Martin Keßler zu Unterbenzenhofen (=Benzenhofen) und Ehefrau Katharina Brinlerin bekennen, daß Anna [VIII. Wittmayer], Äbtissin von Baindt, ihnen auf Lebenszeit Hof und Gut in Unterbenzenhofen als Leiblehen verliehen hat laut eines im folgenden inserierten Leihebriefs vom selben Datum. Die Beliehenen müssen den Hof persönlich bewirtschaften und in gutem Zustand halten. Sie dürfen ihn nicht veräußern oder belasten. Als Ehrschatz zahlen sie 60 fl Landswährung in Jahresraten von 5 fl, zahlbar an Georgii. Zu Martini entrichten sie jährlich als Hubzins und Gült 10 Scheffel Vesen, 6 Scheffel Hafer, 2 lb d Heugeld, alles in Ravensburger Maß und Währung, 1 Fasnachthenne, 4 Hühner, 80 Eier. Bei Tod oder Verletzung der Leihebedingungen fällt das Gut heim. Es muß dann zurückgelassen werden mit Hofrichte, dem dritten Teil des Samens im Feld sowie Heu, Stroh, Mist und anderem.
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Martin Keßler zu Unterbenzenhofen (=Benzenhofen) und Ehefrau Katharina Brinlerin bekennen, daß Anna [VIII. Wittmayer], Äbtissin von Baindt, ihnen auf Lebenszeit Hof und Gut in Unterbenzenhofen als Leiblehen verliehen hat laut eines im folgenden inserierten Leihebriefs vom selben Datum. Die Beliehenen müssen den Hof persönlich bewirtschaften und in gutem Zustand halten. Sie dürfen ihn nicht veräußern oder belasten. Als Ehrschatz zahlen sie 60 fl Landswährung in Jahresraten von 5 fl, zahlbar an Georgii. Zu Martini entrichten sie jährlich als Hubzins und Gült 10 Scheffel Vesen, 6 Scheffel Hafer, 2 lb d Heugeld, alles in Ravensburger Maß und Währung, 1 Fasnachthenne, 4 Hühner, 80 Eier. Bei Tod oder Verletzung der Leihebedingungen fällt das Gut heim. Es muß dann zurückgelassen werden mit Hofrichte, dem dritten Teil des Samens im Feld sowie Heu, Stroh, Mist und anderem.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 I U 1451
B 522 II U 1364
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 I Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden I
Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden I >> Urkunden
1577 Dezember 12 (am zwelften tag monats Decembris)
29,5 x 35,9 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Aussteller: Martin Keßler zu Unterbenzenhofen (=Benzenhofen)
Empfänger: Anna [VIII. Wittmayer], Äbtissin von Baindt
Siegler: Paul von Appetshofen, österreichischer Rat und Verwalter der Landvogtei Schwaben
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S., abg.
Empfänger: Anna [VIII. Wittmayer], Äbtissin von Baindt
Siegler: Paul von Appetshofen, österreichischer Rat und Verwalter der Landvogtei Schwaben
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S., abg.
Appetshofen, Paul von; Landvogteiverwalter
Baindt, Anna VIII. Wittmayer; Äbtissin, ca. 16. Jh.
Brinler, Katharina
Keßler, Katharina
Keßler, Martin
Wittmayer, Anna VIII.; Äbtissin von Baindt
Benzenhofen : Berg RV
Benzenhofen : Berg RV; Einwohner
Ravensburg RV; Maß
Ravensburg RV; Währung
Schwaben, Landvogtei; Verwalter
Unterbenzenhofen = Benzenhofen : Berg RV
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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21.11.2025, 15:21 MEZ
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