Die Ulmer Bürger Klaus Ungelter, Jodok ("Jos") Bitterlin und Johann Neiger, derzeit Pfarrkirchenbaupfleger in Ulm, verkaufen zum Nutzen der Pfarrkirchenbaupflege die folgenden jährlichen Einkünfte an das Fundenhaus ("den funden kinden") in Ulm [abgegangen, Bereich zwischen westlicher Friedenstraße und Altem Friedhof, nicht genau lokalisierbar]: - 13 Pfund Wachs und 4 Schilling Heller Ulmer Stadtwährung entrichten die Nonnen des Klarissenklosters in Söflingen ("Sefflingen") [Stadt Ulm] von ihrem Kloster. - Der Hoffischer von Ehrenstein ("Erenstain") [Stadt Blaustein/Alb-Donau-Kreis] gibt 1,5 Pfund Wachs von einem Garten in Ehrenstein an der Blau. - Der Telle gibt 0,5 Pfund Wachs von einem Garten in Ehrenstein bei der Brücke. - Kunzelmann von Herrlingen ("Ho/e/rningen") [Stadt Blaustein/Alb-Donau-Kreis] gibt 0,5 Pfund Wachs von einem Acker zu Hohlenstein [abgegangene Burg bei Herrlingen Stadt Blaustein/Alb-Donau-Kreis]. - Bernhard ("Betz") Räme von Burlafingen ("Burlfingen") [Stadt Neu-Ulm] gibt 1 Pfund Heller Ulmer Stadtwährung von einem Garten und einer Selde zu Burlafingen. - Vintennagel zu Illerberg ("Ylerberg") [Stadt Vöhringen/Lkr. Neu-Ulm] gibt 1 Pfund Heller Ulmer Stadtwährung und 2 Herbsthühner von 2 Tagwerk Wiesen zu Illerberg. Diese Zinsen fallen aufgrund der Seelgerätstiftung des verstorbenen Ulmer Steuermeisters Johann Pfefferkorn an das Fundenhaus. Die Pfleger sollen davon den Findelkindern an festgelegten Feiertagen eine Suppe geben. Bei Säumnis fallen sie wieder an die Pfarrkirchenbaupflege zurück. Dafür haben die Pfleger des Fundenhauses 65 rheinische Gulden bezahlt, die ihnen Johann Pfefferkorn zu seinen Lebzeiten übergeben hat.