Georg Kobaldts, Zimmermann zu Lendsiedel, älterer Sohn namens Jörg Heinrichvon 18 Jahr, welcher im Waldbogen Eichel lesen eine ungefähre Lähmung bekommen, dass er nicht mehr auf der Stelle gehen könne, weshalb ein Verdacht erwacht, ob möchte dieses durch böse Leut und sonderlich Simon Österreicher geschehen sein, weil zwischen diesen und benanntem Zimmermanns Sohn kurz vorher wegen einer geschossenen Taube ziemlicher Widerwillen vorgelaufen, zumal aber gefährlich und nachdenkliche Bedrohungen von diesem gegen jenen gebraucht worden; weshalben ad instantiam des Zimmermanns zur Untersuchung geschritten und von der Juristen-Fakultät zu Altdorf ein Bedenken eingeholt "Österreicher kraft dessen in der Hauptsache zwar absolviert", jedoch aus intus bemerkten Ursachen, noch abgeschwohrene Urfehde, in expensas condemniert worden.
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Georg Kobaldts, Zimmermann zu Lendsiedel, älterer Sohn namens Jörg Heinrichvon 18 Jahr, welcher im Waldbogen Eichel lesen eine ungefähre Lähmung bekommen, dass er nicht mehr auf der Stelle gehen könne, weshalb ein Verdacht erwacht, ob möchte dieses durch böse Leut und sonderlich Simon Österreicher geschehen sein, weil zwischen diesen und benanntem Zimmermanns Sohn kurz vorher wegen einer geschossenen Taube ziemlicher Widerwillen vorgelaufen, zumal aber gefährlich und nachdenkliche Bedrohungen von diesem gegen jenen gebraucht worden; weshalben ad instantiam des Zimmermanns zur Untersuchung geschritten und von der Juristen-Fakultät zu Altdorf ein Bedenken eingeholt "Österreicher kraft dessen in der Hauptsache zwar absolviert", jedoch aus intus bemerkten Ursachen, noch abgeschwohrene Urfehde, in expensas condemniert worden.
Hohenlohe-Zentralarchiv Neuenstein, Ki 10 Nr. 18/Lit. A/108
Landesarchiv Baden-Württemberg, Hohenlohe-Zentralarchiv Neuenstein, Ki 10 Regierung bzw. Domänenkanzlei
Regierung bzw. Domänenkanzlei >> 18. Malefiz- und Fraischsachen
1705
Qu. 1-20
Folio (Höhe x Breite)
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
14.11.2025, 10:21 MEZ