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Jean Baptiste Dambricour, Claude Saget, Johann George Liebeskind, Charles Joseph Cogerie, Charles Vasqueti und Johann Christoph Jentzsch, Mundköche Kurfürst Friedrich Augusts II. von Sachsen (König August III. von Polen), beurkunden, dass Johann Benjamin Börner aus Dresden, jüngster Sohn des dortigen Schlossturmwächters Johann Christoph Börner, die vierjährige Kochlehre an der Hofküche in Dresden erfolgreich abgeschlossen hat und von Kochkunst, Bäckereikunst und Bratkunst so viel erlernt hat, dass er darin bestehen kann.
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Jean Baptiste Dambricour, Claude Saget, Johann George Liebeskind, Charles Joseph Cogerie, Charles Vasqueti und Johann Christoph Jentzsch, Mundköche Kurfürst Friedrich Augusts II. von Sachsen (König August III. von Polen), beurkunden, dass Johann Benjamin Börner aus Dresden, jüngster Sohn des dortigen Schlossturmwächters Johann Christoph Börner, die vierjährige Kochlehre an der Hofküche in Dresden erfolgreich abgeschlossen hat und von Kochkunst, Bäckereikunst und Bratkunst so viel erlernt hat, dass er darin bestehen kann.
Jean Baptiste Dambricour, Claude Saget, Johann George Liebeskind, Charles Joseph Cogerie, Charles Vasqueti und Johann Christoph Jentzsch, Mundköche Kurfürst Friedrich Augusts II. von Sachsen (König August III. von Polen), beurkunden, dass Johann Benjamin Börner aus Dresden, jüngster Sohn des dortigen Schlossturmwächters Johann Christoph Börner, die vierjährige Kochlehre an der Hofküche in Dresden erfolgreich abgeschlossen hat und von Kochkunst, Bäckereikunst und Bratkunst so viel erlernt hat, dass er darin bestehen kann.
10001 Ältere Urkunden, Nr. 15317 (Zu benutzen im Hauptstaatsarchiv Dresden)
Enthält: Zeilengetreue Abschrift der Urkunde und Identifizierung der genannten Personen:
1. Des Allerdurchlauchtigsen Großmächtigste[n]
2. Fürstens und Herrns Friedrichs Augusti
3. Konigs in Pohlen, Großherzogens in Litthauen, Reußen, Preußen,
4. Mazovien, Samogitien, Kyovien, Vollhinien, Podolien, Podlachien, Liefland, Smolensco, Se-
5. verien und Zchernieovien, Herzogs zu Sachßen, Jülich, Cleve, Berg, Engern und Westphalen, des heil[igen] Röm[ischen] Reichs
6. Erz-Marschalls und Chur-Fürstens, Landgrafens in Thüringen, Markgrafens zu Meißen, auch Ober- und Nieder-Lausitz, Burggrafens zu
7. Magdeburg, gefursteten Grafens zu Henneberg, Grafens zu der Marck, Ravensberg, Barby und Hanau, Herrns zu Ravenstein, Unseres Allergnädigsten
8. Herrns dieser Zeit bestellte Mundköche,
9. Wir Jean Baptiste Dambricour, Claude Saget, Johann George Liebeskind, Charles
10. Joseph Cogerie, Charles Vasqueti und Johann Christoph Jentzsch Thun hiermit jedermänniglichen, wes Standes, Eh-
11. ten, Würden und Kondition die seyn, so mit diesem offenem Briefe ersuchen werden, solchen sehen, lesen oder hören möchten, nebst Erbietung Un-
12. serer unterthanigen, gehorsamen und freywilligen Dienste zu wißen, wie daß Vorzeiger dieses Johann Benjamin Börner aus Dresden gebürtig, Johann Christoph
13. Börners Churfürstl[ichen] Schloß-Thurm-Wächters, eheleiblicher jüngster Sohn, auf sein bescehenes bittliches Ansuchen zu Erlernung der löbl[ichen] Koch-Kunst nach vor-
14. gegangener hohen Approbation und Erlaubniß in höchstgedachter Ihro Königl[ichen] Maj[estä]t Hof-Küche auf- und angenommen und in solcher Lehre vier Jahre richtig
