Advokaten- und Schreiberprüfungskommission, Stuttgart (Bestand)
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Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, D 54 a
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg (Archivtektonik) >> Behörden der Übergangszeit um 1803-um 1817 >> Gesamtwürttembergische Behörden und Gerichte 1806-1817 >> Behörden
1806-1817
Überlieferungsgeschichte
Nach den Bestimmungen des Organisationsmanifests König Friedrichs I. von 1806 hatte sich jeder, der in die Dienste einer Behörde treten wollte und über juristische oder Kenntnisse im Rechnungswesen verfügen musste, einer Prüfung bei dem jeweiligen Departement zu unterziehen. Diese Prüfung war vor einer aus zwei Räten bestehenden Kommission abzulegen. Der vorliegende Bestand enthält Unterlagen über die Examinierung von Advokaten und Schreibern aus dem Zuständigkeitsbereich des Departements des Innern, das gleichzeitig die Aufsicht über sämtliche Beamten des Landes mit Ausnahme des Justizressorts innehatte.
Inhalt und Bewertung
Im Bestand sind neben Prüfungsunterlagen auch Personalverzeichnisse von Aktuaren, Substituten, Skribenten und Inzipienten in den verschiedenen Verwaltungsbezirken des Landes zu finden.
Vorbemerkung: Über die im Archiv des Innern vorhandenen Akten der württembergischen Advokaten- und Schreiberprüfungskommission vom 18. Jahrhundert bis 1817 legte Kanzleirat Wagner im Jahre 1845 ein summarisches Verzeichnis von 7 Seiten an, das in der Gesamtübersicht K.O. Müllers von 1937 die Signatur A 234 erhielt. Anläßlich der Neuaufstellung der Akten des altwürttembergischen Oberrats wurden 1948 die altwürttembergischen Teile des Bestandes (bis 1805) von denen der späteren Zeit getrennt. Über die ersteren fertigte Staatsarchivrat Dr. Stemmler ein kurzgefasstes Verzeichnis (das jetzige Repertorium A 234). Für die Prüfungsakten der Jahre 1806-1817 blieb das Wagnersche Verzeichnis unter der neuen Signatur D 54a weiterhin in Gebrauch, bis der Archivangestellte Röhrich im Jahre 1961 unter Anleitung des Unterzeichneten das vorliegende neue Repertorium bearbeitete. Über die Advokaten- und Schreiberprüfungen in der Zeit König Friedrichs ist zu vergleichen Wintterlin, Geschichte der Behördenorganisation in Württemberg, Bd. 1, S. 322ff. Der Bestand D 54a umfasst 227 Büschel bzw. Bände in 5,8 lfd. m. Ludwigsburg, Dezember 1961 (gez. Dr. W. Grube)
Nach den Bestimmungen des Organisationsmanifests König Friedrichs I. von 1806 hatte sich jeder, der in die Dienste einer Behörde treten wollte und über juristische oder Kenntnisse im Rechnungswesen verfügen musste, einer Prüfung bei dem jeweiligen Departement zu unterziehen. Diese Prüfung war vor einer aus zwei Räten bestehenden Kommission abzulegen. Der vorliegende Bestand enthält Unterlagen über die Examinierung von Advokaten und Schreibern aus dem Zuständigkeitsbereich des Departements des Innern, das gleichzeitig die Aufsicht über sämtliche Beamten des Landes mit Ausnahme des Justizressorts innehatte.
Inhalt und Bewertung
Im Bestand sind neben Prüfungsunterlagen auch Personalverzeichnisse von Aktuaren, Substituten, Skribenten und Inzipienten in den verschiedenen Verwaltungsbezirken des Landes zu finden.
Vorbemerkung: Über die im Archiv des Innern vorhandenen Akten der württembergischen Advokaten- und Schreiberprüfungskommission vom 18. Jahrhundert bis 1817 legte Kanzleirat Wagner im Jahre 1845 ein summarisches Verzeichnis von 7 Seiten an, das in der Gesamtübersicht K.O. Müllers von 1937 die Signatur A 234 erhielt. Anläßlich der Neuaufstellung der Akten des altwürttembergischen Oberrats wurden 1948 die altwürttembergischen Teile des Bestandes (bis 1805) von denen der späteren Zeit getrennt. Über die ersteren fertigte Staatsarchivrat Dr. Stemmler ein kurzgefasstes Verzeichnis (das jetzige Repertorium A 234). Für die Prüfungsakten der Jahre 1806-1817 blieb das Wagnersche Verzeichnis unter der neuen Signatur D 54a weiterhin in Gebrauch, bis der Archivangestellte Röhrich im Jahre 1961 unter Anleitung des Unterzeichneten das vorliegende neue Repertorium bearbeitete. Über die Advokaten- und Schreiberprüfungen in der Zeit König Friedrichs ist zu vergleichen Wintterlin, Geschichte der Behördenorganisation in Württemberg, Bd. 1, S. 322ff. Der Bestand D 54a umfasst 227 Büschel bzw. Bände in 5,8 lfd. m. Ludwigsburg, Dezember 1961 (gez. Dr. W. Grube)
229 Büschel (6,0 lfd. m)
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:40 MEZ