Amtlicher Schriftwechsel, Rundschreiben und Mitteilungen des Staats- bzw. Wirtschaftswissenschaftlichen Seminars
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Jur. Fak. 296
Sortierung: 00046
2.5./I Juristische Fakultät
Juristische Fakultät >> 04. Seminarangelegenheiten und Lehrveranstaltungen >> 04.03. Staats- bzw. Wirtschaftswissenschaftliches Seminar
Mai 1945 - Sept. 1947
Enthält v.a.: Listen verbotener Bücher und Zeitschriften (handschriftlich). - Liste abgegebener Zeitschriften des Seminars am 19. Mai 1945 im Konzilsaal. - Erhebung von Benutzungsgebühren. - Einreichen von Belegen über Beschlagnahme in Instituten und Kliniken. - Zusammensetzung des Betriebsrates der Universität. - Meldung der Kliniken, Institute und Seminare über Ausstattung der Einrichtung, Zustand der Gebäude. - Erfüllung der Verbindlichkeiten vor dem 1. Mai 1945. - Überführung der Bibliothek des früheren Wirtschaftwissenschaftlichen Instituts Oder-Donau in Stettin (Unterbringung wegen Fliegergefahr in Prora, vormals KdF-Bad; Ordnung und Sicherstellung durch den Schüler Schöpf der Oberschule Waldsieversdorf). - Säuberung der Räume des Seminars nach Verlassen und Freigabe durch Russen. - Neuordnung der Statistik. - Meldung und Besetzung freier Stellen durch das Arbeitsamt. - Gründung der Universitätswerke Greifswald als GmbH am 8. Nov. 1945. - Meldung über Mitarbeiter und Aufgaben des Seminars: Geschäftsführender Direktor: Prof. Fleck, Assistent: Dr. Dr. Herz, Verwaltungshilfe: Fräulein Meyn. - Überlassung von Schriftenmaterial aller antifaschistischen Parteien und des FDGB. - Umbenennung des Staatswissenschaftlichen in Wirtschaftswissenschaftliches Seminar (Genehmigung 7. Dez. 1945). - Lieferung von Drucksachen des früheren Statistischen Reichsamtes. - Bestellung von Literatur. - Ankündigung verschärfter politischer Maßnahmen bei Mitgliedschaft in der NSDAP (Entlassungen und Antrag auf Parteiloserklärung bis 6. Febr. 1946). - Instandsetzungsarbeiten. - Beschäftigung von Schwerbeschädigten. - Ergebnis der Betriebsratswahlen Febr. 1946, Juni 1947: Liste neu gewählter oder neu bestätigter Obleute. - Bewirtschaftung der Geldmittel. - Verteilung der Haushaltsmittel. - Lohnsteuer. - Änderung der Dienstzeiten. - Antrag auf Weiterbeschäftigung des entlassenen Lehrbeauftragten Dr. Herz (11. März 1946). - Absage Prof. Fleck der Teilnahme an Koferenz zur Vorbereitung des neuen Lehrplans. - Verordnung betr. Arbeitszeit für Arbeiter und Angestellte. - Rechnungen. - Anschaffung von Büroeinrichtungen nach Verwüstung und Zerstörung, Lehr- und Forschungsmaterial. - Auszug aus der Gebührenordnung. - Übernahme von Forschungsaufträgen Prof. Fleck. - Festsetzung von Urlaub. - Bestellung von Stempeln und Siegel. - Verlegung von Instituten wegen Raummangel. - Überstundenregelung. - Anfragen und Antwortschreiben: Hans-Jürgen Eitner wegen Wiederaufnahme des Studiums und Verbleib der Lehrkräfte, Günter Fischer wegen Lehrauftrag und Zustand der Fakultät. - Hilfskraft des Seminars: Anneliese Lüpke. - Vereinfachung des Geschäftsgangs und Papiereinsparung. - Meldungen für die SMA: Büchern und Schriften von Konsulaten und Ministerien ausländischer Staaten, Anzahl der Bände der Institutsbibliothek. - Einstellung und Entlassungen nur mit Kenntnis des Arbeitsamtes. - Zahlung von Leistungsprämien für besondere Arbeitsleistungen. - Liste ausgesonderter Bücher. - Studententagung "Neuordnung des wirtschaftswissenschaftlichen Studiums" (Berlin, 25.-30. Nov. 1946) der Arbeitsgemeinschaft demokratischer Studenten an der Hochschule Berlin, dabei: Aufruf, Programm, Entwurf zur Tagesordnung. - Liste freigegebener Bücher. - Liste beschlagnahmter Zeitschriften. - Liste beschlagnahmte Bücher. - Verhalten der Beamten und Angestellten der Verwaltung. - Antrag auf Umwandlung der Halbtagsstelle für die Bürohilfskraft in eine ganztägige Beschäftigung. - Übergabe nicht mehr benötigter Bücher des ehemaligen Juristischen Seminars an die UB. - Mitarbeiter des Seminars: Direktor: Prof. Fleck, Assistent: Dr. jur. Dr. rer. pol. Heinz Herz, Sekretärin: Johanna Hackbarth. - Einladung zur Eröffnung des Instituts für Sozialwesen und Versicherungswirtschaft an der Universität Berlin (11. Jan. 1947). - Verbot der Mitgliedschaft im Berliner Wirtschaftsinstitut für Konjunkturforschung. - Verteilung der Erholungsbeihilfen. - Kurbeihilfen. - Dr. Gerhard Weisser, Generalsekretär des Zonenbeirats: Staatenbund oder Bundesstaat.
Akten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
29.10.2025, 11:29 MEZ