15. nach einander zugebracht und ausgestanden, sich auch in dieser Zeit ehrlich, christlich, getreu und fleißig aufgeführt und dergestalt verhalten, daß wir mit ihme jedesmahl ganz
16. zufrieden seyn können, Daneben auch durch angenommenen beruflichen Unterricht in der löblichen Koch- und Bäckerei- wie auch Brat-Kunst so viel erlernet und begriffen, daß
17. er nächst Göttlicher Hülffe darinnen bestehen und einem jedweden nach Standes-Gebuhr Satisfaction geben kann. Wann dann besagter Johann Benjamin Börner nach Ver-
18. lauf dieser seiner Lehrzeit Uns geziemende angelanget und gebethen, Wir möchten ihn nunmehro derselben freyspechen und dieserwegen so wohl als seines ehrlichen
19. Verhaltens halber gewöhnlichen Freyebrief und Zeugnis erteilen. Als haben Wir solches hierdurch bewerkstelligen wollen, Gestalt Wir ihn denn im Nahmen GOTTES
20. der Lehre hiermit quitt, frey und loß gesprochen haben. Gelanget diesemnach an alle und jede Höhe und Nieder, sowohl geist- und weltlichen Standes insonderheit aber an
21. alle der löbl[ichen] Koch-Kunst zugethane, unterthänig Dienst und freundliches Ersuchen und Bitten, Sie wollen belieben, diesem allen nicht allein wahren Glauben zu
22. gönnen, sondern auch mehrgedachten Johann Benjamin Börner seiner ehrlichen erlernten Kunst und guten Verhaltens wegen alle Gnade, geneigte Gunst und Beförde-
23. derung [sic] wiederfahren, sich auch selbigen bestens recommendiret seyn lassen. Dieses wird er mit allem Dank erkennen. Wir aber sind ein solches in dergleichen Begebenheiten
24. um einen jeden nach Standes-Gebühr hinwieder zu verschulden ganz willig und erböthig. Urkunde deßen haben anwesenden Königl[ichen] und Churprinzl[lichen] Herrn Kü-
25. chenmeistern, Herrn Mund- und Hofköchen als hierzu erbetene Zeugen diesen Lehrbrief eigenhändig unterschrieben und besiegelt. So geschehen in Desden am 22. Sept[ember] 1763.
Unterschriften und Siegel unter dem Text: Chaudejaillie, Maitrè der Hotelle Jean Baptiste Dambricour; Johann George Adolphe Jassemann, Maitre d' Hotel; Johann Gottfried Schuller, Maitre d' Hotel; Claude Saget; Johann Joseph Metzner; Thomas le Ducz; Louis Flais Foucault; Johann George Liebeskind; Carl Joseph Cogerius; Carl Alberth Leisser; Johann Christoph Jentzsch; Jacob Wilhelm Stahl; Jacob Jean Joseph Wess; Johann Gottlob Gerngroß; Christian Adolph Sommer; Gotthelf Lebrecht Wertter[? Schrift stark verblasst]; Johann Wilhelm Köckeritz.
Unterschrift und Siegel links vom Text:
S[eine]r Königl[ichen] Maj[erstä]t in Pohlen und Chur-Fürstl[ichen] Durchl[aucht] zu Sachßen bestellter Ober-Schenke
Melchior Heinrich von Breitenbauch
Genannte Personen:
1. August III., König von Polen (Friedrich August II., Kurfürst von Sachsen)
2. Jean Baptiste Dambricour, Mundkoch, Chaudejaillie [wohl zu chaude/heiß und jallir/sprudeln], Maitrè der Hotelle, Bestallung als Mundkoch in einem Spezialreskript vom 19. Januar 1739 (10036 Finanzarchiv, Nr. 3688, Vorgang Nr. 059), als Mundkoch in Hof-und Staatskalender, 1740 (erstmals mit typischer Verzögerung von einem Jahr, 1739 auch in anderer Funktion an Hofküche nicht nachweisbar), S. 7, 1741 - 1745, S. 9, 1746 - 1748, S. 10, 1749 - 1751, S.11, 1752, S. 12, 1753, S.13, 1754, S. 14, 1755 und 1756, S. 15, 1757, S. 15, 1765, S. 42 nicht mehr
3. Claude Saget, Mundkoch, als Mundkoch in Hof-und Staatskalender 1756, S. 15, 1757, S. 15, 1765, S. 42 nicht mehr
