Bürgermeister und Rat der Reichsstadt Gmünd einerseits und Ulrich von Rechberg zu Hohenrechberg und Heuchlingen andererseits werden in nachstehenden vor dem kaiserlichen Kammergericht in rechtlichem Prozess angehörigen Streitigkeiten miteinander verglichen: 1) wegen der von Ulrich von Rechberg zu Hohenrechberg dem Älteren, selig, Gmünder Bürgern auf dem Straßdorfer Feld abgepfändeten Lerchengarnen; 2) wegen des von auf dem Straßfelder Feld dem Gmünder Bürger Jakob Maier weggenommenen Hirsches; 3) wegen Einschlagung der Schweine, Nutzung der Eicheln, des wilden Obstes und Geäckers in Ulrichs von Rechberg Hölzern, sonderlich im Holz Neidling.
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Bürgermeister und Rat der Reichsstadt Gmünd einerseits und Ulrich von Rechberg zu Hohenrechberg und Heuchlingen andererseits werden in nachstehenden vor dem kaiserlichen Kammergericht in rechtlichem Prozess angehörigen Streitigkeiten miteinander verglichen: 1) wegen der von Ulrich von Rechberg zu Hohenrechberg dem Älteren, selig, Gmünder Bürgern auf dem Straßdorfer Feld abgepfändeten Lerchengarnen; 2) wegen des von auf dem Straßfelder Feld dem Gmünder Bürger Jakob Maier weggenommenen Hirsches; 3) wegen Einschlagung der Schweine, Nutzung der Eicheln, des wilden Obstes und Geäckers in Ulrichs von Rechberg Hölzern, sonderlich im Holz Neidling.
Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, B 177 S U 196
B 177 S Bü 70
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, B 177 S Schwäbisch Gmünd, Reichsstadt
Schwäbisch Gmünd, Reichsstadt >> 6. Beziehungen zu adeligen Nachbarn >> 6.12 Rechberg
1584 Oktober 23
Libell (Höhe x Breite)
Urkunden
Ausstellungsort: Gmünd
Aussteller: Bürgermeister und Rat der Reichsstadt Gmünd und Ulrich von Rechberg von und zu Hohenberg und Heuchlingen
Siegler: Ulrich von Rechberg für sich und für die Vormundschaft von Rechberg-Staufeneck; Heinrich Steinhauser von Neidenfels; Hans von Neuhausen, Einwohner zu Gmünd; Dr. jur. Marx Schweikhart; Hans Veit von Wernau zu Pfauhausen und Unterboihingen, Vormund der Brüder Melchior Veit und Konrad von Rechberg von Hohenrechberg; Wilhelm von und zu Neuhausen und Alfdorf, Vormund der Brüder Melchior Veit und Konrad von Rechberg von Hohenrechberg; Reichsstadt Gmünd; Konrad Eßlingsperger, Bürgermeister zu Überlingen; Balthasar Moser, des Rats zu Hall; Dr. jur. Leonhard Kager; Sebastian Burkhard, Vogt zu Staufeneck; Ludwig Denninger, Bürger und kaiserlicher Notar zu Ulm
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 12 Sg. in Holzkapseln, 1. abg.
Aussteller: Bürgermeister und Rat der Reichsstadt Gmünd und Ulrich von Rechberg von und zu Hohenberg und Heuchlingen
Siegler: Ulrich von Rechberg für sich und für die Vormundschaft von Rechberg-Staufeneck; Heinrich Steinhauser von Neidenfels; Hans von Neuhausen, Einwohner zu Gmünd; Dr. jur. Marx Schweikhart; Hans Veit von Wernau zu Pfauhausen und Unterboihingen, Vormund der Brüder Melchior Veit und Konrad von Rechberg von Hohenrechberg; Wilhelm von und zu Neuhausen und Alfdorf, Vormund der Brüder Melchior Veit und Konrad von Rechberg von Hohenrechberg; Reichsstadt Gmünd; Konrad Eßlingsperger, Bürgermeister zu Überlingen; Balthasar Moser, des Rats zu Hall; Dr. jur. Leonhard Kager; Sebastian Burkhard, Vogt zu Staufeneck; Ludwig Denninger, Bürger und kaiserlicher Notar zu Ulm
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 12 Sg. in Holzkapseln, 1. abg.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
27.11.2025, 15:40 MEZ
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