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Handakten und Nachlässe von Generalquartiermeistern (Bestand)
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Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Kabinett, Geheimer Rat, Ministerien 1806-1945 >> Kriegsministerium >> Kommandobehörden
1806-1861
Überlieferungsgeschichte
Zu unterschiedlichen Zeitpunkten in die Registratur des Kriegsministeriums.
Inhalt und Bewertung
Enthält: Unterlagen folgender Generalquartiermeister: Joseph v. Theobald, Carl Ferdinand v. Kerner, Carl August v. Neuffer,
Ferdinand v. Varnbüler, Josef Conrad v. Bangold, Moriz v. Miller, Carl Ferdinand Kuno v. Wiederhold.
Zur Geschichte des Bestandes: Der nachfolgend verzeichnete Bestand stammt zum einen Teil aus dem Umkreis des Generalquartiermeisterstabs und wurde im Zusammenhang mit der Neuformierung von dessen Schriftgut zusammengestellt, zum anderen Teil aus einem Sammelbestand von Handakten und Nachlässen von Offizieren, der bei der Neuverzeichnung der militärischen Bestände des Hauptstaatsarchivs Stuttgart im Militärarchiv 1969 allmählich erwuchs. Sowohl die bei der Verzeichnung des Generalquartiermeisterstabs als auch die bei den übrigen Verzeichnungsarbeiten zu Tage gekommenen Handakten waren früher auf eine ganze Reihe von Beständen verteilt - neben dem alten Bestand des Kriegsministeriums (E 271) sind vor allem die Bestände D 63, Feldzüge 1805 - 1815, sowie weitere Pertinenzbestände zu nennen, die noch nicht in der Gesamtübersicht von K. O. Müller vom Jahre 1937 enthalten waren. Zur Geschichte des Generalquartiermeisterstabs und seiner Akten vergleiche im übrigen die Einleitung zum Repertorium des Bestands E 284 a.
Zur Ordnung und Verzeichnung des Bestandes: Die endgültige Formierung des vorliegenden Bestandes fasst nun Handakten und persönliche Papiere von 7 Generalquartiermeistern zusammen, sofern diese eindeutig erkennbar, isoliert waren und in den zeitlichen Rahmen der militärischen E-Bestände passten. Hinzu kamen, um die Bildung weiterer Handaktensplitter zu vermeiden, auch persönliche Papiere dieser Generalquartiermeister aus ihrer Zeit, in der sie noch nicht oder nicht nur dieses Amt bekleideten, sofern sie isoliert standen. So wurden Unterlagen Varnbülers aus der Zeit bis Oktober 1806 zu den A-Beständen des Hauptstaatsarchivs Stuttgart gelegt, da Varnbüler im Oktober 1806 demissionierte (siehe biographischer Abriss am Ende der Einleitung) und seine Tätigkeit bis zu diesem Zeitpunkt einen einheitlichen Zusammenhang bildet. Da Varnbüler erst 1815 wieder ein militärisches Kommando übernahm, bot sich diese Zäsur an. Ausgesondert wurden auch einige Unterlagen Kallees (1864 - 1868), da von ihm ein besonderer Nachlass im Hauptstaatsarchiv vorhanden ist (M 660) und herausgelöst wurden schließlich auch alle Papiere, die in einen amtlichen Zusammenhang gehörten, etwa aus der Tätigkeit des Betroffenen als Vorsitzender einer Kommission, sofern von dieser Kommission auch sonst noch Archivalien vorhanden waren. Hinzu kamen dagegen Handakten Kerners aus seiner Kommandotätigkeit im österreichischen Feldzug von 1809, Handakten Varnbülers als Generalleutnant und als Militärbevollmächtigter König Friedrichs im Hauptquartier des III. Armeekorps und ganz allgemein Papiere der Generalquartiermeister aus ihrer Tätigkeit als Kommandanten in Feldzügen, soweit diese nicht eindeutig amtlichen Charakters sind und zu den entsprechenden Kommandobehörden gehören. Schließlich wurden einige wenige Gutachten von Generalquartiermeistern, die für den Bestand E 284 d vorgesehen waren, noch dazu gelegt. Die Ordnung der Akten erfolgte innerhalb der einzelnen Kapitel grundsätzlich chronologisch. Vereinzelte Handakten der späteren Kriegsminister von Miller und von Wiederhold sowie Karl Eduard von