Verlagsgesellschaft Madsack, Hannover (Bestand)
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NLA HA, Dep. 132
Nds. Landesarchiv, Abt. Hannover (Archivtektonik) >> Gliederung >> 2 Nichtstaatliche Bestände >> 2.8 Firmenarchive
1902-1982
Enthält: Verwaltung, Beteiligungen, Personalsachen, Steuerangelegenheiten und Buchführung, Rechtsangelegenheiten, Bausachen, Redaktion, Zeitungen und andere Publikationen, private Unterlagen der Familie Madsack
Bestandsgeschichte: Das Archiv der Verlagsgesellschaft Madsack, Hannover gelangte in zwei Akzessionen im November 2006 und Mai 2007 ins NLA - Hauptstaatsarchiv Hannover.
Die in den Registratursignaturen teilweise noch erkennbare ursprüngliche Ordnung wurde offenbar nicht aufrechterhalten und daher bei der Erschließung des Bestandes aufgegeben und durch eine neue Klassifikation ersetzt. Die entsprechenden Registratursignaturen wurden bei der Verzeichnung des Bestandes jedoch aufgenommen.
Die Unterlagen setzen kurz nach der Jahrhundertwende, rund zehn Jahre nach der Firmengründung im Jahr 1893 ein, spiegeln die Tätigkeit des Verlagshauses in seinen Gründerjahren aber nur bedingt wider. Umfangreicher ist das Material aus der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg, in die auch die Errichtung des so genannten Anzeiger-Hochhauses an der Goseriede in Hannover fällt. Neben Dokumenten, die die baulichen Aktivitäten und die Rekonstruktion des Verlagshauses nach dem Zweiten Weltkrieg betreffen, enthält der Bestand umfangreiches Material zu den Gesellschaftern der Verlagsgesellschaft, Zeitungen sowie Korrespondenz, die die vielfältigen Kontakte der Familie Madsack dokumentieren. Das Jahr 1933 stellte in doppelter Hinsicht eine Zäsur für den Verlag dar. Sein Gründer Dr. August Madsack starb; an seine Stelle trat sein Sohn Erich, der den Hannoverschen Anzeiger, der das Verlagshaus weit über die Stadt hinaus bekannt gemacht hatte, nicht vor der vorübergehenden Stilllegung durch die das deutsche Pressewesen nun dominierenden Nationalsozialisten schützen konnte; 1943, am Tag des fünfzigjährigen Bestehen des Hannoverschen Anzeigers, stellte dieser sein Erscheinen sein. Die Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg standen im Zeichen des Wiederaufbaus des durch die Bombenangriffe schwer beschädigten Betriebs und eines langwierigen Rückerstattungsverfahrens, das mehrere Aktenbände
Bestandsgeschichte: des Bestandes füllt. Die erste Ausgabe der jetzt unter dem Namen "Hannoversche Allgemeine Zeitung" erscheinenden Zeitung wurde 1949 gedruckt. 1974 wurde das neue Verlagshaus an der Bemeroder Straße fertig gestellt und bezogen. Die siebziger und achtziger Jahre markierten technische Neuerungen, die nun zum Einsatz kamen, aber auch die Beteiligung an neuen Medien und anderen Verlagen, von 1990 an auch im Osten der Bundesrepublik.
Stand: August 2007
Findmittel: Der Archivbestand ist vollständig als EDV-Findbuch (2007) erschlossen.
Bearbeiter: Dr. Regina Rößner (2007)
Bestandsgeschichte: Das Archiv der Verlagsgesellschaft Madsack, Hannover gelangte in zwei Akzessionen im November 2006 und Mai 2007 ins NLA - Hauptstaatsarchiv Hannover.
Die in den Registratursignaturen teilweise noch erkennbare ursprüngliche Ordnung wurde offenbar nicht aufrechterhalten und daher bei der Erschließung des Bestandes aufgegeben und durch eine neue Klassifikation ersetzt. Die entsprechenden Registratursignaturen wurden bei der Verzeichnung des Bestandes jedoch aufgenommen.
