Probleme beim Verkauf einer Wiese in Artelshofen auf der Au durch Hans Georg Escherich von Menschhof an den Müller Christof Heumann in Artelshofen
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E 49/II Nr. 1540
E 49/II Holzschuher/Akten und Rechnungen
Holzschuher/Akten und Rechnungen
11.07.1785 - 03.03.1786
Enthält:
1785 Juli 11: Schreiben des (Verwalters) Johann Conrad Gröschel, Artelshofen, an die Herrschaft in Nürnberg.
Hans Georg Escherich zu Menschhof, Untertan des bürgerlichen Weinhändlers Schmidt in Hersbruck, hat vorige Woche eine Wiese in Artelshofen auf der Au an den hiesigen Müller Christoph Heymann (= Heumann) für 150 Gulden plus 4 Gulden 48 Kreuzer Leikauf verkauft. Johann Escherich, der Bruder des Verkäufers und Bauer in Pfaffenhofen, protestiert gegen diesen Verkauf. Der Müller will vom Kauf nicht zurücktreten, spricht übrigens von 180 Gulden Kauf- und Leikaufsumme.
Undatiert (sicher noch 1785): Pro Nota (wohl Nürnberg).
Kritik an dem nicht sonderlich deutlich verfaßten Bericht (Gröschels). Fraglich ist, ob bei dem vor 16 Jahren geschehenen Verkauf des Gutes des Vaters, Hans Escherichs, an Hans Georg Escherich diese Wiese, welche v. Ebnerisches Lehen ist, mitverkauft worden ist. Dieser Verkauf ist - soweit er die Wiese betrifft - bei der hiesigen Herrschaft nie angezeigt worden. Die Behauptungen des protestierenden Bruders sind widersprüchlich: Bald behauptet er, ein jus retractus zu besitzen, bald aber, der Vater sei noch Besitzer der Wiese.
1786 Februar 18: Protokoll, Menschhof, im Haus des Hans Georg Escherich (Handschrift Gröschels).
Johann Escherich (= Hans, der Vater) wird befragt. Er hat sein hiesiges Gut vor 17 Jahren an seinen Sohn Hans Georg Escherich verkauft, die Wiese hingegen ist nach wie vor sein Eigentum (s.u. seine Zahlungen, die über das Jahr des Hofverkaufs hinausgehen). Er selbst hat sie inzwischen an Müller Heumann für 180 Gulden verkauft und den Leikauf in Höhe von 5 Gulden schon erhalten.
Lage: (Artelshofen) auf der Au. Osten: die Pegnitz. Süden: Wiese des Erhard Loos, Düsselbach. Westen: der Gemein-Fuhrweg. Norden: Wiese des Johann Scharrer, Oberartelshofen.
1786 März 3: Auszug aus einem Reskript.
Hans Escherich zu Menschhof soll binnen 14 Tagen einen Auszug aus dem Kaufbrief seines Sohnes, wie auch aus dem Inventar seiner Frau beibringen. Erst dann kann entschieden werden.
Dazu:
Kontobüchlein des Hans (= Johann) Escherich von Mensinghof (= Menschhof).
1732: 150 Gulden Darlehen wegen einer gekauften Wiese.
1743 bis 1779: Jahrzinszahlungen von je 7 Gulden 30 Kreuzer plus 1 Gulden 12 Kreuzer für Grundzins und 1 Henne.
1785 Juli 11: Schreiben des (Verwalters) Johann Conrad Gröschel, Artelshofen, an die Herrschaft in Nürnberg.
Hans Georg Escherich zu Menschhof, Untertan des bürgerlichen Weinhändlers Schmidt in Hersbruck, hat vorige Woche eine Wiese in Artelshofen auf der Au an den hiesigen Müller Christoph Heymann (= Heumann) für 150 Gulden plus 4 Gulden 48 Kreuzer Leikauf verkauft. Johann Escherich, der Bruder des Verkäufers und Bauer in Pfaffenhofen, protestiert gegen diesen Verkauf. Der Müller will vom Kauf nicht zurücktreten, spricht übrigens von 180 Gulden Kauf- und Leikaufsumme.
