Katalog der Kunstkammerbibliothek, von Johannes Schuckard, Antiquar und Professor der Mathematik am fürstlichen Gymnasium
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 20 a Bü 29
F 16
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 20 a Kunstkammer (Kunstkabinett)
Kunstkammer (Kunstkabinett) >> 1. Inventare, Zugangs- und Abgabeverzeichnisse >> 1.3 Zeitraum 1708 - 1752
1708-1754
Verzeichnis von wissenschaftlichen und religiösen Schriftwerken, die im Zeitraum 1472 bis 1704 gedruckt wurden.
Das Verzeichnis enthält zahlreiche in Tinte und braunem Holzstift geschriebene Inventur-, Verlust- und Schadensvermerke. Die mit braunem Holzstift markierten Bestandsverluste werden in einem gesonderten Verzeichnis von 1754 (A 20 a Bü 49 Nr. 1) in Reinschrift aufgelistet und sind daher in den Kontext einer um 1753/54 zum Zweck der Erstellung eines aktualisierten Verzeichnisses durchgeführten Inventur einzuordnen. Die in Tinte vorgenommenen Streichungen und die Nummerierung der noch vorhandenen Bände mit arabischen Ziffern auf S. 1-40 stammen wahrscheinlich von derselben Hand wie der auf 1754 datierte Nachtrag S. 41.
Das Verzeichnis ist nach Lagerort und Eingang geordnet:
a) Repositorium A (S. 1-18):
- 59 Bände in Folio, davon drei (z. T. numismatische Fachbücher) mit Vermerk: "den Sandratischen Erben restituiert" (gemeint ist vermutlich Laurentius von Sandrart, Antiquarius und Verwalter des Medaillenkabinetts, + 1753), vier mit Fehlvermerk;
- 81 Bände in Quarto, davon ca. 44 mit Fehlvermerk;
- 30 Bände in Octavo, davon 16 mit Fehlvermerk.
b) Repositorium B (19-40):
- 75 Bände in Folio, davon einer mit Vermerk: "den Sandratischen Erben restituiert", 32 mit Fehlvermerk, drei weitere werden doppelt genannt;
- 111 Bände in Quarto, davon ca. 76 mit Fehlvermerk;
- 17 Bände in Duodecimo, davon neun mit Fehlvermerk.
c) Nachtrag: "Ferner haben sich beym Sturz 1754 erfunden" (S. 41):
- Zwölf Bände, davon zwei als Folio gekennzeichnet; ein Werk wird bereits zuvor aufgelistet.
d) Privatbibliothek des (früheren Kunstkammer-Antiquars Daniel) Moser (1642-1690) (S. 45-51)
- 17 Bände in Folio;
- 81 Bände in Quart;
- 45 Bände in Oktav;
- 17 Werke in Duodez.
Diese Bände wurden Mosers Witwe 1691 für 100 Reichstaler für das fürstliche Gymnasium abgekauft, jedoch (1708; vgl. A 20a Bü 31 Nr. 5) zunächst als Leihgabe in die Kunstkammer übernommen (die betreffenden Bücher sind auf dem Buchrücken mit "G" gekennzeichnet). Entsprechend einem Dekret des fürstlichem Konsistoriums vom 16. August 1737 an den Antiquar und Regierungsratssekretär (Johann Gottfried) Schuckard wurden die Bücher (am 21. August 1738, vgl. A 20a Bü 31 Nr. 5) dem Mathematikprofessor (Georg Adam) Göritz (1701-1766) übergeben.
Vgl. Dekret vom 16. August 1737 in A 20 a Bü 175.
Das Verzeichnis enthält zahlreiche in Tinte und braunem Holzstift geschriebene Inventur-, Verlust- und Schadensvermerke. Die mit braunem Holzstift markierten Bestandsverluste werden in einem gesonderten Verzeichnis von 1754 (A 20 a Bü 49 Nr. 1) in Reinschrift aufgelistet und sind daher in den Kontext einer um 1753/54 zum Zweck der Erstellung eines aktualisierten Verzeichnisses durchgeführten Inventur einzuordnen. Die in Tinte vorgenommenen Streichungen und die Nummerierung der noch vorhandenen Bände mit arabischen Ziffern auf S. 1-40 stammen wahrscheinlich von derselben Hand wie der auf 1754 datierte Nachtrag S. 41.
Das Verzeichnis ist nach Lagerort und Eingang geordnet:
a) Repositorium A (S. 1-18):
- 59 Bände in Folio, davon drei (z. T. numismatische Fachbücher) mit Vermerk: "den Sandratischen Erben restituiert" (gemeint ist vermutlich Laurentius von Sandrart, Antiquarius und Verwalter des Medaillenkabinetts, + 1753), vier mit Fehlvermerk;
- 81 Bände in Quarto, davon ca. 44 mit Fehlvermerk;
- 30 Bände in Octavo, davon 16 mit Fehlvermerk.
b) Repositorium B (19-40):
- 75 Bände in Folio, davon einer mit Vermerk: "den Sandratischen Erben restituiert", 32 mit Fehlvermerk, drei weitere werden doppelt genannt;
- 111 Bände in Quarto, davon ca. 76 mit Fehlvermerk;
- 17 Bände in Duodecimo, davon neun mit Fehlvermerk.
c) Nachtrag: "Ferner haben sich beym Sturz 1754 erfunden" (S. 41):
- Zwölf Bände, davon zwei als Folio gekennzeichnet; ein Werk wird bereits zuvor aufgelistet.
d) Privatbibliothek des (früheren Kunstkammer-Antiquars Daniel) Moser (1642-1690) (S. 45-51)
- 17 Bände in Folio;
- 81 Bände in Quart;
- 45 Bände in Oktav;
- 17 Werke in Duodez.
Diese Bände wurden Mosers Witwe 1691 für 100 Reichstaler für das fürstliche Gymnasium abgekauft, jedoch (1708; vgl. A 20a Bü 31 Nr. 5) zunächst als Leihgabe in die Kunstkammer übernommen (die betreffenden Bücher sind auf dem Buchrücken mit "G" gekennzeichnet). Entsprechend einem Dekret des fürstlichem Konsistoriums vom 16. August 1737 an den Antiquar und Regierungsratssekretär (Johann Gottfried) Schuckard wurden die Bücher (am 21. August 1738, vgl. A 20a Bü 31 Nr. 5) dem Mathematikprofessor (Georg Adam) Göritz (1701-1766) übergeben.
Vgl. Dekret vom 16. August 1737 in A 20 a Bü 175.
1 Foliobd., Blatt 1-67
Archivale
Sandrart, Laurentius von; Hofrat, -1753
Schuckardt, Johann Gottfried; Antiquar, -1752
Schuckardt, Johann; Antiquar, 1640-1725
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:21 MEZ
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