Johann Jakob Herr vom Stein, Landkomthur der Ballei Elsass-Burgund, Komthur zu Altshausen und kaiserlicher Rat, beurkundet, dass sich heute Maria Müller zu Mendelbeuren, Tochter der bereits verstorbenen Eheleute Jakob Müller, Fischer, und Maria Ölhaf, die bisher dem Deutschen Orden sowie insbesondere Herrschaft und Kommende Altshausen "mit leibaigenschaft verwandt vnd zugehörig gewest" ist, um eine Summe Geldes in nicht genannter Höhe, für deren Empfang er hiermit quittiert, freigekauft hat. Also spricht der Aussteller auch namens des Ordens und seiner Amtsnachfolger genannte Maria von der Eigenschaft ihres Leibes und Gutes und den daran hängenden Pflichten, Lasten und Beschränkungen los, gestattet ihr, neue Eigenschaft, Schutz und Schirm oder Bürgerrecht anzunehmen, wo immer sie dies zu tun wünscht, unbehindert durch ihn oder den Orden, in dessen Namen er hiermit ausdrücklich auf dessen bisheriges Eigentum an ihr und die daraus resultierenden Gerechtigkeiten, Ansprüche und Forderungen verzichtet.
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Johann Jakob Herr vom Stein, Landkomthur der Ballei Elsass-Burgund, Komthur zu Altshausen und kaiserlicher Rat, beurkundet, dass sich heute Maria Müller zu Mendelbeuren, Tochter der bereits verstorbenen Eheleute Jakob Müller, Fischer, und Maria Ölhaf, die bisher dem Deutschen Orden sowie insbesondere Herrschaft und Kommende Altshausen "mit leibaigenschaft verwandt vnd zugehörig gewest" ist, um eine Summe Geldes in nicht genannter Höhe, für deren Empfang er hiermit quittiert, freigekauft hat. Also spricht der Aussteller auch namens des Ordens und seiner Amtsnachfolger genannte Maria von der Eigenschaft ihres Leibes und Gutes und den daran hängenden Pflichten, Lasten und Beschränkungen los, gestattet ihr, neue Eigenschaft, Schutz und Schirm oder Bürgerrecht anzunehmen, wo immer sie dies zu tun wünscht, unbehindert durch ihn oder den Orden, in dessen Namen er hiermit ausdrücklich auf dessen bisheriges Eigentum an ihr und die daraus resultierenden Gerechtigkeiten, Ansprüche und Forderungen verzichtet.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 U 3439
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 II Weingarten, Benediktinerkloster: Leibeigenschaftsbriefe
Weingarten, Benediktinerkloster: Leibeigenschaftsbriefe >> Leibeigenschaftsbriefe >> 1600-1649
1640 September 19
Folio (Doppelblatt) (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Aussteller: Deutschordenskommende Altshausen
Empfänger: Maria Müller
Siegler: Der Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: Lacksiegel abgegangen (noch beiliegend)
Vermerke: Rückvermerk
Anmerkungen: Der Vater der Freigelassenen, Jakob Müller, wird in der Textvorlage sowohl als verstorben (weylundt) als auch noch lebend (noch im leben) bezeichnet.
Empfänger: Maria Müller
Siegler: Der Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: Lacksiegel abgegangen (noch beiliegend)
Vermerke: Rückvermerk
Anmerkungen: Der Vater der Freigelassenen, Jakob Müller, wird in der Textvorlage sowohl als verstorben (weylundt) als auch noch lebend (noch im leben) bezeichnet.
Müller, Jakob
Müller, Maria
Ölhaf, Maria
Stein, Johann Jakob vom
Mendelbeuren : Altshausen RV
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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21.11.2025, 15:28 MEZ
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