Versuch des Schusters Hans Loos, ehemals zu seinem Hof gehörige Grundstücke wiederzuerlangen
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E 49/II Nr. 1312
E 49/II Holzschuher/Akten und Rechnungen
Holzschuher/Akten und Rechnungen
17.04.1792 - 29.05.1792
Enthält:
1792 versucht der Schuster Hans Loos (jun) in Oberartelshofen, Grundstücke zurückzuerhalten, die ursprünglich zu seinem Gütlein gehört hatten.
Eigenhändiges Schreiben des Loos an Herrn Gottlieb von Gressen (!), undatiert: Eüer hoch wall gebore herrn und hoch wall gebore gaden (!). Ist bereit, nötigenfalls sogar zu prozessieren. Ein weiterer Streitpunkt handelt von Schafen.
1792 Mai 28: Antwortschreiben des C(hristoph) Gottlieb S(igmund) Kress, Rezelsdorf.
Schreiber sieht keinerlei Chance für das Ansinnen des Loos. Ein Prozess vor dem Land- und Bauerngericht würde Loos nur Geld kosten. Wegen der Streitsache um die Schafe will Schreiber noch den Rat des Herrn Losungers (Johann Sigmund) von Haller einholen.
1792 Mai 29: Schreiben Kress, Rezelsdorf, an Herrn (Ulrich Nikolaus) Volland (in Nürnberg).
Beiliegend das grobe und dumme Schreiben des Loos. Bitte, Herrn Haller zu informieren.
Dabei, undatiert: Berechnung der Schulden des Loos.
Dabei:
1792 April 17: Auszug aus dem Steuerkataster des Amts Reicheneck von 1722, gefertigt 1792 von Christoph Jacob Sturm, Gerichtsschreiber in Happurg.
Artelshofen Nr. 52: Ein Tetzelisches Gütlein. Besitzer: Georg Steeger, dann Georg Maul, jetzt Hans Maul. 12 Tagwerk Felder und 1 Tagwerk Wiese wurden zur Entrichtung der Gült (von nachfolgendem Gütlein) dazugeschlagen.
Artelshofen Nr. 54: Ein Tetzelisches Gütlein. Besitzer: Georg Heberlein, dann Friedrich Hermann (= Hörmann), dann der Weber Peter Hermann, seit 1781 der Schuster Hans Loos.
Dabei:
Auszug aus dem Artelshofener Kaufbuch.
Das Gut des Loos:
Ulrich Pezoldt, ab 1673 Hans Kempf, genannt Franz. Ausgenommen ist die große Wiese am Heffenholz. Zum Hof gehört das Rosenhecklein und der Pflanzgarten. 1686: Hans Scharrer, der Schwiegersohn des Kempf. 1699: Georg Heberlein, Voit zu Artelshofen. Felder und Wiese sind schon zum Hof des Conrad Scharrer gezogen. 1710: Friedrich Hermann. 1739: Peter Hermann, Sohn des Vorigen. 1781: Hans Loos.
Das Gut des Maul:
1637 kauft Conrad Will (auch: Wild) von Wilhelm Schmidt die Badstube und die dazugehörigen Felder. 1638 verkauft Will die Badstube samt 3 Wiesen, dem Garten am Haus und dem Pflanzbeet an Michael Sommer. Die anderen Felder, gelegen bei seinem Gütlein auf dem Perkenbühl behält Will. 1639 kauft Will das Gut des Hans Kugler in Unterartelshofen. 1669 verkauft Will sein Höflein, am Schloss gelegen, an Ulrich Bezold (Pezoldt). Will behält aber die Badfelder und den Neubruch. Anmerkung des Schreibers: Bezold war der Schwiegersohn des Will und hat die Felder vermutlich (!) geerbt. 1676 kauft die Herrschaft den Hof des Bezold. 1689 kauft Conrad Scharrer den Petzoldtshof in Unterartelshofen samt den Badfeldern. 1696 kauft Georg Steger den seit Jahr und Tag öde gelegenen Scharrershof samt den sogenannten Franzensfeldern im Engenthal. 1709: Georg Maul, inklusive der Bad- und Georg Heberleins Felder. 1722 verkauft Georg Maul an seinen Sohn Georg Maul, inklusive der Grundstücke, die teils zum Gut des Friedrich Hörmann, teils zum Badhaus gehört hatten. 1759: Dessen Sohn Hans. 1782: Dessen Sohn Hans.
1792 versucht der Schuster Hans Loos (jun) in Oberartelshofen, Grundstücke zurückzuerhalten, die ursprünglich zu seinem Gütlein gehört hatten.
Eigenhändiges Schreiben des Loos an Herrn Gottlieb von Gressen (!), undatiert: Eüer hoch wall gebore herrn und hoch wall gebore gaden (!). Ist bereit, nötigenfalls sogar zu prozessieren. Ein weiterer Streitpunkt handelt von Schafen.
1792 Mai 28: Antwortschreiben des C(hristoph) Gottlieb S(igmund) Kress, Rezelsdorf.
Schreiber sieht keinerlei Chance für das Ansinnen des Loos. Ein Prozess vor dem Land- und Bauerngericht würde Loos nur Geld kosten. Wegen der Streitsache um die Schafe will Schreiber noch den Rat des Herrn Losungers (Johann Sigmund) von Haller einholen.
1792 Mai 29: Schreiben Kress, Rezelsdorf, an Herrn (Ulrich Nikolaus) Volland (in Nürnberg).
Beiliegend das grobe und dumme Schreiben des Loos. Bitte, Herrn Haller zu informieren.