Undatiert (sicher noch 1785): Pro Nota (wohl Nürnberg).
Kritik an dem nicht sonderlich deutlich verfaßten Bericht (Gröschels). Fraglich ist, ob bei dem vor 16 Jahren geschehenen Verkauf des Gutes des Vaters, Hans Escherichs, an Hans Georg Escherich diese Wiese, welche v. Ebnerisches Lehen ist, mitverkauft worden ist. Dieser Verkauf ist - soweit er die Wiese betrifft - bei der hiesigen Herrschaft nie angezeigt worden. Die Behauptungen des protestierenden Bruders sind widersprüchlich: Bald behauptet er, ein jus retractus zu besitzen, bald aber, der Vater sei noch Besitzer der Wiese.
1786 Februar 18: Protokoll, Menschhof, im Haus des Hans Georg Escherich (Handschrift Gröschels).
Johann Escherich (= Hans, der Vater) wird befragt. Er hat sein hiesiges Gut vor 17 Jahren an seinen Sohn Hans Georg Escherich verkauft, die Wiese hingegen ist nach wie vor sein Eigentum (s.u. seine Zahlungen, die über das Jahr des Hofverkaufs hinausgehen). Er selbst hat sie inzwischen an Müller Heumann für 180 Gulden verkauft und den Leikauf in Höhe von 5 Gulden schon erhalten.
Lage: (Artelshofen) auf der Au. Osten: die Pegnitz. Süden: Wiese des Erhard Loos, Düsselbach. Westen: der Gemein-Fuhrweg. Norden: Wiese des Johann Scharrer, Oberartelshofen.
1786 März 3: Auszug aus einem Reskript.
Hans Escherich zu Menschhof soll binnen 14 Tagen einen Auszug aus dem Kaufbrief seines Sohnes, wie auch aus dem Inventar seiner Frau beibringen. Erst dann kann entschieden werden.
Dazu:
Kontobüchlein des Hans (= Johann) Escherich von Mensinghof (= Menschhof).
1732: 150 Gulden Darlehen wegen einer gekauften Wiese.
1743 bis 1779: Jahrzinszahlungen von je 7 Gulden 30 Kreuzer plus 1 Gulden 12 Kreuzer für Grundzins und 1 Henne.
Archivale
Indexbegriff Person: Escherich, Hans
Indexbegriff Person: Escherich, Hans Georg
Indexbegriff Person: Escherich, Johann
Indexbegriff Person: Gröschel, Johann Konrad
Indexbegriff Person: Heumann, Christof
Indexbegriff Person: Loos, Erhard
Indexbegriff Person: Scharrer, Johann
Indexbegriff Person: Schmidt, N (Weinhändler Hersbruck)
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Güterbeschreibungen
Indexbegriff Person: Escherich, Hans Georg
Indexbegriff Person: Escherich, Johann
Indexbegriff Person: Gröschel, Johann Konrad
Indexbegriff Person: Heumann, Christof
Indexbegriff Person: Loos, Erhard
Indexbegriff Person: Scharrer, Johann
Indexbegriff Person: Schmidt, N (Weinhändler Hersbruck)
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Güterbeschreibungen
Artelshofen - Oberes Dorf
Artelshofen, Auwiese
Artelshofen, Gemeinfuhrweg
Artelshofen, Pegnitz
Düsselbach
Hersbruck
Menschhof
Wiesenkauf
Verwalter Artelshofen
Ebnerische Fideikommiss-Administration
Untertan
Weinhändler, Hersbruck
Flurname
Leihkauf
Protest
Bauer
Müller, Artelshofen
Kritik
Gutskauf
Lehen
Jus retractus
Protokoll
Auszug
Reskript
Kaufbrief
Inventar
Kontobüchlein
Darlehen
Jahrzins
Grundzins
Henne
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.06.2025, 13:01 MESZ