Redaktion "Neuer Weg" im ZK der SED
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Gliederung
BArch DY 30 Sozialistische Einheitspartei Deutschlands
Sozialistische Einheitspartei Deutschlands
Die erste Nummer der Zeitschrift erschien im Januar 1946 als "Monatsschrift für aktuelle Fragen der Arbeiterbewegung", herausgegeben vom Zentralkomitee der KPD. Ab Ausgabe 3/1946 brachte sie der Parteivorstand der SED monatlich, seit 1950 das Zentralkomitee der SED vierzehntägig heraus. Sie trug folgende Untertitel: ab 1953 "Organ des ZK der SED für alle Parteiarbeiter", ab 1955 "Organ des ZK der SED für Fragen des Parteiaufbaus und des Parteilebens" und seit 1959 "Organ des ZK der SED für Fragen des Parteilebens". Die Zeitschrift war in erster Linie für SED-Funktio¬näre gedacht und sollte ihnen Anregungen, Argumente und Hilfestellungen für die Parteiarbeit geben. Es wurden sowohl Artikel über die Arbeit verschiedener Parteiorganisationen als auch Grundsatzmaterialien veröffentlicht, so z. B. ausgewählte Dokumente von Tagungen des Zentralkomitees sowie Beschlüsse des Politbüros und des Sekretariats des Zentralkomitees. Vor allem führende Funktionäre wurden als Autoren gewonnen, aber auch Zuschriften und Stellungnahmen, von Mitgliedern regionaler Parteiorganisationen verfasst, erschienen regelmäßig. Die Auflagenhöhe schwankte in den Jahren zwischen 100.000 und 360.000 Exemplaren. 1989 wurde ihr Erscheinen eingestellt. Die Redaktion hatte während ihres Bestehens überwiegend den Status einer Abteilung des Zentralkomitees, war aber immer eng mit der Abteilung Parteiorgane verbunden. So erhielt die Redaktion Informationen über das Parteileben in der Regel vom Sektor Parteiinformation der Abteilung Parteiorgane. Vorübergehend war sie sogar in den 60er Jahren (ab 1963) dieser Abteilung organisatorisch unterstellt. Die Chefredakteure, die weitgehend gleichzeitig Abteilungsleiter waren, hießen Emmi Dölling (1946-1949), Rudolf Mießner (1949-1956), Fritz Geißler (1956-1960), Rudolf Wettengel (1960-1973) und Werner Scholz (1973-1989). Verantwortliche Sekretäre waren u. a. Walter Ulbricht (1949, gemeinsam mit Edith Baumann), Edith Baumann (1949-1953, ab 1950 alleine zuständig), Karl Schirdewan (1953- mindestens 1955), Alfred Neumann (1957-1961), Erich Honecker (1961-1971), Paul Verner (1971-1984) und Horst Dohlus (1984-1989). Der Teilbestand enthält Protokolle und Einschätzungen von Redaktionssitzungen und Leserkonferenzen, Materialien zum 25. Jahrestag des Bestehens der Zeitschrift, Einschätzungen über ihre Resonanz sowie Berichte und Informationen über die Tätigkeit des Chefredakteurs und über die Zusammenarbeit mit anderen kommunistischen und sozialistischen Parteien. 3,7 lfm (überwiegend unbearbeitet), teilweise Filme, 1957-1989
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
24.04.2026, 11:41 MESZ