Collegium Musicum (Bestand)
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UAT 540/
Universitätsarchiv Tübingen (Archivtektonik) >> D Universitätseinrichtungen >> Da Zentrale Einrichtungen und Funktionen >> Universitätsmusikdirektor / Collegium Musicum (seit 1817/1949)
1935-2021
Bestandsbeschreibung: Übernommen: 1983-2024.
1. Das Collegium Musicum
Das Collegium Musicum unter der künstlerischen Leitung des Universitätsmusikdirektors besteht seit 1946. Es trat an die Stelle des im selben Jahr aufgelösten Akademischen Musikvereins (vgl. 540/26), der bereits auf eine längere Geschichte zurückblicken konnte.
Im Jahr 1817 war die Stelle eines "Musiklehrers und Musikdirektors" geschaffen worden (bzw. 1816. Reyscher 123, S. 574), deren erster Inhaber, Friedrich Silcher, die Akademische Liedertafel (1829-1904), den Oratorienverein (1839) und den Orchesterverein (1860) gründete, die sich 1889 zum Akademischen Musikverein zusammengeschlossen. Silcher rief 1817 außerdem den akademischen Chor der Universität ins Leben, dessen Leitung in den folgenden Jahrzehnten die jeweiligen Musikdirektoren übernahmen (vgl. 540/45: "Bericht über die Entstehung des Chores").
Die Stelle des Musikdirektors, die seit 1923 mit dem ao. Lehrstuhl für Musikwissenschaft verbunden war, wurde 1952 in einen Lehrstuhl für Musikwissenschaft umgewandelt, 1967 aber wieder neu eingerichtet. Das Orchester der Universität wurde 1935 nach zeitweiliger Auflösung wieder hergestellt (vgl. 540/26).
Die "Camerata vocalis" besteht seit 1973 (sie wurde von UMD Alexander Sumski gegründet). Dieser Kammerchor gehört organisatorisch zum Collegium musicum und widmet sich vor allem dem a-cappella- Repertoire. Er gibt Konzerte, macht Rundfunk- und Schallplattenaufnahmen und unternimmt zahlreiche Tourneereisen.
2. Bestandsgeschichte
Anlässlich des Umzugs des Collegium musicum in den Pfleghof wurde im Dezember 1988 erstmals älteres Verwaltungsschriftgut aus den Jahren 1935-1983 an das Universitätsarchiv abgegeben. Eine zweite Ablieferung von Akten aus den Jahren 1967-1999 erfolgte im August 1999 anlässlich des Wechsels des Universitätsmusikdirektors. Außerdem werden seit 1984 jährlich die gesammelten Drucksachen ("Plakate, Programme, Kritiken" ) ergänzt. Im September 2023 wurden Ordner mit Material zu den Veranstaltungen 2002-2011 abgegeben. Da sich bereits Material mit derselben Laufzeit im Archiv befanden, wurden die Inhalte miteinander abgeglichen und ergänzt.
3. Bearbeiterbericht
Im Winter 1999/2000 wurde der gesamte Bestand neu geordnet und verzeichnet. Die früheren Ablieferungslisten lagen vor und konnten bei der Verzeichnung berücksichtigt werden. Der Bestand umfaßt nun 3,5 lfm Akten mit insgesamt 126 Nrn. Kassiert wurden - ohne Verpackungsmaterial - 2,5 lfm von den ursprünglich ca. 10 lfm Schriftgut in Stehordnern (3,5 lfm älterer Teil von 1988, 6,5 lfm der neuere Teil von 1999). Das 1999 ebenfalls abgelieferte sogenannte "Phonoarchiv" (0,7 lfm, 73 Nrn.) mit Konzertmitschnitten aus den Jahren 1968-1998 befindet sich jetzt als Bestand S 30 bei den Sammlungen des UAT. Die abgegebenen 0,2 lfm Fotografien befinden sich im jetzt im Bestand S 35/5
Kassiert wurden vor allem unzählige Duplikate, gleichförmige Plakate (aufbewahrt wurde jeweils ein exemplarisches Muster), Drucksachen allgemeiner Art wie z.B. Veranstaltungskalender, außerdem Quittungen und Rechnungen (z.B. Fahrtkostenbelege, Hotel- und Busrechnungen, Saalmieten, Honorare, Instrumententransport, Stimmbildung), Auszahlungsanordnungen, Dienstverträge mit wissenschaftlichen Hilfskräften, die Dienststelle Betreffendes (z.B. Telefon- und Portokosten, Büromaterialanschaffung), CD- und Schallplattenversendung inkl. Anfragen und Rechnungen, Material aus der Chor- und Orchesterarbeit wie Notenlisten, Probenpläne, Versendungslisten. Nicht aufbewahrt wurde außerdem Schriftwechsel mit Studenten (z.B. An- und Abmeldungen, Entschuldigungen, Teilnahmebestätigungen, Bewerbungen zur Teilnahme), sofern er sich nicht in der Korrespondenz-Serie befand, die weitgehend im vorgefundenen Zustand belassen wurde.
