Aufklärungsverbände (Bestand)
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BArch BL 26
call number: BL 26
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1967 - 1991
Geschichte des Bestandsbildners: Aufklärungsgeschwader 51 „Immelmann", Bremgarten (1959 - 1993)
Das Aufklärungsgeschwader 51 wurde mit Luftwaffenaufstellungsbefehl Nr. 124 vom 10. April 1959 zum 1. April in Erding aufgestellt und der Luftwaffengruppe Süd unterstellt. Bei seiner Aufstellung war das Geschwader mit dem Flugzeugmuster RF- 84F „Thunderflash" ausgerüstet. Gemäß Verlegungsbefehl vom 7. April 1960 wurde das Geschwader zum 1. Mai auf den Fliegerhorst Manching bei Ingolstadt verlegt. Mit Wirkung vom 21. April 1961 wurde dem Verband der Traditionsname „Immelmann" verliehen (Oberleutnant Max Immelmann war ein erfolgreicher Kampfflieger im 1. Weltkrieg). Am 1. August 1961 erfolgte die Assignierung des Verbandes bei der NATO. Ab 1963 rüstete das Geschwader auf das Waffensystem RF-104 G „Starfighter" um. Mit Verlegungsbefehl vom 28. März 1968 wurde ab 15. April 1969 von Ingolstadt auf den Fliegerhorst Bremgarten bei Freiburg verlegt. Im Jahre 1971 wurde mit der Umrüstung auf das Waffensystem RF 4-E Phantom II begonnen. Gemäß Organisationsbefehl Nr. 29 / 1991 vom 19. November 1991 wurde das Aufklärungsgeschwader 51 zum 31. März 1993 außer Dienst gestellt.
Kommodore:
Oberst Grasemann, Walter 07.1959 - 04.12.1962
Oberst Loosen, Bruno 05.12.1962 - 31.03.1969
Oberst Sauer, Wolfgang 01.04.1969 - 30.09.1972
Obstlt. Schade, Fritz 01.10.1972 - 27.03.1977
Oberst Adam, Hermann 28.03.1977 - 31.03.1980
Oberst Koch, Karl- Heinz 01.04.1980 - 15.10.1981
Oberst Purucker, Manfred 16.10.1981 - 31.12.1984
Oberst Wienss, Eckart 01.01.1985 - 24.03.1988
Oberst Back, Gerhard 25.03.1988 - 30.05.1990
Oberst Focke, Uwe 31.05.1990 - 1993
Aufklärungsgeschwader 51 „Immelmann", Jagel (seit 1993)
Zeitgleich mit der Auflösung des alten Aufklärungsgeschwaders 51 wurde mit Organisationsbefehl Nr. 49 / 1992 (Lw) vom 26. Februar 1993 die Aufstellung eines neuen Aufklärungsgeschwaders 51 mit Luftfahrzeugen der Marine auf dem Marinefliegerhorst Schleswig-Jagel zum 1. Mai 1993 befohlen. Der Verband, der der 3. Luftwaffendivision unterstellt wurde, führte vom Tag der Indienststellung den Traditionsnamen „Immelmann" fort. Das Aufklärungsgeschwader 51 „Immelmann" ist derzeit das einzige Aufklärungsgeschwader der Luftwaffe. Zur Zeit ist das Waffensystem „Tornado" im Einsatz.
Kommodore:
Oberst Sowada, Eckhard 1993 - 1995
Oberst Kreuzinger-Janik, Arne 1996 - 1997
Oberst Both, Jochen 1997 - 2000
Oberst Poth, Hans- Dieter 2000 - 2002
Oberst Storm, Helmar 2002 - 2005
Oberst Poschwatta, Thorsten 2005 - 01.11.2007
Oberst Stoye, Karsten 02.11.2007 -
Die Luftaufklärungsverbände der Bundesluftwaffe haben im Kriegsfall die Aufgabe ein möglichst lückenloses Bild über Stärke, Absichten und Bewegungen des Gegners zu erstellen. Dies umfasst die Aufklärung der gegnerischen
· Land- und Seestreitkräfte,
· Kampfanlagen,
· Führungs- und Versorgungseinrichtungen sowie das
· Feststellen der eigenen Waffenwirkung.
