Klage (vor dem Stadtrichter) der Hadewig, Witwe Schneider Lambert Tilbeck ./. die Brüder Herman und Jakob von Keppel, Burgmänner in Nienborg wg. Bezahlung von Kleidern.
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B-Acta jud, 470
B-Acta jud Acta Judicialia (Rechtsstreitigkeiten)
Acta Judicialia (Rechtsstreitigkeiten) >> 1501-1600
1578 - 1573
Enthält: Der + Ehemann der Klägerin hat für den + Domherrn Friedrich von Keppel, den Bruder der Beklagten, Kleider angefertigt. Die Klägerin verlangt von den Beklagten Zahlung, weil sie den Anteil ihres Bruders am elterlichen Vermögen besitzen und sich zur Zahlung seiner Schulden verpflichtet haben sollen. Sie hat die Pferde der Beklagten in Münster im Hause der Witwe Johan van Werden (Wirtschaft "im Havich") und des Hinrich Hagedorn arrestiert. Die Beklagten haben darauf den M. Kordt Henxleder und den M. Hermann Korthus als Bürgen gestellt, worauf die Pferde freigegeben sind. Auf Ersuchen des Stadtrichters lässt der Offizial i.J. 1574 durch seinen Kommissar den Notar Arnold Isfordinck am Roggenmarkt folgende Zeugen über das Schuldversprechen vernehmen: 1. Dombursenar Bernard Smisinck, 42 Jahre alt; 2. Domvikar Bernhard Dieckhaus, 35 J. alt. Die Zeugen waren die Testamentsvollstrecker des + Domherrn Keppel. Die Beklagten werden verurteilt. Erwähnt werden + Herman von Keppel, Vater der Beklagten; M. Diedrich Edelbloet; .Temmer(?) und Melchert(?) Voss; Johan Grüter; Bitter Raesfeldt.
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 12:17 MEZ