Reutlinger Schreiben an den Tübinger Vogt
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A 2 c (Zünfte) Nr. A 2 c (Zünfte) Nr. 3890
A 2 c (Zünfte) Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 8-11 u. 18)
Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 8-11 u. 18) >> Bd. 10 Zünfte Strumpfstricker
1701 November 17
Regest: Der Rat von Reutlingen rekapituliert kurz den Inhalt seiner Schreiben vom 14. August und 27. Oktober 1700. Wenn die Reuttlinger Meister sich bei der Tübinger Lade einkaufen, so geniessen sie weiter nichts als gleiches Los mit den württ. Meistern auf den Jahrmärkten, was man ihnen doch umso mehr schuldig ist, als mit jenen ein gleiches in Reuttlingen bisher observiert worden ist. Trotzdem haben die Tübinger Meister nicht nur ihr neuerliches Ansinnen nicht fallen lassen, sondern sogar die Reuttlinger Meister bei diesen Märkten vom Los gänzlich ausschliessen lassen. So werden die Reuttlinger Meister sich von der Tübinger Lade separieren und ein eigen Handwerk formieren müssen, hernach aber das jus talionis (= Recht oder Vergeltung) üben oder in der hiesigen Walk den Walkerlohn für die württ. Meister erhöhen, die bisher darin mit den Reuttlingern gleich gehalten wurden, obwohl diese öfters unentgeltliche Fronarbeiten am Wasserbau und andere Unkosten, die die fremden nicht betreffen, leiden müssen. Das würde aber ohne Not die von dem Vogt so erfreulich kultivierte nachbarliche Harmonie stören. Er wird daher gebeten, die neuerlichen Beschwerden abzustellen.
Beschreibstoff: Pap.
Archivale
Zeugen / Siegler / Unterschriften: Bürgermeister und Rat der Stadt Reutlingen
Genetisches Stadium: Konz.
Genetisches Stadium: Konz.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
20.03.0038, 11:14 MEZ