Dabei, undatiert: Berechnung der Schulden des Loos.
Dabei:
1792 April 17: Auszug aus dem Steuerkataster des Amts Reicheneck von 1722, gefertigt 1792 von Christoph Jacob Sturm, Gerichtsschreiber in Happurg.
Artelshofen Nr. 52: Ein Tetzelisches Gütlein. Besitzer: Georg Steeger, dann Georg Maul, jetzt Hans Maul. 12 Tagwerk Felder und 1 Tagwerk Wiese wurden zur Entrichtung der Gült (von nachfolgendem Gütlein) dazugeschlagen.
Artelshofen Nr. 54: Ein Tetzelisches Gütlein. Besitzer: Georg Heberlein, dann Friedrich Hermann (= Hörmann), dann der Weber Peter Hermann, seit 1781 der Schuster Hans Loos.
Dabei:
Auszug aus dem Artelshofener Kaufbuch.
Das Gut des Loos:
Ulrich Pezoldt, ab 1673 Hans Kempf, genannt Franz. Ausgenommen ist die große Wiese am Heffenholz. Zum Hof gehört das Rosenhecklein und der Pflanzgarten. 1686: Hans Scharrer, der Schwiegersohn des Kempf. 1699: Georg Heberlein, Voit zu Artelshofen. Felder und Wiese sind schon zum Hof des Conrad Scharrer gezogen. 1710: Friedrich Hermann. 1739: Peter Hermann, Sohn des Vorigen. 1781: Hans Loos.
Das Gut des Maul:
1637 kauft Conrad Will (auch: Wild) von Wilhelm Schmidt die Badstube und die dazugehörigen Felder. 1638 verkauft Will die Badstube samt 3 Wiesen, dem Garten am Haus und dem Pflanzbeet an Michael Sommer. Die anderen Felder, gelegen bei seinem Gütlein auf dem Perkenbühl behält Will. 1639 kauft Will das Gut des Hans Kugler in Unterartelshofen. 1669 verkauft Will sein Höflein, am Schloss gelegen, an Ulrich Bezold (Pezoldt). Will behält aber die Badfelder und den Neubruch. Anmerkung des Schreibers: Bezold war der Schwiegersohn des Will und hat die Felder vermutlich (!) geerbt. 1676 kauft die Herrschaft den Hof des Bezold. 1689 kauft Conrad Scharrer den Petzoldtshof in Unterartelshofen samt den Badfeldern. 1696 kauft Georg Steger den seit Jahr und Tag öde gelegenen Scharrershof samt den sogenannten Franzensfeldern im Engenthal. 1709: Georg Maul, inklusive der Bad- und Georg Heberleins Felder. 1722 verkauft Georg Maul an seinen Sohn Georg Maul, inklusive der Grundstücke, die teils zum Gut des Friedrich Hörmann, teils zum Badhaus gehört hatten. 1759: Dessen Sohn Hans. 1782: Dessen Sohn Hans.
Archivale
Indexbegriff Person: Bezold siehe Petzold
Indexbegriff Person: Haller, Johann Sigmund
Indexbegriff Person: Heberlein, Georg
Indexbegriff Person: Hermann s.a. Hörmann
Indexbegriff Person: Hörmann, Friedrich
Indexbegriff Person: Hörmann, Peter
Indexbegriff Person: Kempf gen Franz, Hans
Indexbegriff Person: Kress, Christof Gottlieb Sigmund
Indexbegriff Person: Kugler, Hans
Indexbegriff Person: Loos, Hans jun
Indexbegriff Person: Maul, Georg d.Ä.
Indexbegriff Person: Maul, Georg d.J.
Indexbegriff Person: Maul, Hans d.Ä.
Indexbegriff Person: Maul, Hans d.J.
Indexbegriff Person: Petzold, Ulrich
Indexbegriff Person: Scharrer, Hans
Indexbegriff Person: Scharrer, Konrad
Indexbegriff Person: Sommer, Michael
Indexbegriff Person: Steger, Georg
Indexbegriff Person: Sturm, Christof Jacob
Indexbegriff Person: Volland, Ulrich Nikolaus
Indexbegriff Person: Wild, Conrad
Indexbegriff Person: Will, Conrad
Indexbegriff Person: Will s. a. Wild
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Vogteiliche Rechte
Indexbegriff Person: Haller, Johann Sigmund
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Indexbegriff Person: Volland, Ulrich Nikolaus
Indexbegriff Person: Wild, Conrad
Indexbegriff Person: Will, Conrad
Indexbegriff Person: Will s. a. Wild
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Vogteiliche Rechte
Artelshofen - Oberes Dorf
Artelshofen - Unteres Dorf
Artelshofen, Badfelder
Artelshofen, Badstube
Artelshofen, Engental - Franzensfelder
Artelshofen, Franzensfelder (im Engenthal)
Artelshofen, Heffenholz beim
Artelshofen, Neubruch
Artelshofen, Perkenbühl
Artelshofen, Pflanzgarten
Artelshofen, Rosenhecke - an der
Artelshofen, Schloss - am
Happurg
Reicheneck
Rezelsdorf
Schustermeister, Artelshofen
Gut
Gütlein
Grundstücksabtrennung
Flurname
Badstube
Schafe
Streit
Losunger
Schulden
Steuerkataster Reicheneck
Extrakt
Kaufbuch Artelshofen
Gerichtsschreiber Happurg
Wiese
Feld
Webermeister, Artelshofen
Voit Artelshofen
Verwalter Artelshofen s. a. Voit
Gült
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.06.2025, 13:01 MESZ