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Weistum über die Rechte der Grafen von Ziegenhain im Gericht Oberaula
Urk. 13 Generalrepertorium [ehemals: Urkunden A I t]
Generalrepertorium [ehemals: Urkunden A I t] >> Betreffe O >> 1 Ob >> 1.1 Oberaula (Schwalm-Eder-Kr.)
1419 Mai 26
Notariatsinstrument, Pergament (stark beschädigt mit Textverlust, aufgezogen), Notarszeichen.
Urkunde
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Nachdem Graf Johann [II.] von Ziegenhain und Nidda öffentlich von den Bürgern und Schöffen zu Oberaula wissen wollte, welche Rechte und Gewohnheiten er und die Grafschaft Ziegenhain im Gericht Oberaula hätten oder haben sollten, gaben ihm die Schöffen, namentlich Fritz Molner, Johann Hübner, Engelbert Hieberling, Heinz Büdiger, Engelbert Hesfang, Peter Wiedmann, Heinz Bonner, Hermann Eisen, Heinz Drilling, Seiler, Johann Bech und Wigand Molner, nach gründlicher Prüfung und Beratung folgende Antwort: 1. Der Graf von Ziegenhain hat das höchst Gericht zu Aula über Hof, Haupt und Waffen. 2. Dreimal im Jahr soll der Graf von Ziegenhain Lager zu Oberaula halten, mit 12 oder 24 Pferden. Für die Verköstigung haben die Bürger der Stadt zu sorgen. 3. Bitten die Herren von Mainz oder Fulda um die Hilfe der Männer von Oberaula, haben diese Folge zu leisten, außer wenn 4. zur selben Zeit der Graf von Ziegenhain Hilfe einfordert. In diesem Fall ist die Hilfe für den Graf von Ziegenhain der Hilfe für Mainz und Fulda übergeordnet. 5. Sollten die Herren von Ziegenhain eine Burg errichten wollen, haben die Bürger von Oberaula bis zur Beendigung der Bauarbeiten Hilfe dafür zu leisten. 6. Die Herren von Mainz, Fulda und Ziegenhain sind für die Hege des Waldes gleichermaßen verantwortlich. 7. Die Herren von Ziegenhain haben das Jagdrecht in Gericht und Wald Oberaula. 8. Über Diebstahl und Mord im Gericht Oberaula sollen die Grafen von Ziegenhain oder die von ihnen bevollmächtigten Amtleute Recht sprechen. 9. Die Grafen von Ziegenhain haben das Recht, Maße und Gewichte im Gericht Oberaula festzulegen. 10. Aus dem Dorf Oberaula fallen den Grafen von Ziegenhain jährlich die Hälfte von 32 Pfund zu. Die andere Hälfte fallen an den Abt von Fulda. 11. Weiterhin fallen an die Grafen von Ziegenhain aus jedem Haus ein Scheffel Hafer Hersfelder Maßes, sowie 12. auf den Michaelstag ein Hahn und auf Fastnacht ein Huhn. 13. Folgende Dörfer gehören in das Gericht Oberaula: Wahlshausen, Ibra, Weißenborn, Schorbach, Olberode, Eckenrode, Horsbach, Friedigerode, Christerode und Falkenhain. 14. Des Weiteren folgende Wüstungen: Rungerode, Taubenscheit, Hauptschwenda, Schluft und Heuchelheim. 15. Das Marktrecht zu Oberaula haben allein die Grafen von Ziegenhain inne. Zeugen: Ritter Hermann von Schweinsberg, Eberhard Schenk von Schweinsberg der Ältere, Johann von Urff, Vogt in Ziegenhain, Heinrich von Urff, Heinrich von Löwenstein, Johann und Helwig von Rückershausen, Johann Waldvogel, Werner von Gilsa, Ludwig Döring, Hartmann von Westerburg, die Schöffen und Ratleute von Treysa namentlich Matthias Altmann, Thilo Geirspusch, Rüdiger senior und Nikolaus Rotzmaul sowie die Schöffen und Ratsleute zu Neukirchen, namentlich Siebert Rose, Heinrich Schlierbach, Heinrich Heckershausen, Johannes Rusche, Johannes Becker, Siebert Kümmel und Heinrich Seeliger.
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Further information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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