Mainz, 1564.07.17. (Richter Johann von Karben). Anna, nachgelassene Tochter des Reitz Spul, B.`s zu Frankfurt, und Frau Hansen von Niderrodt, Seilers und B.`s zu Mainz, macht ihr Testament: Sie vermacht Ursula, Peter Spulen Tochter zu Frankfurt, 10. fl. ihrem Mann Hans Seiler 20 fl., falls er damit zufrieden ist (sonst erhält er nichts, weil er in den Krieg gezogen, nicht bei ihr geblieben und auch seine Güter verschwendet, und deshalb alles, was die Testiererin besitzt, von ihr selbst hergekommen ist); erlebt er ihren Tod nicht, so fallen die 20 fl. an ihre Schwester und Erben. Alles übrige erhält ihre Schwester Margreth Spulin, Bürgerin. Z.: Dietrich Glabach, Ulrich Egluff, Schuster, Hans Gildenman, Lorenz Schreiner, Kaufhausknecht, Reinhard Lippert, Kürschner, Klas Dreher und Barthel Schick, Dreher.
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Mainz, 1564.07.17. (Richter Johann von Karben). Anna, nachgelassene Tochter des Reitz Spul, B.`s zu Frankfurt, und Frau Hansen von Niderrodt, Seilers und B.`s zu Mainz, macht ihr Testament: Sie vermacht Ursula, Peter Spulen Tochter zu Frankfurt, 10. fl. ihrem Mann Hans Seiler 20 fl., falls er damit zufrieden ist (sonst erhält er nichts, weil er in den Krieg gezogen, nicht bei ihr geblieben und auch seine Güter verschwendet, und deshalb alles, was die Testiererin besitzt, von ihr selbst hergekommen ist); erlebt er ihren Tod nicht, so fallen die 20 fl. an ihre Schwester und Erben. Alles übrige erhält ihre Schwester Margreth Spulin, Bürgerin. Z.: Dietrich Glabach, Ulrich Egluff, Schuster, Hans Gildenman, Lorenz Schreiner, Kaufhausknecht, Reinhard Lippert, Kürschner, Klas Dreher und Barthel Schick, Dreher.
U / 1564 Juli 17 (in 5 / 2)
Urkundenbestand
Urkundenbestand >> Urkunden, Kopialüberlieferung Bestand 5 (Stadtgericht)
17.07.1564
Stadtgericht Mainz
In 5 / 02, fol. 174 v.
Urkunden
Frankfurt
Mainz
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
23.05.2025, 09:31 MESZ