Lamprecht und seine Frau Else, wohnhaft zu Brandscheid, bekunden, daß der Kaplan des St. Lubentiusstifts zu Dietkirchen ihnen das Gelände, genannt 'dii Molnbach', am Geisenwald gelegen, auf 20 Jahre verliehen hat gegen 5 Gulden und 4 Quart Butter, die sie ihm auf eigene Kosten und Gefahr am 11. November nach Dietkirchen oder wohin sie von demselben beschieden werden, entrichten sollen. Nach Ablauf der 20 Jahre soll der Aussteller oder sein ältestes Kind die Güter von dem Kaplan empfangen und das Besthaupt mit 18 Tournosen geben. - Der vorgenannte Scholaster drückt sein Siegel unten auf.
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Lamprecht und seine Frau Else, wohnhaft zu Brandscheid, bekunden, daß der Kaplan des St. Lubentiusstifts zu Dietkirchen ihnen das Gelände, genannt 'dii Molnbach', am Geisenwald gelegen, auf 20 Jahre verliehen hat gegen 5 Gulden und 4 Quart Butter, die sie ihm auf eigene Kosten und Gefahr am 11. November nach Dietkirchen oder wohin sie von demselben beschieden werden, entrichten sollen. Nach Ablauf der 20 Jahre soll der Aussteller oder sein ältestes Kind die Güter von dem Kaplan empfangen und das Besthaupt mit 18 Tournosen geben. - Der vorgenannte Scholaster drückt sein Siegel unten auf.
19, U 145
19 Stift Dietkirchen, St. Lubentius, Chorherren
Stift Dietkirchen, St. Lubentius, Chorherren >> Urkunden >> sonstige Urkunden >> 1451-1475
1473
Ausfertigung, Papier mit aufgedrücktem Papieroblatensiegel: Durchmesser 2,4 cm, im Siegelfeld ein Schild, der einen abnehmenden Mond und in der Sichelöffnung einen sechsstrahligen Stern zeigt. - Rückvermerk (Anfang 16. Jh.): 'Recognicion littere inn Branscheit'. Rückvermerk des 17. Jh. und Rückvermerk (18. Jh.) des Limburger Stiftsdekans Corden
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: D. 1473
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Herr Johann, Scholaster ('scholmeister') und Kanoniker zu Dietkirchen, und Herr Johann 'Screpgin' von Hachenburg, auch Kanoniker daselbst
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Herr Johann, Scholaster ('scholmeister') und Kanoniker zu Dietkirchen, und Herr Johann 'Screpgin' von Hachenburg, auch Kanoniker daselbst
Struck, St. Lubentiusstift Dietkirchen, Nr. 257
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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17.06.2025, 14:06 MESZ
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