4. Johann George Liebeskind, Mundkoch, unter den Hof- und Beiköchen im Hof-und Staatskalender 1756, S- 15, als Mundkoch dann in Hof-und Staatskalender, 1757, S. 15, 1765, S. 42 nicht mehr
5. Charles Joseph Cogerie (Carl Joseph Cogerius), Mundkoch, erstmals als Mundkoch im Hof- und Staatskalender von 1757, S. 15 (Namensschreibung Carl Joseph Cocheri), auch 1765, S. 42 (Namensschreibung Carl Joseph Cogery)
6. Charles Vasqueti, Mundkoch, in Hof- und Staatskalendern 1756 und 1757, S. 15 sowie 1765, S. 42/43 unter Köchen nicht nachweisbar
7. Johann Christoph Jentzsch, Mundkoch, in Hof- und Staatskalendern 1756 und 1757, S. 15 jeweils noch unter Hof- und Beiköchen, 1765, S. 42/43 nicht mehr nachweisbar
8. Johann Benjamin Börner, geboren in Dresden, erfolgreicher Kochlehrling an der Hofküche in Dresden, jüngster Sohn von 9
9. Johann Christoph Börner, Vater von 8, Schloßstürmwächter in Dresden (belegt in 10006 Oberhofmarschallamt, R 01, 01, Nr. 004, ab Digitalisat Nr. 12 Bestallung von 1743)
10. Johann George Adolphe Jassemann, Maitre d' Hotel, , in Hof- und Staatskalendern 1756 und 1757, S. 15 sowie 1765, S. 42/43 unter Köchen nicht nachweisbar
11. Johann Gottfried Schuller, Maitre d' Hotel, in Hof- und Staatskalendern 1756 und 1757, S. 15 unter Köchen nicht nachweisbar, jedoch 1765, S. 42 als Küchenmeister
13. Johann Joseph Metzner, Koch, in Hof- und Staatskalendern 1756 und 1757, S. 15 unter Köchen nicht nachweisbar, jedoch 1765, S. 42 als Mundkoch
14. Thomas le Ducz, Koch, in Hof- und Staatskalendern 1756 und 1757, S. 15 unter Köchen nicht nachweisbar, jedoch 1765, S. 42 als Mundkoch (Namensschreibung Thomas le Duc)
15. Louis Flais Foucault, wahrscheinlich Koch, in Hof- und Staatskalendern 1756 und 1757, S. 15 sowie 1765, S. 42/43 unter Köchen nicht nachweisbar
16. Carl Alberth Leisser, wahrscheinlich Koch, in Hof- und Staatskalendern 1756 und 1757, S. 15 sowie 1765, S. 42/43 unter Köchen nicht nachweisbar
18. Jacob Wilhelm Stahl, Koch, in Hof- und Staatskalendern 1756 und 1757, S. 15 unter Köchen nicht nachweisbar, jedoch 1765, S. 43 unter Hof- und Beiköchen
19. Jacob Jean Joseph Wess, wahrscheinlich Koch, in Hof- und Staatskalendern 1756 und 1757, S. 15 sowie 1765, S. 42/43 unter Köchen nicht nachweisbar
20. Johann Gottlob Gerngroß, wahrscheinlich Koch, in Hof- und Staatskalendern 1756 und 1757, S. 15 sowie 1765, S. 42/43 unter Köchen nicht nachweisbar
21. Christian Adolph Sommer, Koch, in Hof- und Staatskalendern 1756 und 1757, S. 15 unter Köchen nicht nachweisbar, jedoch 1765, S. 43 unter Hof- und Beiköchen
22. Gotthelf Lebrecht Wertter[? Schrift stark verblasst], wahrscheinlich Koch Gotthelf Lebrecht Werther (vgl. Hof- und Staatskalender, 1756 und 1757, S. 15 sowie 1765, S.43 jeweils unter Hof- und Beiköchen)
23. Johann Wilhelm Köckeritz, wahrscheinlich Koch, in Hof- und Staatskalendern 1756 und 1757, S. 15 jeweils unter Hof- und Beiköchen, 1765, S. 42/43 unter Köchen nicht mehr nachweisbar
24. Melchior Heinrich von Breitenbauch, kursächsicher Oberschenk, vgl. https://de.m.wikipedia.org/wiki/Melchior_Heinrich_von_Breitenbauch (benutzt am 19.01.2024), Übertragung der Hofwirtschaftshauptdirektion an den Oberschenken unter Beibehaltung dieser Funktion zum an 5. August 1763 (10006 Oberhofmarschallamt, K 04, Nr. 06, Bl. 186a-187b, hier Bl. 187a, weitere Karriereschritte voraussichtlich auch in diesem Bestand nachweisbar).
Urkunden
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.