AUSSTELLER: Die im Städtetag der mittleren Städte Badens vereinigten Städte.
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Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 69 Baden, Sammlung 1995 D Nr. 922
R 6882.
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 69 Baden, Sammlung 1995 D Baden, Sammlung 1995: Dedikationen
Baden, Sammlung 1995: Dedikationen >> 2. Großherzog Friedrich I. und Großherzogin Luise >> 2.1. Jubiläen und andere Ereignisse des großherzoglichen Hauses >> 2.1.9. Siebzigster Geburtstag Großherzog Friedrichs I. und vierzigjähriges Thronjubiläum
09.09.1896
ADRESSE: Pergament, 1 Bl. ursprünglich über Stab gerollt in Halterung des Behälters lose eingelegt, jetzt freihängend in Vitrine, Hs. farbig verziert, 95 x 48 cm. Oberes Viertel der Urkunde ist von einer Girlande aus Lorbeerblättern mit Lorbeeren gesäumt, welche von Flechtwerk gebunden ist. Unter der waagerechten Girlande (oberer Schmuckbildrahmen) verläuft ein blaugründiges Schriftband mit der Angabe des Ausstellers in Schwabacher Fraktur. Mit seinem oberen Teil noch auf Girlande und Schriftband aufgelegt eine kreisförmige Reserve, Durchmesser 11 cm, die von einem girlandenförmigen Lorbeergebinde umfaßt ist. Reserve wird vom Wappen - im Stil des 14./15. Jahrhunderts - des Hauses Zähringen-Baden ausgefüllt. Unter den gelb-roten Steinbock-Hörnern die Krone der Herzöge von Zähringen, welche auf einer Helmglocke (Hundsgugel, Kollane an Halsberge) ruht. Gelb-rote stilisierte Eichenblätter geben der Helmzier den Hintergrund und dem Wappenschild die seitliche Beschmückung (Gesteck). Unter dem Helm ein gewölbter Schild mit dem badischen Wappen. Links unterhalb des (markgräflich)-badischen Wappens ein in Huldigungspose dargestellter Bürgermeister in der Tracht des Humanismus, welcher kniend in der Linken sein ehrfurchtvoll (vor dem Wappen) abgenommenes Barett hält und mit der Rechten die mit Wappen versehene halbentrollte Huldigungsurkunde. Rechts vor dem Bürgermeister steht die Truhe (vgl. Beschreibung), hinter ihm ein Eichenbruch. Rechts vom markgräflich-badischen Wappen eine Ansicht von Überlingen (Seestück). Mittig unterhalb des Wappens, rechts von der Truhe, die doppelzeilige Anrede in großformatigen goldenen Buchstaben in Schwabacher Fraktur auf rot ziseliertem Schriftband (Hintergrund). Darunter ein 40 cm breiter und 35 cm hoher Schriftblock in Schwabacher Fraktur (kalligraphische Zierschrift), schwarze Federtusche, bis auf die wiederkehrende Anrede sowie die Initialen bei Absätzen in roter Tusche, letztere verziert und größerformatig. Initiale am Anfang des Schriftblocks im goldgerandeten ziegelroten Letterkasten, ein breitgeschweiftes goldenes S im Stil spätmittelalterlicher Buchmalerei. Darin in weißen steilen Balken die Buchstaben/Zahlen MDCCCXXVI (oben), MDCCCXCVI (unten). Unterhalb des Schriftblocks folgen auf ca. 40 cm Breite und ca. 30 cm Höhe die Wappen der mittleren Städte Badens mit Angabe der Stadtnamen in 5 Reihen untereinander zu 9 bzw. 6 Wappen nebeneinander = 42 insges. mit eigenhändigen Unterschriften der zugehörigen Bürgermeister. An der Plika 23 anhängende Stadtsiegel.
KÜNSTLER: Karl Eyth, Professor a.d. Kunstgewerbeschule Karlsruhe.
