Internationaler Briefwechsel Familie Schröder, Bad Frankenhausen (Bestand)
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BRIEF
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Bestandsbeschreibung: Der Bestand enthält die Briefeingänge aus dem privaten Briefwechsel von Otto, Ortrun und Dankwart Schröder, entstanden im Zeitraum 1932 bis 1984. Briefpartner sind unter anderem Weggefährten von Otto Schröder aus der Zeit seiner Inhaftierung im KZ Buchenwald, Freunde, Partei- und Gesinnungsgenossen und Lehrer in der BRD und im Ausland sowie Radiostationen in Peking, Moskau, Budapest, Bukarest und Prag.
In den Briefkonvoluten sind Zeitungsausschnitte und politische, vor allem kommunistische Informationsmaterialien, Radioprogramme- und Informationshefte enthalten. Daneben sind Fotos von Ausstellungen des internationalen Briefwechsels, Fotos von Briefpartnern und ein Manuskript über die Bedeutung des internationalen Briefwechsels von Dankwart Schröder enthalten.
Sowohl Otto als auch seine beiden Kinder Ortrun und Dankwart waren Lehrer von Beruf. Briefkontakte nach Frankreich bestanden offenbar seit der Teilnahme der Familie an der Sozialistischen Arbeiter-Olympiade 1931 in Wien. Weitere Kontakte nach Frankreich ergaben sich aus dem Engagement Otto Schröders in der Freien Lehrergewerkschaft des Kreises Sondershausen durch den dortigen Besuch des Vorsitzenden der französischen Lehrergewerkschaft.
Als Englischlehrer an der Oberschule Bad Frankenhausen schrieb Dankwart mit zwei seiner Schulklassen Begrüßungsschreiben nach Sheffield, wo 1950 der 2. Weltfriedenskongress stattfinden sollte. Aus deren Beantwortung ergab sich ein reger, über die Jahre sich ausweitender Briefwechsel mit Briefpartnern in Groß Britannien. Im Zeichen von Internationalismus, Friedensbewegung und Völkerfreundschaft initiierte Dankwart Schröder seitdem den Aufbau weiterer Briefpartnerschaften seiner Schüler mit Schülern in verschiedenen Ländern und unterhielt selbst intensive Korrespondenzen mit Briefpartnern auf allen Kontinenten.
Im Bestand erhalten sind, abgesehen von wenigen Abschriften von Briefen aus Sheffield und einigen Briefen von sowjetischen Schülerinnen und Schülern, jedoch nur die Briefeingänge der persönlich geführten Korrespondenz von Otto und Dankwart Schröder. In kleinerer Zahl sind Briefe an Ortrun und weitere Mitglieder der Familie Schröder vorhanden.
Die Briefe sind in chronologischer Abfolge und nach Herkunftsländern abgelegt. Eine Einteilung der Adressaten wurde nicht vorgenommen, dh. die Briefe an Otto, Ortrun und Dankwart bzw. die gesamte Familie Schröder befinden sich nach chronologischer Ablage jeweils in einer Mappe. Die Verzeichnung weist Herkunftsland, Adressaten, Laufzeit, teilweise besondere enthaltene Materialien wie Zeitungsausschnitte und Broschüren und die Sprache der Briefe aus. Name und Lokalität der Absender wurden bisher nicht erschlossen.
Nach dem Tod von Dankwart Schröder 1984 wurde der Bestand von dessen Schwester Ortrun Schröder, verheiratete Zschäckel, an das Archiv der APW übergeben.
Der Verbleib von mit dem Archivgut übergebenen Büchern aus dem Nachlass von Otto und Dankwart Schröder ist unklar. Ein detailliertes Übergabeprotokoll hierzu ist jedoch vorhanden.
Ergänzende Archivalien im Archiv der BBF finden sich im Bestand TORM Marie Torhorst, VE 145 und VE 105.
Lebensdaten der Bestandsbildner:
Otto Schröder (geb. 15.4.1893, gest. 23.11.1982)
Nach dem Ersten Weltkrieg Gründungsmitglied der Freien Deutschen Lehrergewerkschaft in Gotha
1921-1933 Volksschullehrer und Hilfsschulleiter
1945 bis 1952 Erster Sozialistischer Schulrat des Kreises Sonderhausen, danach Dozent an der Zentralen Bibliothekarsschule Sonderhausen
Bis zum 70. Lebensjahr Lehrer an der EOS in Bad Frankenhausen und an der 10-Klassen Sonderschule
Dankwart Schröder (geb. 25.3.1921, gest. 17.2.1984)
Studium an der Universität Jena
ab 1950 Oberstufenlehrer in Bad Frankenhausen in Thüringen
ab 1953 Direktor der Oberschule, später stellvertretender Schulrat für Unterricht und Erziehung und Schulinspektor im Kreis Artern
ab 1971 Lehrer in Bad Frankenhausen und Kreisfachberater für Englisch und Französisch
Ortrun Schröder, verh. Zschäckel (geb. [28.] 11.1922)
Lehrerin an der Oberschule Bad Frankenhausen
Für die Benutzung der Unterlagen findet das Bundesarchivgesetz vom 29.10.1993 (BGBL 1 S.1857) nach Paragraf 5 Abs. 5 Anwendung.
