Notar Gottfried von Oed beurkundet anstelle des M. Mauritius Ferwer, Kleriker der Diözese Wloclawek ("wladislaviensis"), Schreiber des apostolischen Palasts: Johannes Staphileus, Bischof von Sibenik, als in der Sache delegierter päpstlicher Richter teilt Klerus und Notaren der Diözese Konstanz mit, daß Papst Leo X. ihm bzw. Guilielmus Cassador Kommission erteilt hat in Sachen Abt und und Konvent zu Weingarten einerseits, Christophorus Welser, Rektor der Kirche von Berg, andererseits betreffend Streit um den Zehnten der Pfarrei Berg. Es wird namentlich den Bischöfen von Konstanz, Augsburg und Regensburg sowie deren Generalvikaren und Offizialen, aber auch allen anderen geistlichen Richtern verboten, in der Sache etwas zum Nachteil der päpstlichen Jurisdiktion, bei welcher der Fall anhängig ist, zu verfügen.
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Notar Gottfried von Oed beurkundet anstelle des M. Mauritius Ferwer, Kleriker der Diözese Wloclawek ("wladislaviensis"), Schreiber des apostolischen Palasts: Johannes Staphileus, Bischof von Sibenik, als in der Sache delegierter päpstlicher Richter teilt Klerus und Notaren der Diözese Konstanz mit, daß Papst Leo X. ihm bzw. Guilielmus Cassador Kommission erteilt hat in Sachen Abt und und Konvent zu Weingarten einerseits, Christophorus Welser, Rektor der Kirche von Berg, andererseits betreffend Streit um den Zehnten der Pfarrei Berg. Es wird namentlich den Bischöfen von Konstanz, Augsburg und Regensburg sowie deren Generalvikaren und Offizialen, aber auch allen anderen geistlichen Richtern verboten, in der Sache etwas zum Nachteil der päpstlichen Jurisdiktion, bei welcher der Fall anhängig ist, zu verfügen.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 I U 860
04859
B 522 II U 0768
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 I Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden I
Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden I >> Urkunden
1522 Januar 24 (die vero Veneris vigesima quarta mensis Januarii)
29,2 x 27,4 (Höhe x Breite)
Urkunden
Lateinisch
Ausstellungsort: Rom
Aussteller: Notar Gottfried von Oed
Empfänger: Abt und und Konvent zu Weingarten
Zeugen: M. Johannes Camvert (=Calvart?) und M. Fortunius Sancii, Notare der Diözesen Amiens und Pamplona ("ambianensis et pampilonensis")
Siegler: Johannes Staphileus, Bischof von Sibenik
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S., abg.
Beglaubigungs- und Notarzeichen: Signet des Ausstellers
Aussteller: Notar Gottfried von Oed
Empfänger: Abt und und Konvent zu Weingarten
Zeugen: M. Johannes Camvert (=Calvart?) und M. Fortunius Sancii, Notare der Diözesen Amiens und Pamplona ("ambianensis et pampilonensis")
Siegler: Johannes Staphileus, Bischof von Sibenik
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S., abg.
Beglaubigungs- und Notarzeichen: Signet des Ausstellers
Calvart, Johannes, M., Notar
Camvert, Johannes, Notar
Cassador, Guilielmus, Auditor
Ferwer, Mauritius, Notar
Oed, Gottfried van, Notar
Sancii, Fortunius, Notar
Amiens, Dép. Somme [F]; Bistum, Kleriker
Augsburg A; Bischof
Augsburg A; Generalvikar
Berg RV; Pfarrei
Berg RV; Pfarrer
Berg RV; Zehnt
Konstanz KN; Bischof
Konstanz KN; Bistum, Offizial
Pamplona, Region Navarra [E]; Kleriker
Regensburg R; Bischof
Regensburg R; Generalvikar
Regensburg R; Offizial
Rom [I]; Notare
Rom [I]; Schreiber
Rom, Reg. Latium [I]
Sibenik [HR]; Bischof
Weingarten RV; Kloster, Abt und Konvent
Wloclawek, Woiwodschaft Kujawien-Pommern [PL]; Diözese, Kleriker
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:31 MEZ
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