Kurfürst Philipp von der Pfalz verleiht dem Hans Eberhard und seiner Ehefrau Margarethe die Mühle in der Rainbach unter dem Schloss Dilsberg mit genanntem Zubehör zu Erblehen, wofür sie jährlich 2 Pfund Heller an den Keller zu Dilsberg zinsen sollen. Zu den aufgezählten Pflichten der Erbbeständer zählt namentlich die Instandsetzung der Mühle. Die Belehnten setzen genannte Güter und Äcker um Dilsberg zu Unterpfand. Sollten sie den jährlichen Zins versäumen, die Mühle nicht in redlichem Bau halten oder betreiben, müssen sie dem Keller eine Strafe von 12 Pfund Heller ausrichten; bei Nichtbezahlung innerhalb eines Monats verfallen die Unterpfande dem Pfalzgrafen. Es folgen weitere Bestimmungen zum Umfang und Nutzung der zur Mühle zugehörigen Weiden, Waldstücke und Gärten. Diese und die Unterpfande werden auf drei beilegenden Papierzetteln mit ihren Gefällen genauer beschrieben.
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Kurfürst Philipp von der Pfalz verleiht dem Hans Eberhard und seiner Ehefrau Margarethe die Mühle in der Rainbach unter dem Schloss Dilsberg mit genanntem Zubehör zu Erblehen, wofür sie jährlich 2 Pfund Heller an den Keller zu Dilsberg zinsen sollen. Zu den aufgezählten Pflichten der Erbbeständer zählt namentlich die Instandsetzung der Mühle. Die Belehnten setzen genannte Güter und Äcker um Dilsberg zu Unterpfand. Sollten sie den jährlichen Zins versäumen, die Mühle nicht in redlichem Bau halten oder betreiben, müssen sie dem Keller eine Strafe von 12 Pfund Heller ausrichten; bei Nichtbezahlung innerhalb eines Monats verfallen die Unterpfande dem Pfalzgrafen. Es folgen weitere Bestimmungen zum Umfang und Nutzung der zur Mühle zugehörigen Weiden, Waldstücke und Gärten. Diese und die Unterpfande werden auf drei beilegenden Papierzetteln mit ihren Gefällen genauer beschrieben.
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 43 Nr. 1443
Konv. 022 Dilsberg - Mühlen
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 43 Pfalz
Pfalz >> Spezialia badischer Orte >> Dilsberg Amt und Ort, Stadt Neckargemünd, Rhein-Neckar-Kreis
1503 April 7 (freitag nach dem sonntag judica)
Urkunden
Ausstellungsort: Heidelberg
Siegler: Kurfürst Philipp von der Pfalz
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: Sekretsiegel angekündigt, nur noch Wachsschüssel vorhanden
Besonderheiten: Drei beiliegende Papierzettel
Siegler: Kurfürst Philipp von der Pfalz
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: Sekretsiegel angekündigt, nur noch Wachsschüssel vorhanden
Besonderheiten: Drei beiliegende Papierzettel
Eberhard, Hans; Müller zu Rainbach, erw. 1503
Margarethe; m. Hans Eberhard zu Rainbach, erw. 1503
Dilsberg : Neckargemünd HD
Rainbach : Neckargemünd HD
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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