Nachlass Karl Keller, Gamburg (Bestand)
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Abt. Staatsarchiv Wertheim, K-N 33
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Wertheim (Archivtektonik) >> Kreisarchiv Main-Tauber-Kreis >> Nachlässe und personenbezogene Sammlungen
1933-1948
Überlieferungsgeschichte
Die Unterlagen gelangten einige Jahre nach dem Tod Karl Kellers über seinen Sohn als Schenkung an das Kreisarchiv.
Inhalt und Bewertung
Der Bestand enthält Tagebücher und Fotomaterial von Karl Keller (1917-2008) aus Gamburg aus seiner Zeit beim Reichsarbeitsdienst in Hilchenbach (bei Siegen), beim Kriegseinsatz als Soldat in Polen, Russland und der Ukraine sowie aus der Zeit seiner russischen Kriegsgefangenschaft.
Einleitung: Die Unterlagen gelangten zusammen mit weiteren, die Gemeinde Gamburg bzw. Werbach betreffenden Unterlagen (diese nun in den Beständen StAWt K-G 42 und StAWt K-S 7), im Jahr 2017 über den Sohn von Karl Keller als Schenkung an das Kreisarchiv. Der Bestand enthält Tagebücher und Fotomaterial des Gamburgers Karl Keller (1917-2008) aus seiner Zeit beim Reichsarbeitsdienst in Hilchenbach (bei Siegen), beim Kriegseinsatz als Soldat in Polen, Russland und der Ukraine sowie aus der Zeit seiner russischen Kriegsgefangenschaft. Die Tagebuchaufzeichnungen geben einen Einblick in den Alltag eines Soldaten bei der Ausbildung für den Kriegseinsatz, an der Front und bei Lazarettaufenthalten. Beim mehrmonatigen Lazarettaufenthalt in Straubing hat Keller auch seine künftige Ehefrau Liesbeth Kuring kennengelernt, die dort als Krankenschwester tätig war. Erstaunlich sind die häufigen Kinobesuche, deren Besuch jeweils mit Filmtitel vermerkt wurde. Bemerkenswert sind die in einem Album zusammengestellten Fotos von der Kriegsfront, die auch vor der Darstellung toter und verstümmelter russischer Soldaten nicht Halt machen. Welche Motivation hinter diesen Aufnahmen stand, ist nicht mehr nachvollziehbar. Durch die von Keller auf der Rückseite der Fotos angebrachte Beschriftung ist eine geografische Verortung und teilweise Datierung der Bildmotive möglich. Auch sind einige der abgebildeten Personen durch die handschriftlichen Notizen identifizierbar. Nach der Familienüberlieferung wurden die Bilder von Keller an seine Mutter oder seine Braut geschickt und von diesen das Fotoalbum angelegt. Aus konservatorischen Gründen wurden die Fotos des stark beschädigten Albums StAWt K-N 33 Nr. 8 diesem entnommen und in geeignete Hüllen verpackt. Die Bearbeitung der acht Verzeichnungseinheiten im Umfang von 0,1 lfd.m erfolgte durch Unterzeichnete im Januar 2023. Wertheim-Bronnbach, im Januar 2023 Claudia Wieland
Die Unterlagen gelangten einige Jahre nach dem Tod Karl Kellers über seinen Sohn als Schenkung an das Kreisarchiv.
Inhalt und Bewertung
Der Bestand enthält Tagebücher und Fotomaterial von Karl Keller (1917-2008) aus Gamburg aus seiner Zeit beim Reichsarbeitsdienst in Hilchenbach (bei Siegen), beim Kriegseinsatz als Soldat in Polen, Russland und der Ukraine sowie aus der Zeit seiner russischen Kriegsgefangenschaft.
Einleitung: Die Unterlagen gelangten zusammen mit weiteren, die Gemeinde Gamburg bzw. Werbach betreffenden Unterlagen (diese nun in den Beständen StAWt K-G 42 und StAWt K-S 7), im Jahr 2017 über den Sohn von Karl Keller als Schenkung an das Kreisarchiv. Der Bestand enthält Tagebücher und Fotomaterial des Gamburgers Karl Keller (1917-2008) aus seiner Zeit beim Reichsarbeitsdienst in Hilchenbach (bei Siegen), beim Kriegseinsatz als Soldat in Polen, Russland und der Ukraine sowie aus der Zeit seiner russischen Kriegsgefangenschaft. Die Tagebuchaufzeichnungen geben einen Einblick in den Alltag eines Soldaten bei der Ausbildung für den Kriegseinsatz, an der Front und bei Lazarettaufenthalten. Beim mehrmonatigen Lazarettaufenthalt in Straubing hat Keller auch seine künftige Ehefrau Liesbeth Kuring kennengelernt, die dort als Krankenschwester tätig war. Erstaunlich sind die häufigen Kinobesuche, deren Besuch jeweils mit Filmtitel vermerkt wurde. Bemerkenswert sind die in einem Album zusammengestellten Fotos von der Kriegsfront, die auch vor der Darstellung toter und verstümmelter russischer Soldaten nicht Halt machen. Welche Motivation hinter diesen Aufnahmen stand, ist nicht mehr nachvollziehbar. Durch die von Keller auf der Rückseite der Fotos angebrachte Beschriftung ist eine geografische Verortung und teilweise Datierung der Bildmotive möglich. Auch sind einige der abgebildeten Personen durch die handschriftlichen Notizen identifizierbar. Nach der Familienüberlieferung wurden die Bilder von Keller an seine Mutter oder seine Braut geschickt und von diesen das Fotoalbum angelegt. Aus konservatorischen Gründen wurden die Fotos des stark beschädigten Albums StAWt K-N 33 Nr. 8 diesem entnommen und in geeignete Hüllen verpackt. Die Bearbeitung der acht Verzeichnungseinheiten im Umfang von 0,1 lfd.m erfolgte durch Unterzeichnete im Januar 2023. Wertheim-Bronnbach, im Januar 2023 Claudia Wieland
Bestand
Keller, Karl; 1917-2008
Gamburg : Werbach TBB
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:40 MEZ