Die Aufklärungsgeschwader sind gegliedert in
· Stab Aufklärungsgeschwader
· darunter
· Fliegende Gruppe mit 1. und 2. Aufklärungsstaffel
· Technische Gruppe
· Fliegerhorstgruppe
Die Aufklärungsgeschwader unterstanden bei ihrer Aufstellung zunächst den Luftwaffengruppen Nord bzw. Süd. Nach mehrmaliger Umgliederung in der Kommandostruktur der Luftwaffe wurden sie schließlich den Luftwaffendivisionen unterstellt.
Da alle bewaffneten Kampfverbände der Luftwaffe ausschließlich von der NATO eingesetzt werden, sind sie in die Kommandostruktur der NATO eingebunden. Dabei werden zwei Stufen voneinander unterschieden:
· „earmarked" („vorgemerkt") für Verbände mit noch nicht ausreichender Einsatzbereitschaft
· „assigned" („zugewiesen") für Verbände mit ausreichender Einsatzbereitschaft für den Kampfeinsatz.
Assignierte Einheiten befinden sich unter der direkten Kommandobefugnis der NATO und haben im Kriegsfall sofort den Kampf gemäß NATO-Einsatzplänen aufzunehmen. Der Unterstellungsstatus ergibt sich aus der jeweiligen organisatorischen, personellen, technischen und logistischen Situation eines Verbandes. Häufig werden nicht ganze Geschwader, sondern nur einzelne Staffeln bzw. der jeweilige Stab der NATO assigniert. Zum Teil werden Assignierungen auch wieder aufgehoben, weil die Einheiten umgerüstet, verlegt oder aufgelöst werden.
Bestandsbeschreibung: Der Bestand ist nicht bearbeitet.
Inhaltliche Charakterisierung: Im Wesentlichen umfasst die Überlieferung Unterlagen des Aufklärungsgeschwaders 51 "Immelmann". Wenige Akteneinheiten sind auch von den Aufklärungsgeschwadern 52 und 54 vorhanden. Bei den überlieferten Akten handelt es sich größtenteils um Unterlagen zur Organisation und zum Dienstbetrieb sowie um Befehle (Geschwader-, Gruppen-, Staffel-, Kasernen-, Standort-, Divisionsbefehle). In geringem Umfang sind Berichte (insbesondere zur Flugsicherheit), Militärische und Kriegstagebücher, Unterlagen zu Personalfragen sowie zu Übungen und Manövern (auch im Rahmen der NATO ) überliefert.
Erschließungszustand: Abgabeverzeichnis
Umfang, Erläuterung: VS-Anteil: 5,5 %
Zitierweise: BArch BL 26/...
Das Aufklärungsgeschwader 51 wurde mit Luftwaffenaufstellungsbefehl Nr. 124 vom 10. April 1959 zum 1. April in Erding aufgestellt und der Luftwaffengruppe Süd unterstellt. Bei seiner Aufstellung war das Geschwader mit dem Flugzeugmuster RF- 84F „Thunderflash" ausgerüstet. Gemäß Verlegungsbefehl vom 7. April 1960 wurde das Geschwader zum 1. Mai auf den Fliegerhorst Manching bei Ingolstadt verlegt. Mit Wirkung vom 21. April 1961 wurde dem Verband der Traditionsname „Immelmann" verliehen (Oberleutnant Max Immelmann war ein erfolgreicher Kampfflieger im 1. Weltkrieg). Am 1. August 1961 erfolgte die Assignierung des Verbandes bei der NATO. Ab 1963 rüstete das Geschwader auf das Waffensystem RF-104 G „Starfighter" um. Mit Verlegungsbefehl vom 28. März 1968 wurde ab 15. April 1969 von Ingolstadt auf den Fliegerhorst Bremgarten bei Freiburg verlegt. Im Jahre 1971 wurde mit der Umrüstung auf das Waffensystem RF 4-E Phantom II begonnen. Gemäß Organisationsbefehl Nr. 29 / 1991 vom 19. November 1991 wurde das Aufklärungsgeschwader 51 zum 31. März 1993 außer Dienst gestellt.
