Comburg, Benediktinerkloster, ab 1488 Chorherrenstift (Bestand)
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Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, B 375 S
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg (Archivtektonik) >> Neuwürttembergische Bestände vor 1803 bzw. vor 1806/10 >> Bistümer, Stifte, Klöster und Pfarreien
1090-1802 (Na bis 1813)
Überlieferungsgeschichte
Das im Jahre 1079 gegründete Benediktinerkloster in der im 11. Jahrhundert errichteten Höhenburg bei Schwäbisch Hall wurde 1488 in ein weltliches Chorherrenstift umgewandelt, das 1803 an Württemberg fiel. Den größten Teil des vorliegenden Bestandes bilden die im Jahre 1825 von Lotter aus dem Stiftsarchiv ausgehobenen Archivalien. Der bei dieser Ausscheidungsaktion nicht berücksichtigte, auf der Comburg verbliebene umfangreiche Aktenteil kam 1833/34 im Mergentheimer Nebenarchiv ein, das in der Folgezeit (1838, 1852, 1865) verschiedene weitere, für wichtig erachtete Comburger Dokumente dem Stuttgarter Staatsarchiv nachreichte. Verschiedene, später ebenfalls dem Bestand angegliederte Archivalien Hochstift Würzburger Provenienz wurden im Jahr 2007 im Zuge des Beständeausgleichs zwischen den bayerischen und baden-württembergischen Staatsarchiven wieder an Bayern zurück gegeben.
Inhalt und Bewertung
Der gesamte Bestand wurde wohl noch im 19. Jahrhundert im Stuttgarter Archiv verzeichnet und in folgende Rubriken untergliedert: - Innere und äußere Verhältnisse überhaupt; - Stiftungen und Tauschverträge; - Päpstliche Indulgenzen; - Päpstliche Privilegien, Schutz- und Schirmbriefe; - Königliche und Kaiserliche Privilegien, Schutz- und Schirmbriefe, After-Schirm; - Amts- und Propstwahlen; - Dekanswahlen; - Ordinationen; - Verträge zwischen den Äbten und dem Convent, resp. den Pröpsten und dem Kapitel; - Konfraternitätsbriefe; - Vermischte Gegenstände; - Verträge mit den Markgrafen von Brandenburg; - Verträge mit dem Stift Ellwangen; - Verträge mit der Stadt Hall; - Verträge mit den Grafen von Hohenlohe; - Verträge mit den Schenken von Limpurg; - Verträge mit dem Kloster Murrhardt; - Verträge mit dem Stift Onolzbach; - Verträge mit den Herren von Stetten; - Verträge mit den Herren von Weinsberg; - Urfehden; - einzelne Orte (in alphabetischer Folge). Das Findbuch weist die vorhandenen Archivalien (auch Papierschreiben) in vielen Fällen bis auf die Ebene des Einzelschriftstücks nach und enthielt auch Regesten der in kopialer Form überlieferten Urkunden.
Das im Jahre 1079 gegründete Benediktinerkloster in der im 11. Jahrhundert errichteten Höhenburg bei Schwäbisch Hall wurde 1488 in ein weltliches Chorherrenstift umgewandelt, das 1803 an Württemberg fiel. Den größten Teil des vorliegenden Bestandes bilden die im Jahre 1825 von Lotter aus dem Stiftsarchiv ausgehobenen Archivalien. Der bei dieser Ausscheidungsaktion nicht berücksichtigte, auf der Comburg verbliebene umfangreiche Aktenteil kam 1833/34 im Mergentheimer Nebenarchiv ein, das in der Folgezeit (1838, 1852, 1865) verschiedene weitere, für wichtig erachtete Comburger Dokumente dem Stuttgarter Staatsarchiv nachreichte. Verschiedene, später ebenfalls dem Bestand angegliederte Archivalien Hochstift Würzburger Provenienz wurden im Jahr 2007 im Zuge des Beständeausgleichs zwischen den bayerischen und baden-württembergischen Staatsarchiven wieder an Bayern zurück gegeben.
Inhalt und Bewertung
Der gesamte Bestand wurde wohl noch im 19. Jahrhundert im Stuttgarter Archiv verzeichnet und in folgende Rubriken untergliedert: - Innere und äußere Verhältnisse überhaupt; - Stiftungen und Tauschverträge; - Päpstliche Indulgenzen; - Päpstliche Privilegien, Schutz- und Schirmbriefe; - Königliche und Kaiserliche Privilegien, Schutz- und Schirmbriefe, After-Schirm; - Amts- und Propstwahlen; - Dekanswahlen; - Ordinationen; - Verträge zwischen den Äbten und dem Convent, resp. den Pröpsten und dem Kapitel; - Konfraternitätsbriefe; - Vermischte Gegenstände; - Verträge mit den Markgrafen von Brandenburg; - Verträge mit dem Stift Ellwangen; - Verträge mit der Stadt Hall; - Verträge mit den Grafen von Hohenlohe; - Verträge mit den Schenken von Limpurg; - Verträge mit dem Kloster Murrhardt; - Verträge mit dem Stift Onolzbach; - Verträge mit den Herren von Stetten; - Verträge mit den Herren von Weinsberg; - Urfehden; - einzelne Orte (in alphabetischer Folge). Das Findbuch weist die vorhandenen Archivalien (auch Papierschreiben) in vielen Fällen bis auf die Ebene des Einzelschriftstücks nach und enthielt auch Regesten der in kopialer Form überlieferten Urkunden.
873 Urkunden, 147 Büschel, 122 Bände (19,5 lfd. m)
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:40 MEZ