TEXT: Grußadresse mit 42 Wappen namentlich aufgeführter Städte und eigenhändigen Unterschriften ihrer Bürgermeister; 23 anhängende Siegel, oben von links nach rechts: Villingen ab 1251, Eberbach, Wertheim ab 1316, Tauberbischofsheim 14. Jh., Überlingen; Mitte von links nach rechts: Ettlingen 19. Jh. (bis 1898), Rastatt 18. Jh., 2. Hälfte, Offenburg Nachbildung 19. Jh. des Siegels von 1553 ff., Durlach 1788, Weinheim 1752, Lörrach 1756, Emmendingen 1590, Bonndorf 18. Jh., Hockenheim 19. Jh.; unten von links nach rechts: Ettenheim 1545, Walldürn vielleicht nach 1806, Bretten 1690, Mosbach 19. Jh., Schopfheim ab 1532, Meßkirch, Staufen ab 1680, Wolfach 1784, Säckingen.
MAPPE: Truhe (Nr. 921): Braunes Leder auf Holz, Metallbeschläge, 31 x 68 x 25 cm. 2,5 cm breite außen gewulstete schmiedeeiserne Winkel-/Kantenschienen. Füllung aus Ranken- und Blütenmotiven, Schloßplatten gewaffelt. Griffe-Gestaltung ebenso im Stil des 16. Jahrhunderts. Eisendekorationen auf dem Giebeldach geschraubt, sonst genagelt/genietet (Blendmontierung). Innenfutter aus juchtenrotem Leder, durch bronzierte Zierknöpfe (Löwenköpfe) an Innenkanten beschlagen/dekorativ gesäumt. Am Boden sind zwei schmiedeeiserne Halterungen mit halbrunden Bügeln zur Aufnahme der Pergamentrolle montiert. An der Vorderfront der Truhe ein dreieckig geschweiftes Schild (9 cm Basis, 9 cm Höhe) mit der Widmungsinschrift unter einer goldtauschierten Großherzogskrone.
WERKSTATT: -
BEMERKUNG: Ursprünglich wurde die über einen Stab gerollte Adresse in der Truhe verwahrt; die Siegel bestimmte Dr. John.
KÜNSTLER: Karl Eyth, Professor a.d. Kunstgewerbeschule Karlsruhe.
TEXT: Grußadresse mit 42 Wappen namentlich aufgeführter Städte und eigenhändigen Unterschriften ihrer Bürgermeister; 23 anhängende Siegel, oben von links nach rechts: Villingen ab 1251, Eberbach, Wertheim ab 1316, Tauberbischofsheim 14. Jh., Überlingen; Mitte von links nach rechts: Ettlingen 19. Jh. (bis 1898), Rastatt 18. Jh., 2. Hälfte, Offenburg Nachbildung 19. Jh. des Siegels von 1553 ff., Durlach 1788, Weinheim 1752, Lörrach 1756, Emmendingen 1590, Bonndorf 18. Jh., Hockenheim 19. Jh.; unten von links nach rechts: Ettenheim 1545, Walldürn vielleicht nach 1806, Bretten 1690, Mosbach 19. Jh., Schopfheim ab 1532, Meßkirch, Staufen ab 1680, Wolfach 1784, Säckingen.
MAPPE: Truhe (Nr. 921): Braunes Leder auf Holz, Metallbeschläge, 31 x 68 x 25 cm. 2,5 cm breite außen gewulstete schmiedeeiserne Winkel-/Kantenschienen. Füllung aus Ranken- und Blütenmotiven, Schloßplatten gewaffelt. Griffe-Gestaltung ebenso im Stil des 16. Jahrhunderts. Eisendekorationen auf dem Giebeldach geschraubt, sonst genagelt/genietet (Blendmontierung). Innenfutter aus juchtenrotem Leder, durch bronzierte Zierknöpfe (Löwenköpfe) an Innenkanten beschlagen/dekorativ gesäumt. Am Boden sind zwei schmiedeeiserne Halterungen mit halbrunden Bügeln zur Aufnahme der Pergamentrolle montiert. An der Vorderfront der Truhe ein dreieckig geschweiftes Schild (9 cm Basis, 9 cm Höhe) mit der Widmungsinschrift unter einer goldtauschierten Großherzogskrone.
WERKSTATT: -
BEMERKUNG: Ursprünglich wurde die über einen Stab gerollte Adresse in der Truhe verwahrt; die Siegel bestimmte Dr. John.
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
04.04.2025, 08:06 MESZ
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- 2. Großherzog Friedrich I. und Großherzogin Luise (Gliederung)
- 2.1. Jubiläen und andere Ereignisse des großherzoglichen Hauses (Gliederung)
- 2.1.9. Siebzigster Geburtstag Großherzog Friedrichs I. und vierzigjähriges Thronjubiläum (Gliederung)