Das Landgericht zu Sulzbach unter dem Vorsitz des Hanns von Parsperg zu Flügelperg erkennt in der Klagsache Fritz Graws von Snaitach gegen Hanns Twinger, Altristen der Thomaskirche zu Alten Sittenpach, wegen eines Hofes zu Obern Rainpach, welcher nach Angabe des beklagten Heinrich Ritter, Bürger zu Hersbruck, mit Geschäftsbrief vom 11. April 1461 ist eingeschaltet samt seiner übrigen Habe zu einer ewigen Messe zu Nydern Sitenpach gewidmet habe, auf welchen aber Kläger als des Erlassers Vater Erbansprüche erhebt, mit der Mehrheit der Stimmen zu recht, dass beklagter sich vor dem Landgericht Sulzbach verantworten solle, während eine Minderheit (Caspar Stainlinger und Albrecht Mentelberg) dafür stimmt, daß der Handel die Geistlichkeit anrühre und dem Beklagten billigerweise von seinem ordentlichen Richter "zugesprochen" werde. (Weitern vorkommende Namen: Der Ramhshorn als derzeitiger Inhaber des Preitigen Hofes, der Weysenhaider und der Mehsrer, Vorgänger Hanns Twingers im Besitz der gestifteten Messe.)
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Das Landgericht zu Sulzbach unter dem Vorsitz des Hanns von Parsperg zu Flügelperg erkennt in der Klagsache Fritz Graws von Snaitach gegen Hanns Twinger, Altristen der Thomaskirche zu Alten Sittenpach, wegen eines Hofes zu Obern Rainpach, welcher nach Angabe des beklagten Heinrich Ritter, Bürger zu Hersbruck, mit Geschäftsbrief vom 11. April 1461 ist eingeschaltet samt seiner übrigen Habe zu einer ewigen Messe zu Nydern Sitenpach gewidmet habe, auf welchen aber Kläger als des Erlassers Vater Erbansprüche erhebt, mit der Mehrheit der Stimmen zu recht, dass beklagter sich vor dem Landgericht Sulzbach verantworten solle, während eine Minderheit (Caspar Stainlinger und Albrecht Mentelberg) dafür stimmt, daß der Handel die Geistlichkeit anrühre und dem Beklagten billigerweise von seinem ordentlichen Richter "zugesprochen" werde. (Weitern vorkommende Namen: Der Ramhshorn als derzeitiger Inhaber des Preitigen Hofes, der Weysenhaider und der Mehsrer, Vorgänger Hanns Twingers im Besitz der gestifteten Messe.)
Reichsstadt Nürnberg, Losungamt, Reverse 17
Reichsstadt Nürnberg, Losungamt, Reverse
Reichsstadt Nürnberg, Losungamt, Reverse >> Reverse an das Losungsamt sowie sonstige Urkunden
1477 November 12
Urkunden
ger
Originaldatierung: G. am Mitwochen nach sant martinstag etc. 1477.
Medium: A = Analoges Archivalie
Jahr: 1477
Monat: 11
Tag: 12
Äußere Beschreibung: Ausf. Perg. mit anh. Landgerichtssiegel.
Medium: A = Analoges Archivalie
Jahr: 1477
Monat: 11
Tag: 12
Äußere Beschreibung: Ausf. Perg. mit anh. Landgerichtssiegel.
Parsberg, Johann von (zu Flügelsberg)
Graus, Friedrich
Ritter, Heinrich
Steinlinger, Kaspar
Mentelberg, Albrecht
Ramshorn
Weisenhaider
Mechsrer
Twinger, Johann
Sulzbach (Gde. Sulzbach-Rosenberg, Lkr. Amberg-Sulzbach)
Schnaittach (Lkr. Nürnberger Land)
Altensittenbach (Gde. Hersbruck, Lkr. Nürnberger Land)
Oberreinbach (Gde. Neukirchen b. Sulzbach-Rosenberg, Lkr. Amberg-Sulzbach)
Hersbruck (Lkr. Nürnberger Land)
Niedersittenbach = Altensittenbach
Landgericht, Sulzbach
Urkunde,
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
23.05.2025, 11:52 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
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- Reichsstädtische Zentral- und Mittelbehörden (Tektonik)
- Losungamt - siehe auch Nürnberger Archivalien sowie Ämterrechnungen (Tektonik)
- Reverse an das Losungamt (Tektonik)
- Reichsstadt Nürnberg, Losungamt, Reverse (Bestand)
- Reverse an das Losungsamt sowie sonstige Urkunden (Gliederung)
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