Klage des Kornbrandweinbrenners Henrich Roling ./. 1) Eheleute Heinrich Albert Littfelt und Anna Schürman;2) Eheleute Johan Waltering und Katharina Lugge und dem Schwiegersohn Timan Boyng;3) Johan Hessingwegen eines Brunnens.
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B-Acta scab, II 33
B-Acta scab Acta Scabinalia (Nachbarrechtliche Grundstücksstreitigkeiten)
Acta Scabinalia (Nachbarrechtliche Grundstücksstreitigkeiten) >> 1601-1700
1695
Enthält: Klage des Kornbrandweinbrenners Henrich Roling am Markt (vertreten durch Prokurator Wilhelm Schlade) gegen 1) Eheleute Weinhändler Heinrich Albert Littfelt und Anna Schürman; 2) Eheleute Johan Waltering und Katharina Lugge und dem Schwiegersohn Timan Boyng; 3) Johan Hessing wegen eines Brunnens. Roling hat sein Haus von der Witwe Dr. Clute gekauft, Littfelt von den Erben Herding. Littfelt hat sein Haus seinem Schwiegersohn Hauptmann Bueren überlassen; das Verfahren gegen diesen wird auf Befehlt des Bischofs abgetrennt und dem Militärgericht übertragen. Obristwachtmeister G. H. Georgy und Obermuditeur (?) Dr. Henrich zur Haer (unter Generalleutnant von Schwartz) stellen eine Untersuchung an. Erwähnt werden: Schmied Werner Boeker, Schreiner Henrich Mertens, Zimmermeister Herman Wevel, Notar Johan Herman Deiters, Christian Hase, fürstlicher Kanzleidirektor und advocatus patriae. Skizze der Örtlichkeit liegt bei. Anlage: Abschrift eines vergleichs in Nachbarstreitigkeiten vom 6. 7. 1682 zwischen den Eheleuten Münsterischer Rat Dr. jur. Johan Bernard Klute und Klara Boichorst und 1) den Eheleuten Höcker Johan Waltering und Katharina Lugge; 2) den Eheleuten Pelsmacher [Pelzmacher] und Buntwerker Johan Hessing und Maria Wisseman. Die Häuser der Beteiligten liegen an der Salzstraße gegenüber Lambertikirchhof. Im Hause des Dr. Clute wohnt der Apotheker Moll. Zeugen: Monsieur Andres Loyer, Kaufhändler, und Meister Johan Borckeling. Notar: Bernard Beckhaus.
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:44 MEZ
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