Kallees, Kanzleidirektor im Kriegsministerium, befinden sich auch im Bestand E 271 c, Anhang. Sowohl der Handaktenbestand der Generalquartiermeister als auch der Sammelbestand der Handakten und Nachlässe von Offizieren wurde zum größten Teil von Dr. Joachim Fischer in den Jahren 1974 -1978 formiert, Dr. Günter Cordes hat dann zwischen 1982 - 1986 weitere Stücke bei den Offiziersnachlässen ergänzt. Die endgültige Formierung stammt von Dr. Bernhard Theil, der auch die Abschlussarbeiten in Zusammenarbeit mit Werner Urban besorgte. Der Bestand umfasst 1,90 lfd. m in 159 Büscheln. Stuttgart, im März 1992 Bernhard Theil
Daten der Generalquartiermeister, von denen Handakten vorliegen: 1) Joseph von Theobald 1772 in Rastatt geboren 1800 Leutnant 1801 Hauptmann 1805 Major und Quartiermeister 1806 Generalquartiermeisterleutnant und geschäftsführender Generalquartiermeister, Oberstleutnant 1807 Oberst und definitiver Generalquartiermeister 1808 Generalmajor 1812 entlassen 1814 erneut eingestellt als Chef des Genie-Corps (im selben Rang) 1833 pensioniert 1837 gestorben 2) Carl Friedrich von Kerner 1775 in Ludwigsburg geboren 1810 Generalquartiermeisterleutnant 1812 nach der Entlassung Theobalds provisorischer Leiter des Generalquartiermeisterstabs bis zur Ernennung des neuen Generalquartiermeisters 1813 entlassen, Übernahme der Direktion der Sektion der Berg-, Hütten- und Eisenwerke 1840 gestorben in Stuttgart 3) Carl August von Neuffer 1774 in Stuttgart geboren 1800 Premierleutnant im Bataillon von Seeger 1801 Hauptmann im Bataillon von Seckendorf 1806 Major 1808 Februar Kommandeur des 2. Bataillons im Regiment von Camrer September Kommandeur des Fußjägerbataillons von Scharfenstein November Oberst 1812 Kommandeur des Infanterie-Regiments Nr. 3 1813 Februar Generalmajor Oktober Generalquartiermeister 1815 Württembergischer Gesandter in Berlin 1822 in Madeira gestorben 4) Ferdinand von Varnbüler 1774 in Ludwigsburg geboren 1797 Quartiermeisterleutnant 1803 Oberstleutnant 1804 Generalquartiermeisterleutnant und Oberst 1805 September Generalquartiermeister 1806 Oktober demissioniert 1815 November Generalquartiermeister und Generaladjutant 1829 Generalleutnant 1830 in Ludwigsburg gestorben 5) Josef Conrad von Bangold 1780 in Spalt bei Nürnberg geboren 1808 zum Generalquartiermeisterstab versetzt 1809 Adjutant beim Armeekorps im Feldzug gegen Österreich 1812 Major 1813 Oberstleutnant 1814 Oberst 1821 Adjutant des Königs, Leiter der Geheimen Kriegskanzlei 1822 Generalmajor, Brigadier der 3. Infanterie-Brigade 1828 Gouverneur von Heilbronn 1830 Generalquartiermeister 1838 Generalleutnant, Kommandeur der 1. Infanterie-Division, Gouverneur von Stuttgart 1842 pensioniert 1851 in Cannstatt gestorben 6) Moriz von Miller 1792 in Stuttgart geboren 1812 Stabshauptmann 1822 Oberstleutnant 1828 Oberst 1837 Generalmajor und Kommandeur der 2. Infanterie-Brigade 1838 Generalquartiermeister 1847 Generalleutnant und Kommandeur der 2. Infanterie- Division 1848 Gouverneur von Stuttgart 1849 Kommandeur der gesamten Infanterie-Division 1850 Kriegsminister 1859 Kommandeur der württembergischen Division des 8. Armeekorps, Rücktritt als Kriegsminister 1865 pensioniert 1866 gestorben in Stuttgart 7) Carl Friedrich Kuno von Wiederhold 1809 in Stuttgart geboren 1829 Unterleutnant beim Generalquartiermeisterstab 1834 Oberleutnant 1839 Hauptmann 1847 Chef der taktischen Abteilung des Generalquartiermeisterstabs und Major 1849 Oberst 1851 Militärbevollmächtigter in Frankfurt 1854 Generalmajor, Chef des Generalquartiermeisterstabs, Adjutant des Königs 1864 Generalleutnant, Kommandeur der Infanterie-Division und Gouverneur von Stuttgart 1865 Kriegsminister 1866 pensioniert 1885 gestorben (Angaben nach HStAS D 63, Band 3-9)
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.