In den Briefkonvoluten sind Zeitungsausschnitte und politische, vor allem kommunistische Informationsmaterialien, Radioprogramme- und Informationshefte enthalten. Daneben sind Fotos von Ausstellungen des internationalen Briefwechsels, Fotos von Briefpartnern und ein Manuskript über die Bedeutung des internationalen Briefwechsels von Dankwart Schröder enthalten.
Sowohl Otto als auch seine beiden Kinder Ortrun und Dankwart waren Lehrer von Beruf. Briefkontakte nach Frankreich bestanden offenbar seit der Teilnahme der Familie an der Sozialistischen Arbeiter-Olympiade 1931 in Wien. Weitere Kontakte nach Frankreich ergaben sich aus dem Engagement Otto Schröders in der Freien Lehrergewerkschaft des Kreises Sondershausen durch den dortigen Besuch des Vorsitzenden der französischen Lehrergewerkschaft.
Als Englischlehrer an der Oberschule Bad Frankenhausen schrieb Dankwart mit zwei seiner Schulklassen Begrüßungsschreiben nach Sheffield, wo 1950 der 2. Weltfriedenskongress stattfinden sollte. Aus deren Beantwortung ergab sich ein reger, über die Jahre sich ausweitender Briefwechsel mit Briefpartnern in Groß Britannien. Im Zeichen von Internationalismus, Friedensbewegung und Völkerfreundschaft initiierte Dankwart Schröder seitdem den Aufbau weiterer Briefpartnerschaften seiner Schüler mit Schülern in verschiedenen Ländern und unterhielt selbst intensive Korrespondenzen mit Briefpartnern auf allen Kontinenten.
Im Bestand erhalten sind, abgesehen von wenigen Abschriften von Briefen aus Sheffield und einigen Briefen von sowjetischen Schülerinnen und Schülern, jedoch nur die Briefeingänge der persönlich geführten Korrespondenz von Otto und Dankwart Schröder. In kleinerer Zahl sind Briefe an Ortrun und weitere Mitglieder der Familie Schröder vorhanden.
Die Briefe sind in chronologischer Abfolge und nach Herkunftsländern abgelegt. Eine Einteilung der Adressaten wurde nicht vorgenommen, dh. die Briefe an Otto, Ortrun und Dankwart bzw. die gesamte Familie Schröder befinden sich nach chronologischer Ablage jeweils in einer Mappe. Die Verzeichnung weist Herkunftsland, Adressaten, Laufzeit, teilweise besondere enthaltene Materialien wie Zeitungsausschnitte und Broschüren und die Sprache der Briefe aus. Name und Lokalität der Absender wurden bisher nicht erschlossen.
Nach dem Tod von Dankwart Schröder 1984 wurde der Bestand von dessen Schwester Ortrun Schröder, verheiratete Zschäckel, an das Archiv der APW übergeben.
Der Verbleib von mit dem Archivgut übergebenen Büchern aus dem Nachlass von Otto und Dankwart Schröder ist unklar. Ein detailliertes Übergabeprotokoll hierzu ist jedoch vorhanden.
Ergänzende Archivalien im Archiv der BBF finden sich im Bestand TORM Marie Torhorst, VE 145 und VE 105.
Lebensdaten der Bestandsbildner:
Otto Schröder (geb. 15.4.1893, gest. 23.11.1982)
Nach dem Ersten Weltkrieg Gründungsmitglied der Freien Deutschen Lehrergewerkschaft in Gotha
1921-1933 Volksschullehrer und Hilfsschulleiter
1945 bis 1952 Erster Sozialistischer Schulrat des Kreises Sonderhausen, danach Dozent an der Zentralen Bibliothekarsschule Sonderhausen
Bis zum 70. Lebensjahr Lehrer an der EOS in Bad Frankenhausen und an der 10-Klassen Sonderschule
Dankwart Schröder (geb. 25.3.1921, gest. 17.2.1984)
Studium an der Universität Jena
ab 1950 Oberstufenlehrer in Bad Frankenhausen in Thüringen
ab 1953 Direktor der Oberschule, später stellvertretender Schulrat für Unterricht und Erziehung und Schulinspektor im Kreis Artern
ab 1971 Lehrer in Bad Frankenhausen und Kreisfachberater für Englisch und Französisch
Ortrun Schröder, verh. Zschäckel (geb. [28.] 11.1922)
Lehrerin an der Oberschule Bad Frankenhausen
Für die Benutzung der Unterlagen findet das Bundesarchivgesetz vom 29.10.1993 (BGBL 1 S.1857) nach Paragraf 5 Abs. 5 Anwendung.
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
28.04.2025, 7:50 AM CEST