Mainz, 1611.07.10. (Richter Pfaff). Die Vormünder (Hans Konrad Fischer, Schneider, und Valentin Sultz, Gärtner) des hinterlassenen Sohns des B. und Mehlwiegers an der Altmünsterpforte Wilhelm Henkel aus erster Ehe, Christoph, bekunden, daß ihnen die Vormünder (die B. Peter Lich und Hans Boringer) des nachgelassenen Kindes Asmus Ebersbachs zur Erhaltung des väterlichen Hauses Christophs 300 fl. geliehen haben, die bisher auf dem Haus gestanden und Gerhard Feist und seiner Frau Anna zu bezahlen schuldig gewesen, verzinslich auf 10.7. Unterpfand: das zinsfreie Haus zur Langen Nase in der Judengasse, oben an Johann Sarburg, unten an Hermann Leiendeckers Ww. Z.: Die B. und Gärtner Hans Oluff und Georg Cloß. Konses des Kammeramtsverwalters (Schultheiß Anton Beyer).
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Mainz, 1611.07.10. (Richter Pfaff). Die Vormünder (Hans Konrad Fischer, Schneider, und Valentin Sultz, Gärtner) des hinterlassenen Sohns des B. und Mehlwiegers an der Altmünsterpforte Wilhelm Henkel aus erster Ehe, Christoph, bekunden, daß ihnen die Vormünder (die B. Peter Lich und Hans Boringer) des nachgelassenen Kindes Asmus Ebersbachs zur Erhaltung des väterlichen Hauses Christophs 300 fl. geliehen haben, die bisher auf dem Haus gestanden und Gerhard Feist und seiner Frau Anna zu bezahlen schuldig gewesen, verzinslich auf 10.7. Unterpfand: das zinsfreie Haus zur Langen Nase in der Judengasse, oben an Johann Sarburg, unten an Hermann Leiendeckers Ww. Z.: Die B. und Gärtner Hans Oluff und Georg Cloß. Konses des Kammeramtsverwalters (Schultheiß Anton Beyer).
U / 1611 Juli 10 (in 5 / 23)
Urkundenbestand
Urkundenbestand >> Urkunden, Kopialüberlieferung Bestand 5 (Stadtgericht)
10.07.1611
Stadtgericht Mainz
In 5 / 23, fol. 163 r.
Urkunden
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
23.05.2025, 09:31 MESZ