Eine exakte Trennung der Bereiche Orchester und Chor war aufgrund der vermischten Akten und der gemeinsamen Projekte nicht möglich.
Der Zugang vom Jahr 2023 mit semesterweisen Unterlagen zu den Veranstaltungen des Collegium musicums überschnitt sich teilweise mit bereits vorhandenen Unterlagen. Sie wurden miteinander abgeglichen, ergänzt und die Signaturen UAT 540/183-188 neu erfasst. Der Zugang von 2024 (UAT 540/189-212) wurde im Bereich Sachakten: Semesterprojekte etc. eingearbeitet. Der zweite Zugang 2024 (Akz. 66/2024) umfasste die Signaturen UAT 540/213-237.
Benutzungshinweise und -beschränkungen: Die "Korrespondenz" ist der Kern des Bestandes, sie sollte/kann zu sämtlichen Themen benutzt werden.
4. Ergänzende Überlieferung
Musikwissenschaftliches Institut: UAT 371
Zentrale Verwaltung UAT 117
Zentrale Verwaltung UAT 117E/1103-1105, 117E/1108, 117E/1702, 117E/1789, 117E/2521
Zentrale Verwaltung UAT 596/4223-4226.
5. Literatur
Gabriele Rothmund-Gaul, Zwischen Taktstock und Hörsaal: Das Amt des Universitätsmusikdirektors in Tübingen 1817-1952, Stuttgart/Weimar 1998.
1. Das Collegium Musicum
Das Collegium Musicum unter der künstlerischen Leitung des Universitätsmusikdirektors besteht seit 1946. Es trat an die Stelle des im selben Jahr aufgelösten Akademischen Musikvereins (vgl. 540/26), der bereits auf eine längere Geschichte zurückblicken konnte.
Im Jahr 1817 war die Stelle eines "Musiklehrers und Musikdirektors" geschaffen worden (bzw. 1816. Reyscher 123, S. 574), deren erster Inhaber, Friedrich Silcher, die Akademische Liedertafel (1829-1904), den Oratorienverein (1839) und den Orchesterverein (1860) gründete, die sich 1889 zum Akademischen Musikverein zusammengeschlossen. Silcher rief 1817 außerdem den akademischen Chor der Universität ins Leben, dessen Leitung in den folgenden Jahrzehnten die jeweiligen Musikdirektoren übernahmen (vgl. 540/45: "Bericht über die Entstehung des Chores").
Die Stelle des Musikdirektors, die seit 1923 mit dem ao. Lehrstuhl für Musikwissenschaft verbunden war, wurde 1952 in einen Lehrstuhl für Musikwissenschaft umgewandelt, 1967 aber wieder neu eingerichtet. Das Orchester der Universität wurde 1935 nach zeitweiliger Auflösung wieder hergestellt (vgl. 540/26).
Die "Camerata vocalis" besteht seit 1973 (sie wurde von UMD Alexander Sumski gegründet). Dieser Kammerchor gehört organisatorisch zum Collegium musicum und widmet sich vor allem dem a-cappella- Repertoire. Er gibt Konzerte, macht Rundfunk- und Schallplattenaufnahmen und unternimmt zahlreiche Tourneereisen.