Kommodore:
Oberst Grasemann, Walter 07.1959 - 04.12.1962
Oberst Loosen, Bruno 05.12.1962 - 31.03.1969
Oberst Sauer, Wolfgang 01.04.1969 - 30.09.1972
Obstlt. Schade, Fritz 01.10.1972 - 27.03.1977
Oberst Adam, Hermann 28.03.1977 - 31.03.1980
Oberst Koch, Karl- Heinz 01.04.1980 - 15.10.1981
Oberst Purucker, Manfred 16.10.1981 - 31.12.1984
Oberst Wienss, Eckart 01.01.1985 - 24.03.1988
Oberst Back, Gerhard 25.03.1988 - 30.05.1990
Oberst Focke, Uwe 31.05.1990 - 1993
Aufklärungsgeschwader 51 „Immelmann", Jagel (seit 1993)
Zeitgleich mit der Auflösung des alten Aufklärungsgeschwaders 51 wurde mit Organisationsbefehl Nr. 49 / 1992 (Lw) vom 26. Februar 1993 die Aufstellung eines neuen Aufklärungsgeschwaders 51 mit Luftfahrzeugen der Marine auf dem Marinefliegerhorst Schleswig-Jagel zum 1. Mai 1993 befohlen. Der Verband, der der 3. Luftwaffendivision unterstellt wurde, führte vom Tag der Indienststellung den Traditionsnamen „Immelmann" fort. Das Aufklärungsgeschwader 51 „Immelmann" ist derzeit das einzige Aufklärungsgeschwader der Luftwaffe. Zur Zeit ist das Waffensystem „Tornado" im Einsatz.
Kommodore:
Oberst Sowada, Eckhard 1993 - 1995
Oberst Kreuzinger-Janik, Arne 1996 - 1997
Oberst Both, Jochen 1997 - 2000
Oberst Poth, Hans- Dieter 2000 - 2002
Oberst Storm, Helmar 2002 - 2005
Oberst Poschwatta, Thorsten 2005 - 01.11.2007
Oberst Stoye, Karsten 02.11.2007 -
Die Luftaufklärungsverbände der Bundesluftwaffe haben im Kriegsfall die Aufgabe ein möglichst lückenloses Bild über Stärke, Absichten und Bewegungen des Gegners zu erstellen. Dies umfasst die Aufklärung der gegnerischen
· Land- und Seestreitkräfte,
· Kampfanlagen,
· Führungs- und Versorgungseinrichtungen sowie das
· Feststellen der eigenen Waffenwirkung.
Die Aufklärungsgeschwader sind gegliedert in
· Stab Aufklärungsgeschwader
· darunter
· Fliegende Gruppe mit 1. und 2. Aufklärungsstaffel
· Technische Gruppe
· Fliegerhorstgruppe
Die Aufklärungsgeschwader unterstanden bei ihrer Aufstellung zunächst den Luftwaffengruppen Nord bzw. Süd. Nach mehrmaliger Umgliederung in der Kommandostruktur der Luftwaffe wurden sie schließlich den Luftwaffendivisionen unterstellt.
Da alle bewaffneten Kampfverbände der Luftwaffe ausschließlich von der NATO eingesetzt werden, sind sie in die Kommandostruktur der NATO eingebunden. Dabei werden zwei Stufen voneinander unterschieden:
· „earmarked" („vorgemerkt") für Verbände mit noch nicht ausreichender Einsatzbereitschaft
· „assigned" („zugewiesen") für Verbände mit ausreichender Einsatzbereitschaft für den Kampfeinsatz.