Die Unterlagen setzen kurz nach der Jahrhundertwende, rund zehn Jahre nach der Firmengründung im Jahr 1893 ein, spiegeln die Tätigkeit des Verlagshauses in seinen Gründerjahren aber nur bedingt wider. Umfangreicher ist das Material aus der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg, in die auch die Errichtung des so genannten Anzeiger-Hochhauses an der Goseriede in Hannover fällt. Neben Dokumenten, die die baulichen Aktivitäten und die Rekonstruktion des Verlagshauses nach dem Zweiten Weltkrieg betreffen, enthält der Bestand umfangreiches Material zu den Gesellschaftern der Verlagsgesellschaft, Zeitungen sowie Korrespondenz, die die vielfältigen Kontakte der Familie Madsack dokumentieren. Das Jahr 1933 stellte in doppelter Hinsicht eine Zäsur für den Verlag dar. Sein Gründer Dr. August Madsack starb; an seine Stelle trat sein Sohn Erich, der den Hannoverschen Anzeiger, der das Verlagshaus weit über die Stadt hinaus bekannt gemacht hatte, nicht vor der vorübergehenden Stilllegung durch die das deutsche Pressewesen nun dominierenden Nationalsozialisten schützen konnte; 1943, am Tag des fünfzigjährigen Bestehen des Hannoverschen Anzeigers, stellte dieser sein Erscheinen sein. Die Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg standen im Zeichen des Wiederaufbaus des durch die Bombenangriffe schwer beschädigten Betriebs und eines langwierigen Rückerstattungsverfahrens, das mehrere Aktenbände
Bestandsgeschichte: des Bestandes füllt. Die erste Ausgabe der jetzt unter dem Namen "Hannoversche Allgemeine Zeitung" erscheinenden Zeitung wurde 1949 gedruckt. 1974 wurde das neue Verlagshaus an der Bemeroder Straße fertig gestellt und bezogen. Die siebziger und achtziger Jahre markierten technische Neuerungen, die nun zum Einsatz kamen, aber auch die Beteiligung an neuen Medien und anderen Verlagen, von 1990 an auch im Osten der Bundesrepublik.
Stand: August 2007
Findmittel: Der Archivbestand ist vollständig als EDV-Findbuch (2007) erschlossen.
Bearbeiter: Dr. Regina Rößner (2007)
7,5
Bestand
Literaturhinweise: Jens FLEMMING: Die Madsacks und der "Hannoversche Anzeiger". Eine bürgerliche Großstadtzeitung zwischen Kaiserreich und Nationalsozialismus 1893-1945, Göttingen 2019. Ernst MEUNIER: Der Aufstieg einer Zeitung. Vierzig Jahre Hannoverscher Anzeiger, Hannover 1933. Rudolf LANGE: Vom Nützlichen durchs Wahre zum Schönen. Festschrift für Dr. Erich Madsack zum 75. Geburtstag am 25. September 1964. Hannover 1964. Jochen MANGELSEN: "Hannoversche Allgemeine Zeitung" - Hannoverscher Anzeiger. Untersuchung zur Entwicklung einer Tageszeitung seit ihrer Gründung im Jahre 1893. Ein Beitrag zur Zeitungsgeschichte der letzten fünfundsiebzig Jahre, Dissertation FU Berlin, 1968. Ernst August RUNGE: August Madsack, 1856-1933, in: Niedersächsische Lebensbilder, Bd. 7, Hildesheim 1971, S. 144-156. Dieter TASCH: Zeuge einer stürmischen Zeit. Hundert Jahre Verlagsgesellschaft Madsack, Hannover 1993.
Literatur: Die Verlagsgesellschaft Madsack im Internet: www.madsack.de
Literatur: Die Verlagsgesellschaft Madsack im Internet: www.madsack.de
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
16.06.2025, 12:45 MESZ