesundheitswesen tätig. Danach praktizierte er als freier Arzt. Nebenberuflich wirkte er als Fachleiter für Sozialhygiene am Pestalozzi-Fröbel-Haus und als Dozent an der Verwaltungshochschule Berlin.
Hermann Bermann starb am 8. Juni 1977 in Berlin.
2. Bestandsbeschreibung
Der Nachlass ist dem Landesarchiv Berlin im September 1989 als Schenkung übergeben worden.
Enthält:
Biografisches Material.- Berufliche Tätigkeit.- Korrespondenz.- Zeitungen und Broschüren.
Erschlossen: 53 [AE] 1.00 [lfm]
Laufzeit:
(1860 -) 1900 - 1967
Benutzung:
Datenbank, Findbuch
Hermann Bermann wurde am 24. Januar 1900 in Berlin geboren. Nach dem Abitur am Königlichen Luisengymnasium 1918 studierte er in Rostock, Berlin und Würzburg Medizin. 1925 erhielt er die ärztliche Approbation und arbeitete anschließend als Volontär am Robert-Koch-Institut, am Rudolf-Virchow-Krankenhaus, am Hygienischen Institut in Gelsenkirchen, an der Psychiatrischen Universitätsklinik in Berlin und am Pathologischen Institut des Krankenhauses Moabit. Nach seiner Promotion 1927 übernahm er die Leitung des Medizinaluntersuchungsamtes für das Memelgebiet. 1931 bestand er die Staatsprüfung für Kreisärzte, wurde anschließend vom Preußischen Ministerium für Volkswohlfahrt zum Medizinalassessor ernannt und wirkte ab Mai 1931 als Kreisarzt in Harburg-Wilhelmsburg. Im Juni 1932 übernahm er die Stelle eines Oberassistenten am Hygienischen Institut in Landsberg (Warthe). Wegen seiner jüdischen Herkunft wurde er auf Anweisung des Preußischen Ministers des Innern am 31. Mai 1933 entlassen.
Von 1934 bis 1945 praktizierte er als niedergelassener Arzt. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs trat er der SPD bei. Er war Amtsarzt in Berlin-Charlottenburg und dort hauptsächlich mit der Seuchenbekämpfung befasst. Bermann organisierte den Ärzteverein im britischen Sektor.
Im selben Jahr übernahm er die Leitung der Abteilung VIII Hygiene und Seuchenbekämpfung in der Deutschen Zentralverwaltung für das Gesundheitswesen in der sowjetischen Besatzungszone. Im Januar 1947 schied er dort aus und war im Anschluss bis 1949 im Bezirk Tiergarten als Bezirksrat für Gesundheitswesen tätig. Danach praktizierte er als freier Arzt. Nebenberuflich wirkte er als Fachleiter für Sozialhygiene am Pestalozzi-Fröbel-Haus und als Dozent an der Verwaltungshochschule Berlin.
Hermann Bermann starb am 8. Juni 1977 in Berlin.
2. Bestandsbeschreibung
Der Nachlass ist dem Landesarchiv Berlin im September 1989 als Schenkung übergeben worden.
Enthält:
Biografisches Material.- Berufliche Tätigkeit.- Korrespondenz.- Zeitungen und Broschüren.
Erschlossen: 53 [AE] 1.00 [lfm]
Laufzeit:
(1860 -) 1900 - 1967
Benutzung:
Datenbank, Findbuch
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
Für nähere Informationen zu Nutzungs- und Verwertungsrechten kontaktieren Sie bitte info@landesarchiv.berlin.de.
22.08.2025, 11:21 AM CEST