Hans Langwalther, Stadtammann zu Ulm, bekundet: Als er auf dem Rathaus in der großen Ratsstube zu Gericht gesessen ist, kam vor ihn der feste Ulrich von Griesingen (Grießingen) mit seinem Fürsprecher Klaus Vngelter und verlas einen zu Ulm ausgestellten Urteilbrief betr. einen Streit mit dem festen Hans von Herbertshofen (Herbißhofen) wegen einer Selde zu Buch und bat, ihm zu seinem Recht zu verhelfen. Hans von Herbertshofen läßt durch seinen Fürsprecher Hans Ehinger, Bürgermeister zu Ulm, erklären, er warte auf das Recht. Ulrich von Griesingen schwört den Eid, wie ihm der mit Urteil und Recht zugesprochen worden war, und bittet darüber um eine Beurkundung. Das Urteil aller zu Gericht sitzenden Richter (der beiden Fürsprecher und dazu Hans Bessrer, Walther Ehinger und Craft Leo) lautet: Man soll ihm darüber eine Urkunde geben, besiegelt von Stadtammann und beiden Fürsprechern
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Hans Langwalther, Stadtammann zu Ulm, bekundet: Als er auf dem Rathaus in der großen Ratsstube zu Gericht gesessen ist, kam vor ihn der feste Ulrich von Griesingen (Grießingen) mit seinem Fürsprecher Klaus Vngelter und verlas einen zu Ulm ausgestellten Urteilbrief betr. einen Streit mit dem festen Hans von Herbertshofen (Herbißhofen) wegen einer Selde zu Buch und bat, ihm zu seinem Recht zu verhelfen. Hans von Herbertshofen läßt durch seinen Fürsprecher Hans Ehinger, Bürgermeister zu Ulm, erklären, er warte auf das Recht. Ulrich von Griesingen schwört den Eid, wie ihm der mit Urteil und Recht zugesprochen worden war, und bittet darüber um eine Beurkundung. Das Urteil aller zu Gericht sitzenden Richter (der beiden Fürsprecher und dazu Hans Bessrer, Walther Ehinger und Craft Leo) lautet: Man soll ihm darüber eine Urkunde geben, besiegelt von Stadtammann und beiden Fürsprechern
Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Ho 162 T 1 Nr. 12
Repertorium XVIII, Nr. 36, Kasten F. Fach 195; ersetzt durch rot: B 50
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Ho 162 T 1 Buchauische Herrschaft Straßberg: Urkunden
Buchauische Herrschaft Straßberg: Urkunden >> 1. Urkunden
1435 August 18 (1435 August 18 (Donnerstag nach Assumptio Marie))
Urkunden
Siegler: 1) Aussteller; 2) Hans Ehinger, Bürgermeister; 3) Klaus Vngelter
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: Siegel 1) nur Rest 2), 3)
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: Siegel 1) nur Rest 2), 3)
Bessrer, Hans
Ehinger, Hans; Bürgermeister zu Ulm
Ehinger, Walter; Rtr. in Ulm
Griesingen, Ulrich von
Herbertshofen, Hans von
Langwalther, Hans; Stadtamtmann zu Ulm
Leo, Craft
Ungelter, Klaus
Buch : Geigelbach, Ebersbach-Musbach RV
Ulm UL
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
03.04.2025, 13:49 MESZ
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