Hermann Ignatz von Hamm, ehemaliger Oberreichspostdirektor, verkauft einen Kamp vor Warendorf an Bernahrd Heinrich Veltmann
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N 139 Krimphove, Josef; Warendorf, 67
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N 139 Krimphove, Josef; Warendorf Krimphove, Josef; Warendorf
Krimphove, Josef; Warendorf >> 05 Sammlungen >> 05.06 Urkunden
Januar 1818
Enthält: Das Land- und Stadtgericht stellt dem Gastwirt Bernahrd Heinrich Veltmann den Kaufvertrag über den im Warendorfer Stadtfeld gelegenen Kamp zum Preis von 500 Rt. und die Spezialvollmacht des Herrn von Hamm zu. Vor dem Stadtgericht zu Warendorf verkauft der Notar Everhard Franz Diekmann als Mandatar des zu Münster wohnhaften vormaligen Oberreichspostdirektrs Hermann Ignatz von Hamm dem vormaligen Reichspostverwalter und Gastwirt Bernahrd Heirnich Veltmann zu Warendorf: den vor dem Osttor zu Warendorf im Warendorfer Stadtfeld belegenen Acker gnt. Schilterkamp, der an der Splieterstraße zwischen zwei zu den landesherrlichemn Domainen gehörigen Kämpen liegt und ca. 2 Scheffel Einsaat groß ist - für 500 Rt. Der Ankäufer übernimmt aus diesem Kamp die Abgaben von jährlich 2 Scheffel Morgenkorn an die landesherrliche Domäne und 16 Groschen Postskripten-Gelder an die Stadt Warendorf, die früher davon entrichtet wurden. Der Verkäufer quittiert den Empfang der Kaufsumme, der Käufer übernimmt die Vertragskosten und erklärt den Rücktritt, falls der Kamp weniger als die Hälfte wert sei. Vor dem Notar Hermann Clemens Deiters und den Zeugen Friedrich Schöning und Friedrich Sasse erteilt Hermann Ignatz von Hamm dem Notar Dieckmann in Warendorf die Vollmacht 1. seinen vor Warendorf gelegenen Kamp an der Splieterstraße an B. H. Veltmann für 500 Rt. 2. das Langeland an Theodor Zurbonsen für 985 Rt. 3. den Pulks Kuhlenkamp für 530 Rt. an Matthias Schwicker 4. die Hälfte des Stöckerlandes, die an Waldeckerjetzt Asselmanns Land gelegen ist, an Clemens Neuhaus jun. für 210 Rt. 5. die andere Hälfte davon an, an Krampen Land gelegen für 230 Rt. an denselben Neuhaus jun. zu verkaufen.
Akten
Papier Vorl.Nr.: 67
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:24 MEZ