Böhler, Wilhelm (1891-1958) (Bestand)
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3800/Böh
Historisches Archiv des Erzbistums Köln (Archivtektonik) >> A. - Erzbistum, Erzbischöfe, Weihbischöfe, Generalvikariat >> Dienstakten einzelner Mitarbeiter von Erzbischof und Generalvikar (Auswahl)
1864-1968
Domkapitular: 28 lfm., vor allem Schulwesen, Schulpolitik, Staatskirchenrecht, Personalangelegeneheiten, Medien, Diözesankomitee u.a. aus seiner Tätigkeit als Dezernent bzw. Leiter der Schulabteilung sowie als Berater von Kardinal Frings seit ca. 1945 (1921 ff., i.d.R. aber 1945-1958); Findbuch, 518 VE Geb. 18. 11. 1891 in Wichterich; 1915 Priesterweihe; seit 1920 in Düsseldorf als Generalsekretär für die „Katholische Schulorganisation“; seit 1935 Pfarrer in Essen; 1945 Domkapitular, Generalvikariatsrat und u. a. (politischer) Beauftragter auf versch. Ebenen; 1949 Ernennung zum „Beauftragten des Vorsitzenden der Fuldaer Bischofskonferenz(en) [Kardinal Frings ] bei der Bundesregierung in Bonn“; 1950 Leiter der Bischöfl. Arbeitsstelle für Schule u. Erziehung; 1952 Apostol. Protonotar, 1956 persönl. Titel Exzellenz; gest. 25. 7. 1958 in Köln. Schon aus der Weimarer Zeit bestens mit dem polit. Wirkungsbereich vertraut, wurde Böhler seit Ende 1945 zum wichtigen polit. Berater des soeben zum Vorsitzenden der Fuldaer Bischofskonferenz(en) gewordenen Erzbischofs Frings. Er war tätig in diversen polit. und schulpolit. Fragen der Wiederaufbau- und Neuorientierungsphase nach dem Kriege. Er war zuständig für Fragen Gesamtdeutschlands (verstärkt seit 1947/48), für den Bereich der Britischen Besatzungszone, für das neu entstandene Land NRW, für die staatl. Neuordnung im Parlamentarischen Rat sowie für die die Bundesregierung und -politik in Bonn tangierenden Fragen (vgl. dazu unten die Bestände: „Kath. Büro Bonn“ u. „Kath. Büro NRW“ Den Umfang von Böhlers keineswegs rein polit. Tätigkeit dokumentiert eine Liste in diesem Bestand, die er selbst im Sept. 1956 angelegt hat. Danach hatte er folgende Aufgaben: Polit. Vertretung in Bonn (allg., Kirchenpolit. Gremium, Kath. Büro, Abgeordnetenberatung und Klubhaus), Zentralkomitee (Geschäftsführender Ausschuß u. Vorstand des Vereins zur Förderung der Bildungsbestrebungen), KNA (Beirat u. ständiger Berater), polit. Vertretung in Düsseldorf (schul-, kultur- u. kirchenpolit.), Bischöfl. Arbeitsstelle für Schule und Erziehung in Köln (seit 1950 Leitung, ferner Bearbeitung aller schulpolit. Fragen), Diözesan-Schul-Dezernentenkonferenzen (Leitung u. Beratung), Internationale kath. Schulbewegung (Beirat), Kath. Elternschaft Deutschlands (Beirat), Rundfunkinstitut der [damals] 4 Diözesen in NRW (im Vorstand), Arbeitsgemeinschaft der Erwachsenenbildung der Diözesen in NRW (stellvertr. Vorstandsmitglied), Diözesankomitee (Beauftragter des Erzbischofs im Vorstand), Thomas-Morus-Akademie (Verantw. Leitung), Generalvikariat Köln (Schuldezernat, polit. Dezernat, Filmdezernat). Aus der großen Aufgabenfülle ergibt sich der (neben den eigentlichen Generalvikariatsakten) z. T. beachtliche Wert der Dienstakten. Der Dienstaktenbestand enthält i. w. die Akten Böhlers aus der Zeit seit 1945, jedoch nur insoweit, als sie nicht nach seinem Tode an die Kath. Büros NRW (zunächst in Köln, dann in Düsseldorf) und Bonn abgegeben worden sind. Dieser inhaltlich z. T. stärker erzbistumsbezogene Teil der Akten Böhlers verblieb beim Kölner Generalvikariat und gelangte 1986 ins Archiv. Weitere Dienstakten Böhlers betr. Schule siehe im Bestand „Hauptabteilung Schule/Hochschule“ und als Vorakten in den „Dienstakten Cleven“.
Form und Inhalt: EINLEITUNG
Form und Inhalt: EINLEITUNG
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