Ephoralarchiv Rotenburg (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigenLandeskirchliches Archiv der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers
Objekt beim Datenpartner
D 61
Landeskirchliches Archiv Hannover (Archivtektonik) >> Gliederung >> Landeskirchliches Archiv >> D - Deposita
1380-2008
Bestandsgeschichte: 1. Zur Inspektions- und Archivgeschichte Nachdem die Stifter Bremen und Verden 1648 als säkularisierte Reichslehen an das Königreich Schweden gefallen waren, ist unter schwedischer Herrschaft die Verwaltung des protestantischen Kirchenwesen erstmals organisiert und in Stade zentralisiert worden: 1651/52 wurden dort ein Konsistorium und eine Generalsuperintendentur gegründet. Mit der Errichtung des Konsistoriums erfolgte auch die Einteilung des Gebietes der Herzogtümer Bremen und Verden in Inspektionen oder Präposituren. 1684 bestanden neben den geistlichen Ministerien der Städte Buxtehude, Stade und Verden eine bremische und verdische Superintendentur sowie neun Präposituren, darunter eine Präpositur Rotenburg. Diese Vorläuferin des heutigen Kirchenkreises Rotenburg ist allerdings in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts aufgelöst und in die verdische Superintendentur eingegliedert worden. Mit der zum 19. Oktober 1826 bekannt gemachten Neueinteilung der Herzogtümer in 16 Inspektionen, die jeweils von einem Superintendenten geleitet wurden, entstand wieder eine Inspektion mit festem Sitz in Rotenburg. Diese umfasste die Kirchengemeinden Ahausen, Brockel, Kirchwalsede, Neuenkirchen, Rotenburg, Scheeßel, Schneverdingen, Sottrum, Visselhövede und Wolterdingen. Nach Gründung der Kirchengemeinde Fintel 1848 und Abtretung der Kirchengemeinde Wolterdingen an den Kirchenkreis Soltau 1974 hat sich der Umfang der archivbildenden Gemeinden des heutigen Kirchenkreises Rotenburg nicht mehr geändert. Die Generalakten beginnen - nur wenige ältere Schriftstücke sind vorhanden - in der Regel mit der Neugründung der Inspektion 1826. Spezialakten sind auch aus der Zeit davor vorhanden, diese sind wohl schon bei Errichtung der Inspektion aus dem Ephoralarchiv Verden übernommen worden. 2. Der Bestand als Depositum im Landeskirchlichen Archiv Dr. Helmut Speer hat das Ephoralarchiv Rotenburg zwischen 1954 und 1957 geordnet und in einem Findbuch verzeichnet. Aus Platzmangel wurde das Archiv 2010 und 2011 in zwei Etappen zusammen mit der Altregistratur und vertraglich geregelt im Landeskirchlichen Archiv Hannover als Bestand "D 61 (Ephoralarchiv Rotenburg)" deponiert. Das 1957 vorgelegte Findbuch ist einschließlich der aus neuerem Archivgut gebildeten Nachträge 2011 in eine EDV-Version umgesetzt worden. Dabei sind in der Regel die Originaleinträge übernommen worden, wobei jedem Eintrag eine neue Bestellnummer zugewiesen wurde, die sich an die alte Verzeichnung anlehnt. Auf Besonderheiten wird an entsprechender Stelle hingewiesen. Über die Geschichte und Entwicklung des heutigen Kirchenkreises Rotenburg könnte weiteres im Landeskirchlichen Archiv Hannover aufbewahrtes Archivgut herangezogen werden, u. a. in den Beständen "A 2 (Pfarroffizialakten - Konsistorium Stade)", "A 6 (Pfarrbestellungsakten)", "A 9 (Visitationsakten)", A 12g (Generalsuperintendentur Stade) und für die neuere Zeit der Bestand "L 5 g (Landessuperintendentur Stade)".
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
01.04.2025, 13:47 MESZ
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