Berufung gegen die Bestätigung einer dem Appellaten zuerkannten Schuld einer Kapitalsumme von 3300 Rtlr. und seit 1646 rückständiger Zinsen in Höhe von 605 Rtlr. Der Appellant verweist darauf, daß seine Mutter Catharina Elisabeth vom Haus als Witwe von Weichs für eine 1640 erteilte Obligation über 2356 Rtlr. mit dem Haus Endenich als Hypothek bürgte, als er noch minderjährig war. Gegen die erfolgte Immission des Appellaten wendet er ein, daß bei dem Tod eines Elternteils eine Abtretung ihrer Güter nur mit Erlaubnis der Kinder bzw. ihrer Kuratoren möglich sei und dies angeblich nicht geschah. Er verlangt außerdem Einsicht in die Rechnungsbücher. Der Appellat erklärt, daß die RKG-Appellation wegen des kurköln. Appellationsprivilegs in Possessionssachen nicht berechtigt sei. Wegen der Besetzung des Hauses Endenich erwirkt der Appellant 1662 am RKG ein Mandat. Ein RKG-Urteil vom 5. Juni 1663 bestätigt das Urteil der Vorinstanz.
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Berufung gegen die Bestätigung einer dem Appellaten zuerkannten Schuld einer Kapitalsumme von 3300 Rtlr. und seit 1646 rückständiger Zinsen in Höhe von 605 Rtlr. Der Appellant verweist darauf, daß seine Mutter Catharina Elisabeth vom Haus als Witwe von Weichs für eine 1640 erteilte Obligation über 2356 Rtlr. mit dem Haus Endenich als Hypothek bürgte, als er noch minderjährig war. Gegen die erfolgte Immission des Appellaten wendet er ein, daß bei dem Tod eines Elternteils eine Abtretung ihrer Güter nur mit Erlaubnis der Kinder bzw. ihrer Kuratoren möglich sei und dies angeblich nicht geschah. Er verlangt außerdem Einsicht in die Rechnungsbücher. Der Appellat erklärt, daß die RKG-Appellation wegen des kurköln. Appellationsprivilegs in Possessionssachen nicht berechtigt sei. Wegen der Besetzung des Hauses Endenich erwirkt der Appellant 1662 am RKG ein Mandat. Ein RKG-Urteil vom 5. Juni 1663 bestätigt das Urteil der Vorinstanz.
AA 0627, 5984 - W 407/1245
AA 0627 Reichskammergericht (AA 0627), Teil IX: U-Z; Nachträge; Abgaben
Reichskammergericht (AA 0627), Teil IX: U-Z; Nachträge; Abgaben >> 3. Buchstabe W
1652 - 1664 (1640 - 1682)
Enthaeltvermerke: Kläger: Ferdinand Maximilian von und zu Weichs (Weix) und Endenich, kurköln. Rat, Kämmerer und Drost zu Werl, (Bekl.) Beklagter: Jakob Mitz, Kaufmann, Köln, (Kl.) Prokuratoren (Kl.): Lic. Bernhard Henning 1654 Prokuratoren (Bekl.): Dr. Wilhelm Mockel 1652 - Lic. Ulrich Daniel Kuehorn 1662 - Subst.: Lic. Johann Heinrich Zinck Prozeßart: Appellationsprozeß Instanzen: 1. Kurköln. Offizial 1652 - 2. Kurköln. Offizial 1652 - 3. RKG 1652 - 1664 (1640 - 1682) Beweismittel: Acta priora (Bd. 2). RKG-”Mandatum cassatorium, inhibitorium, attentatorum revocatorium et restitutorium sine clausula“ vom 7. Okt. 1662 (Q 29). Zeugenverhör, 1659 (Q 37). Verzeichnis der Rotweinpreise von 1652 bis 1662 (Q 38). Auszug aus dem Bonner ”Fruchtenbuch“ mit den Kornpreisen von 1652 bis 1662 (Q 43). Designation der Prozeßkosten, 1663 (Q 44). Inventar der Mobilien des Hauses Endenich, 1654 (Q 47). Beschreibung: 2 Bde., 7,5 cm; Bd. 1: 123 Bl., lose, Q 1 - 3, 6 - 19, 21 - 50, 1 Beilage; Q 25 doppelt vorhanden; Bd. 2: 140 Bl., teilweise gebunden, Q 4 - 5, Q 20.
Diverse Registraturbildner
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:31 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Tektonik)
- 1.4. Reichsbehörden (Tektonik)
- 1.4.1. Reichskammergericht (Tektonik)
- Reichskammergericht AA 0627 (Tektonik)
- Reichskammergericht (AA 0627), Teil IX: U-Z; Nachträge; Abgaben (Bestand)
- 3. Buchstabe W (Gliederung)