2. Bestandsgeschichte
Anlässlich des Umzugs des Collegium musicum in den Pfleghof wurde im Dezember 1988 erstmals älteres Verwaltungsschriftgut aus den Jahren 1935-1983 an das Universitätsarchiv abgegeben. Eine zweite Ablieferung von Akten aus den Jahren 1967-1999 erfolgte im August 1999 anlässlich des Wechsels des Universitätsmusikdirektors. Außerdem werden seit 1984 jährlich die gesammelten Drucksachen ("Plakate, Programme, Kritiken" ) ergänzt. Im September 2023 wurden Ordner mit Material zu den Veranstaltungen 2002-2011 abgegeben. Da sich bereits Material mit derselben Laufzeit im Archiv befanden, wurden die Inhalte miteinander abgeglichen und ergänzt.
3. Bearbeiterbericht
Im Winter 1999/2000 wurde der gesamte Bestand neu geordnet und verzeichnet. Die früheren Ablieferungslisten lagen vor und konnten bei der Verzeichnung berücksichtigt werden. Der Bestand umfaßt nun 3,5 lfm Akten mit insgesamt 126 Nrn. Kassiert wurden - ohne Verpackungsmaterial - 2,5 lfm von den ursprünglich ca. 10 lfm Schriftgut in Stehordnern (3,5 lfm älterer Teil von 1988, 6,5 lfm der neuere Teil von 1999). Das 1999 ebenfalls abgelieferte sogenannte "Phonoarchiv" (0,7 lfm, 73 Nrn.) mit Konzertmitschnitten aus den Jahren 1968-1998 befindet sich jetzt als Bestand S 30 bei den Sammlungen des UAT. Die abgegebenen 0,2 lfm Fotografien befinden sich im jetzt im Bestand S 35/5
Kassiert wurden vor allem unzählige Duplikate, gleichförmige Plakate (aufbewahrt wurde jeweils ein exemplarisches Muster), Drucksachen allgemeiner Art wie z.B. Veranstaltungskalender, außerdem Quittungen und Rechnungen (z.B. Fahrtkostenbelege, Hotel- und Busrechnungen, Saalmieten, Honorare, Instrumententransport, Stimmbildung), Auszahlungsanordnungen, Dienstverträge mit wissenschaftlichen Hilfskräften, die Dienststelle Betreffendes (z.B. Telefon- und Portokosten, Büromaterialanschaffung), CD- und Schallplattenversendung inkl. Anfragen und Rechnungen, Material aus der Chor- und Orchesterarbeit wie Notenlisten, Probenpläne, Versendungslisten. Nicht aufbewahrt wurde außerdem Schriftwechsel mit Studenten (z.B. An- und Abmeldungen, Entschuldigungen, Teilnahmebestätigungen, Bewerbungen zur Teilnahme), sofern er sich nicht in der Korrespondenz-Serie befand, die weitgehend im vorgefundenen Zustand belassen wurde.
Eine exakte Trennung der Bereiche Orchester und Chor war aufgrund der vermischten Akten und der gemeinsamen Projekte nicht möglich.
Der Zugang vom Jahr 2023 mit semesterweisen Unterlagen zu den Veranstaltungen des Collegium musicums überschnitt sich teilweise mit bereits vorhandenen Unterlagen. Sie wurden miteinander abgeglichen, ergänzt und die Signaturen UAT 540/183-188 neu erfasst. Der Zugang von 2024 (UAT 540/189-212) wurde im Bereich Sachakten: Semesterprojekte etc. eingearbeitet. Der zweite Zugang 2024 (Akz. 66/2024) umfasste die Signaturen UAT 540/213-237.
Benutzungshinweise und -beschränkungen: Die "Korrespondenz" ist der Kern des Bestandes, sie sollte/kann zu sämtlichen Themen benutzt werden.
4. Ergänzende Überlieferung
Musikwissenschaftliches Institut: UAT 371
Zentrale Verwaltung UAT 117
Zentrale Verwaltung UAT 117E/1103-1105, 117E/1108, 117E/1702, 117E/1789, 117E/2521
Zentrale Verwaltung UAT 596/4223-4226.
5. Literatur
Gabriele Rothmund-Gaul, Zwischen Taktstock und Hörsaal: Das Amt des Universitätsmusikdirektors in Tübingen 1817-1952, Stuttgart/Weimar 1998.
237 Nrn; 7,90 lfm
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
17.12.2025, 09:03 MEZ