Assignierte Einheiten befinden sich unter der direkten Kommandobefugnis der NATO und haben im Kriegsfall sofort den Kampf gemäß NATO-Einsatzplänen aufzunehmen. Der Unterstellungsstatus ergibt sich aus der jeweiligen organisatorischen, personellen, technischen und logistischen Situation eines Verbandes. Häufig werden nicht ganze Geschwader, sondern nur einzelne Staffeln bzw. der jeweilige Stab der NATO assigniert. Zum Teil werden Assignierungen auch wieder aufgehoben, weil die Einheiten umgerüstet, verlegt oder aufgelöst werden.
Bestandsbeschreibung: Der Bestand ist nicht bearbeitet.
Inhaltliche Charakterisierung: Im Wesentlichen umfasst die Überlieferung Unterlagen des Aufklärungsgeschwaders 51 "Immelmann". Wenige Akteneinheiten sind auch von den Aufklärungsgeschwadern 52 und 54 vorhanden. Bei den überlieferten Akten handelt es sich größtenteils um Unterlagen zur Organisation und zum Dienstbetrieb sowie um Befehle (Geschwader-, Gruppen-, Staffel-, Kasernen-, Standort-, Divisionsbefehle). In geringem Umfang sind Berichte (insbesondere zur Flugsicherheit), Militärische und Kriegstagebücher, Unterlagen zu Personalfragen sowie zu Übungen und Manövern (auch im Rahmen der NATO ) überliefert.
Erschließungszustand: Abgabeverzeichnis
Umfang, Erläuterung: VS-Anteil: 5,5 %
Zitierweise: BArch BL 26/...
Aufklärungsgeschwader 51 "Immelmann" (AufklG 51 "I" (AG 51)), 1959-1993
108 Aufbewahrungseinheiten; 6,9 laufende Meter
Archivbestand
deutsch
Amtliche Druckschriften: Amtsdrucksachenbestand BLD 17 Aufklärungsverbände
Literatur: Hans Redemann: Die fliegenden Verbände der Luftwaffe 1956 ¿ 1982, Stuttgart, 1983
Bernd Vetter / Frank Vetter: Die Verbände der Bundesluftwaffe, Stuttgart, 1996
Reinhard Teuber: Die Bundeswehr 1955 - 1995, Norderstedt, 1996
Hans-Werner Jarosch (Hrsg.): Immer im Einsatz. 50 Jahre Luftwaffe, Hamburg/Berlin/Bonn, 2005
Bernd Lemke/ Dieter Krüger/ Heinz Rebhan/ Wolfgang Schmidt: Die Luftwaffe 1950 bis 1970. Konzeption, Aufbau, Integration, R. Oldenbourg Verlag, München, 2006
Literatur: Hans Redemann: Die fliegenden Verbände der Luftwaffe 1956 ¿ 1982, Stuttgart, 1983
Bernd Vetter / Frank Vetter: Die Verbände der Bundesluftwaffe, Stuttgart, 1996
Reinhard Teuber: Die Bundeswehr 1955 - 1995, Norderstedt, 1996
Hans-Werner Jarosch (Hrsg.): Immer im Einsatz. 50 Jahre Luftwaffe, Hamburg/Berlin/Bonn, 2005
Bernd Lemke/ Dieter Krüger/ Heinz Rebhan/ Wolfgang Schmidt: Die Luftwaffe 1950 bis 1970. Konzeption, Aufbau, Integration, R. Oldenbourg Verlag, München, 2006
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
24.04.2026, 10:58 MESZ
Hierarchie
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- Bundesrepublik Deutschland (1949 ff) (Tektonik)
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- Bundesministerium der Verteidigung und Bundeswehr (Tektonik)
- Streitkräfte (Tektonik)
- Verbände und Dienststellen der Luftwaffe (Tektonik)
- Aufklärungsverbände (Bestand)