Stift Bassum - Urkunden (Bestand)
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NLA HA, Dep. 75
Nds. Landesarchiv, Abt. Hannover (Archivtektonik) >> Gliederung >> 2 Nichtstaatliche Bestände >> 2.4 Klöster, Stifte, kirchliche Einrichtungen >> 2.4.1 Urkunden
1230/40-1627
Enthält: Urkunden zu Renten, Stiftungen, Tauschgeschäften (Renten, Eigenbehörige), Verpfändungen, Entscheidungen geistlicher Gerichte, einem Synodalbeschluss, Pfründen/Präbenden, Hofverkäufen, einem Dispens, Belehnungen
Geschichte des Bestandsbildners: Nach der ältesten Überlieferung wurde das Kanonissenstift Bassum um die Mitte des 9. Jh. durch Liutgart, die sich mit den Liudolfingern in Verbindung bringen lässt, gegründet. Der Tag der Weihe seines Mauritiusaltars durch Bischof Ansgar lässt dafür auf das Jahr 850 schließen.
Mit dem Stift verbunden waren 4 Kanonikerstellen, deren Inhaber von Äbtissin und Konvent belehnt wurden und die 1207 erstmals namentlich genannt sind. Gegen Bremer Reformbestrebungen und die Umwandlung in eine Klostergemeinschaft konnte sich das Stift behaupten, indem es zwar dem Benediktinerorden zugerechnet wurde, die Stiftfrauen aber weiter besondere Rechte für sich in Anspruch nahmen (eigener Haushalt, Möglichkeit der Heirat).
Geschichte des Bestandsbildners: Stand: 2021
Bestandsgeschichte: Der Hauptteil der Urkundenüberlieferung befindet sich im Stift Bassum. Die Deponierung dieser 29 Urkunden im Staatsarchiv Hannover erfolgte kurz vor Ausbruch des 2. Weltkriegs, ohne dass zu diesem Zeitpunkt bereits ein Depositalvertrag abgeschlossen worden war, da die Abgabe des restlichen Stiftsarchivs nach Hannover geplant war.
Von den Urkunden des Depositums sind drei im Hoyer Urkundenbuch Abt. 2 abgedruckt (Nr. 1, 3, 5), wobei Hodenberg allerdings die Originale nicht zugänglich waren und er sie für verloren hielt, sodass der Abdruck ungenau, nach Vogt, Monumenta inedita, erfolgte. Wo Gebhard von Lenthe, Bassumer Stiftskanonikus seit 1925, durch den die Deponierung erfolgte, die Stücke wieder entdeckt hat, ist nicht bekannt.
Stand: 1983, überarbeitet 2021
Findmittel: EDV-Findbuch 2021
Bearbeiter: Dr. Jürgen Asch (1983)
Bearbeiter: Hildegard Krösche (2021)
Geschichte des Bestandsbildners: Nach der ältesten Überlieferung wurde das Kanonissenstift Bassum um die Mitte des 9. Jh. durch Liutgart, die sich mit den Liudolfingern in Verbindung bringen lässt, gegründet. Der Tag der Weihe seines Mauritiusaltars durch Bischof Ansgar lässt dafür auf das Jahr 850 schließen.
Mit dem Stift verbunden waren 4 Kanonikerstellen, deren Inhaber von Äbtissin und Konvent belehnt wurden und die 1207 erstmals namentlich genannt sind. Gegen Bremer Reformbestrebungen und die Umwandlung in eine Klostergemeinschaft konnte sich das Stift behaupten, indem es zwar dem Benediktinerorden zugerechnet wurde, die Stiftfrauen aber weiter besondere Rechte für sich in Anspruch nahmen (eigener Haushalt, Möglichkeit der Heirat).
Geschichte des Bestandsbildners: Stand: 2021
Bestandsgeschichte: Der Hauptteil der Urkundenüberlieferung befindet sich im Stift Bassum. Die Deponierung dieser 29 Urkunden im Staatsarchiv Hannover erfolgte kurz vor Ausbruch des 2. Weltkriegs, ohne dass zu diesem Zeitpunkt bereits ein Depositalvertrag abgeschlossen worden war, da die Abgabe des restlichen Stiftsarchivs nach Hannover geplant war.
Von den Urkunden des Depositums sind drei im Hoyer Urkundenbuch Abt. 2 abgedruckt (Nr. 1, 3, 5), wobei Hodenberg allerdings die Originale nicht zugänglich waren und er sie für verloren hielt, sodass der Abdruck ungenau, nach Vogt, Monumenta inedita, erfolgte. Wo Gebhard von Lenthe, Bassumer Stiftskanonikus seit 1925, durch den die Deponierung erfolgte, die Stücke wieder entdeckt hat, ist nicht bekannt.
Stand: 1983, überarbeitet 2021
Findmittel: EDV-Findbuch 2021
Bearbeiter: Dr. Jürgen Asch (1983)
Bearbeiter: Hildegard Krösche (2021)
Bestand
Literatur: Bernd Ulrich Hucker, Art. Bassum, in: Niedersächsisches Klosterbuch, hrsg. v. Josef Dolle, Band 1, Bielefeld 2012, S. 59-70. Jürgen Asch, Art. Bassum, in: Die Frauenklöster in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Bremen, bearb. von Ulrich Faus (Germania Benedictina 11), St. Ottinlien 1984, S. 421-428.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
2025-06-16T12:45:32+0200