Mainz, 1653.01.27. (Richter Pfeffer). Herr Konrad Rottenberger hat unlängst dem Spital zum Floß 200 fl. B. vermacht, die Herr Johann Wolf Kreuther, B. und Krämer, u.s.Fr. Margreth auf Lichtmeß zu verzinsen übernommen haben. Von dem Zins ist am Tag des hl. Konrad (26.11.) den Armen im genannten Spital 6 fl. B. und dann noch 3 fl. unter 12 Häuser auszuteilen; der übrige Gulden ist dem Rat wegen angewandter Bemühung zu überlassen. Dem Spital ist als Unterpfand verlegt: Das Haus zum Mohren in der Seilergasse, zwischen Barthel Kleinman und Anton Peyschels Erben, zinst Heiliggeist 6 Albus und ist dem St. Barbara-Spital für 200 fl. verlegt. Z.: Johann Christoph Fischer, Stiftsherr zu St. Stephan, und Hieronymus Will, Eisenhändler.
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Mainz, 1653.01.27. (Richter Pfeffer). Herr Konrad Rottenberger hat unlängst dem Spital zum Floß 200 fl. B. vermacht, die Herr Johann Wolf Kreuther, B. und Krämer, u.s.Fr. Margreth auf Lichtmeß zu verzinsen übernommen haben. Von dem Zins ist am Tag des hl. Konrad (26.11.) den Armen im genannten Spital 6 fl. B. und dann noch 3 fl. unter 12 Häuser auszuteilen; der übrige Gulden ist dem Rat wegen angewandter Bemühung zu überlassen. Dem Spital ist als Unterpfand verlegt: Das Haus zum Mohren in der Seilergasse, zwischen Barthel Kleinman und Anton Peyschels Erben, zinst Heiliggeist 6 Albus und ist dem St. Barbara-Spital für 200 fl. verlegt. Z.: Johann Christoph Fischer, Stiftsherr zu St. Stephan, und Hieronymus Will, Eisenhändler.
U / 1653 Januar 27 (in 5 / 31)
Urkundenbestand
Urkundenbestand >> Urkunden, Kopialüberlieferung Bestand 5 (Stadtgericht)
27.01.1653
Stadtgericht Mainz
In 5 / 31, fol. 115 v.
Urkunden
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
23.05.2025, 09:31 MESZ