Deutsche Reichsbank. Filiale Dessau (Bestand)
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I 92 Dessau (Benutzungsort: Dessau)
Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik) >> 07. Wirtschaft (mit Bergbehörden bis 1990 und Bankwesen) >> 07.16. Bankwesen >> 07.16.01. Staatliche und kommunale Kreditinstitute 19. Jh. - 1945 >> I 92 Deutsche Reichsbank, Filialen
1875 - 1945
Findhilfsmittel: Findbuch (online recherchierbar)
Registraturbildner: Die Reichsbank war die Zentralnotenbank des Deutschen Reiches. Die Dessauer Nebenstelle war die 2. ihrer Art in Anhalt und wurde am 1.11.1891 auf Anregung des hiesigen Kaufmännischen Vereins gegründet. Sie war zunächst der Reichsbank in Magdeburg unterstellt. Die Aufgabe der Reichsbank war es, Preis und Volumen des Geldes zu bestimmen. Nach dem Autonomiegesetz des Jahres 1922 hatte die oberste Bankleitung nicht mehr der Reichskanzler, sondern ausschließlich das Reichsbankdirektorium. Im November 1924 erfolgte die Eröffnung als Reichsbankstelle Dessau mit eigenen unterstellten Nebenstellen (Köthen, Bernburg und Wittenberg). Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten 1933 wurde der Generalrat abgeschafft, der Reichspräsident allein ernannte und entließ den Präsidenten sowie die Mitglieder des Direktoriums. Ab 1937 unterstand die Reichsbank wieder der Reichsregierung, ab 1939 direkt Adolf Hitler, der damit selbst die Kredite an das Reich gewähren konnte. 1939 erfolgte die Umbenennung in Deutsche Reichsbank. Nach dem Zweiten Weltkrieg hörte die Deutsche Reichsbank offiziell auf zu existieren. Jedoch besteht in vielerlei Hinsicht eine fortlaufende Kontinuität, sowohl in der Arbeit der 1948 gegründeten Bank deutscher Länder als auch in der 1957 gegründeten Bundesbank. In der russischen Besatzungszone wurden auf Befehl der SMAD alle Privatbanken geschlossen und als Provinzbanken neu konstituiert. In Dessau wurde im August 1945 eine Stadtbank gegründet, die die Neugeldkonten der fünf Altbanken übernahm.
Zusatzinformationen: Lit.: Quellen zur Geschichte der Juden in den Archiven der neuen Bundesländer / hrsg. von Stefi Jersch-Wenzel und Reinhard Rürup. - München: Saur Bd. 3: Staatliche Archive der Länder Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt / bearb. von Anke Boeck... - 1999 (Daten eingearbeitet)
Registraturbildner: Die Reichsbank war die Zentralnotenbank des Deutschen Reiches. Die Dessauer Nebenstelle war die 2. ihrer Art in Anhalt und wurde am 1.11.1891 auf Anregung des hiesigen Kaufmännischen Vereins gegründet. Sie war zunächst der Reichsbank in Magdeburg unterstellt. Die Aufgabe der Reichsbank war es, Preis und Volumen des Geldes zu bestimmen. Nach dem Autonomiegesetz des Jahres 1922 hatte die oberste Bankleitung nicht mehr der Reichskanzler, sondern ausschließlich das Reichsbankdirektorium. Im November 1924 erfolgte die Eröffnung als Reichsbankstelle Dessau mit eigenen unterstellten Nebenstellen (Köthen, Bernburg und Wittenberg). Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten 1933 wurde der Generalrat abgeschafft, der Reichspräsident allein ernannte und entließ den Präsidenten sowie die Mitglieder des Direktoriums. Ab 1937 unterstand die Reichsbank wieder der Reichsregierung, ab 1939 direkt Adolf Hitler, der damit selbst die Kredite an das Reich gewähren konnte. 1939 erfolgte die Umbenennung in Deutsche Reichsbank. Nach dem Zweiten Weltkrieg hörte die Deutsche Reichsbank offiziell auf zu existieren. Jedoch besteht in vielerlei Hinsicht eine fortlaufende Kontinuität, sowohl in der Arbeit der 1948 gegründeten Bank deutscher Länder als auch in der 1957 gegründeten Bundesbank. In der russischen Besatzungszone wurden auf Befehl der SMAD alle Privatbanken geschlossen und als Provinzbanken neu konstituiert. In Dessau wurde im August 1945 eine Stadtbank gegründet, die die Neugeldkonten der fünf Altbanken übernahm.
Zusatzinformationen: Lit.: Quellen zur Geschichte der Juden in den Archiven der neuen Bundesländer / hrsg. von Stefi Jersch-Wenzel und Reinhard Rürup. - München: Saur Bd. 3: Staatliche Archive der Länder Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt / bearb. von Anke Boeck... - 1999 (Daten eingearbeitet)
Laufmeter: 9.9
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
14.04.2025, 08:12 MESZ
Hierarchie
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- Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik)
- 07. Wirtschaft (mit Bergbehörden bis 1990 und Bankwesen) (Tektonik)
- 07.16. Bankwesen (Tektonik)
- 07.16.01. Staatliche und kommunale Kreditinstitute 19. Jh. - 1945 (Tektonik)
- I 92 Deutsche Reichsbank, Filialen (Tektonik)
- Deutsche Reichsbank. Filiale Dessau (Bestand)