Hintergrund des Verfahrens ist ein Streit um den Rechtsstatus der Herrschaft Wevelinghoven, die die Kläger für ihren reichsunmittelbaren Besitz halten, Kurköln aber als Bestandteil seines Herrschaftsbereiches sieht (vgl. dazu RKG 292 (B 642/ 2651) - 303 (B 664/2673)). Das Mandat richtet sich dagegen, daß der Beklagte Einnahmen des bentheimischen Rentmeisters und Statthalters in Wevelinghoven, Philipp Sigebert, mit Beschlag habe belegen und seinen mit 7½ Ohm Wein beladenen Wagen samt Pferden in Arrest habe legen lassen.
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Hintergrund des Verfahrens ist ein Streit um den Rechtsstatus der Herrschaft Wevelinghoven, die die Kläger für ihren reichsunmittelbaren Besitz halten, Kurköln aber als Bestandteil seines Herrschaftsbereiches sieht (vgl. dazu RKG 292 (B 642/ 2651) - 303 (B 664/2673)). Das Mandat richtet sich dagegen, daß der Beklagte Einnahmen des bentheimischen Rentmeisters und Statthalters in Wevelinghoven, Philipp Sigebert, mit Beschlag habe belegen und seinen mit 7½ Ohm Wein beladenen Wagen samt Pferden in Arrest habe legen lassen.
AA 0627, 293 - B 643/2652
AA 0627 Reichskammergericht, Teil I: A-B
Reichskammergericht, Teil I: A-B >> 2. Buchstabe B
1608-1615 (1434-1614)
Enthaeltvermerke: Kläger: Gebrüder Adolf, Arnold Jost und Wilhelm Heinrich Grafen zu Bentheim, Tecklenburg, Steinfurt und Limburg Beklagter: Koadjutor Ferdinand von Köln und der Vogt des kurköln. Amtes Hülchrath, Andreas (Endres) Heffeldt Prokuratoren (Kl.): Dr. Joh. Melchior Reinhard [1606] 1608 - Steurnagel (1614) Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Conrad Lasser [1607] 1608 Prozeßart: Mandati de relaxando arresto und auf die Constitution der Pfandung sine clausula Instanzen: RKG 1608-1615 (1434-1614) Beweismittel: Revers Wilhelms Herrn zu Wevelinghoven, Erbmarschalls von Alfter des Erzstifts Köln, mit inserierter Urkunde des Erzbischofs Dietrich von Köln, beide 1434: Verpfändung des kurköln. Schlosses Lievendael (Lewendal; Kr. Grevenbroich) sowie des kurköln. 3. Teils der Herrschaft Wevelinghoven durch Dietrich an Wilhelm für 4000 rhein. Gulden (22-27). Urkunde Heinrichs, des ältesten Sohnes zu Gemen (Kr. Borken) und Herrn zu Wevelinghoven, über die Rechte in Wevelinghoven, 1446 (31-38). Beschreibung: 2 cm, 64 Bl., lose; Q 1 - 14*, es fehlt Q 14* (Vollmacht Steurnagel).
Diverse Registraturbildner
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:26 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Tektonik)
- 1.4. Reichsbehörden (Tektonik)
- 1.4.1. Reichskammergericht (Tektonik)
- Reichskammergericht AA 0627 (Tektonik)
- Reichskammergericht, Teil I: A-B (Bestand)
- 2. Buchstabe B (Gliederung)