Kilian von Sindringen, Schultheiß, und die Richter und Gemeinden zu Rappach, Scheppach und Bitzfeld sowie die Gerichtsleute zu Bretzfeld bekunden, dass Kurfürst Philipp von der Pfalz ihnen bewilligt hat, 10 Gulden jährlicher Gülte zu Pauli Bekehrung [25.01.] auf den Dörfern an Eberhard Hünder zu Heilbronn um 200 Gulden wiederlöslich zu verkaufen. Die Verschreibung ist datiert auf den 26.01.1486 (uff dorstag nach sant Pauls bekerung tag), die Bewilligung des Pfalzgrafen auf den heutigen Tag. Die Aussteller versichern, den Pfalzgrafen schadlos zu halten und die Gülte binnen sechs Jahren wieder zu lösen. Kilian von Sindringen kündigt sein aufgedrücktes Siegel an und bittet Junker Ludwig von Sickingen, Amtmann zu Weinsberg, und Jost König, Keller zu Weinsberg, um Aufdrückung ihrer Siegel.
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Kilian von Sindringen, Schultheiß, und die Richter und Gemeinden zu Rappach, Scheppach und Bitzfeld sowie die Gerichtsleute zu Bretzfeld bekunden, dass Kurfürst Philipp von der Pfalz ihnen bewilligt hat, 10 Gulden jährlicher Gülte zu Pauli Bekehrung [25.01.] auf den Dörfern an Eberhard Hünder zu Heilbronn um 200 Gulden wiederlöslich zu verkaufen. Die Verschreibung ist datiert auf den 26.01.1486 (uff dorstag nach sant Pauls bekerung tag), die Bewilligung des Pfalzgrafen auf den heutigen Tag. Die Aussteller versichern, den Pfalzgrafen schadlos zu halten und die Gülte binnen sechs Jahren wieder zu lösen. Kilian von Sindringen kündigt sein aufgedrücktes Siegel an und bittet Junker Ludwig von Sickingen, Amtmann zu Weinsberg, und Jost König, Keller zu Weinsberg, um Aufdrückung ihrer Siegel.
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Nr. 816, 617
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Kopialbücher
Kopialbücher >> Weltliche Territorien und Herrschaften >> Kurpfalz >> Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten >> Philipp >> Liber ad vitam I (Kurfürst Philipps von der Pfalz) >> Urkunden
1486 März 25 (uff den heiligen oster abent)
fol. 314v-315r
Urkunden
Ausstellungsort: [ohne Ort]
Siegler: Kilian von Sindringen (aufgedrückt); Ludwig von Sickingen, Amtmann zu Weinsberg (aufgedrückt); Jost König, Keller zu Weinsberg (aufgedrückt)
Siegler: Kilian von Sindringen (aufgedrückt); Ludwig von Sickingen, Amtmann zu Weinsberg (aufgedrückt); Jost König, Keller zu Weinsberg (aufgedrückt)
Kopfregest: "Wie sich schulteiß richter und gemeyn der dorffer verschriben solch gult in sechs jarn widder zu ledigen".
Hünder, Eberhard; zu Heilbronn, erw. 1486
König, Jost; Keller zu Weinsberg, Zollschreiber zu Mannheim, erw. 1484, 1495
Sickingen, Ludwig von; kurpfälzischer Hofmeister, Amtmann zu Weinsberg, Beisitzer am kurpfälzischen Hofgericht, -1488
Sindringen, Kilian von; erw. 1486
Bitzfeld : Bretzfeld KÜN
Bretzfeld KÜN
Rappach : Bretzfeld KÜN
Scheppach : Bretzfeld KÜN
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
04.04.2025, 08:04 MESZ
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